Albert Kempf GmbH & Co. KG

Hauptsitz: Zeunz/Odmiesbach
Geschäftsführung: Bernd Kempf
Mitarbeiter*innen: 20-50
Unternehmensumsatz: Unbekannt
Produktionsländer: Deutschland und Ausland

Das Unternehmen Albert Kempf GmbH & Co. KG wurde im Jahre 1920 in Wuppertal/ Nordrhein-Westfalen gegründet und wird heute in der 4. Generation geführt. Im Jahre 1968 wurde eine weitere Produktionsstätte in Ödmiesbach/ Bayern aufgebaut. Diese ist heutzutage der Firmenhauptsitz.

1. Transparenz
Das Unternehmen hat den Fragebogen nicht beantwortet und bei telefonischer Nachfrage die Teilnahme an der Befragung ohne weitere Begründung abgesagt. Es ist nicht bekannt, ob das Unternehmen einen Verhaltenskodex verabschiedet hat, da dieser weder in Kopie geschickt wurde noch öffentlich auf der Homepage einzusehen ist. Das Unternehmen gibt auf der Homepage keine Auskunft über Umsatz oder Unternehmensstruktur, nennt auch nicht seine Produktionsstätten im Ausland und macht keine Angaben zu seiner Zulieferkette. Das Unternehmen ist damit nicht transparent - weder im Hinblick auf Umsätze und Unternehmensstruktur, noch in Bezug auf seine Lieferkette, seine Produktionsländer oder Produktionsstätten. Auch im Hinblick auf Maßnahmen und Standards im Bereich Unternehmensverantwortung ist das Unternehmen intransparent.

2. Belieferung der öffentlichen Hand
Laut Auskünften auf der firmeneigenen Website zählen zu den Hauptkunden im Inland die Bundeswehr, das Bundesministerium des Inneren, Polizeibeschaffungsstellen, Zoll, Feuerwehren, Straßenbauämter, Deutsche Bahn AG, Justiz, DRK, THW, Sicherheitsdienste, Verkehrsbetriebe, Flughäfen, Luftverkehrsgesellschaften und viele mehr.

3. Struktur der Lieferkette
Laut eigener Angaben ist das Unternehmen Hersteller von Uniformmützen aller Art. Die Produkte werden nach eigenen Aussagen nur an Händler*innen oder öffentliche Beschaffungsämter aufgrund von Ausschreibungen bzw. direkte Anfragen geliefert. Lieferungen gehen nicht nur nach Europa, sondern auch nach Afrika und in die arabischen Staaten. Die Herstellung der Mützen erfolgt auch in Auslandsproduktionsstätten.

4. Verhaltenskodex
Es ist nicht bekannt, ob das Unternehmen über einen Verhaltenskodex verfügt.

4.1 Kodexumsetzung
Da nicht bekannt ist, ob das Unternehmen über einen Kodex verfügt, können auch keine Angaben zur Umsetzung gemacht werden.

4.2 Kontrollen zur Einhaltung des Kodex                 
Es ist nicht ersichtlich, ob internationale Arbeits- und Sozialstandards gemäß den ILO Kernarbeitsnormen Teil der Verträge mit Lieferant*innen sind, da kein Kodex verfügbar ist und das Unternehmen dazu keine Angaben auf der Homepage macht.

4.3 Mitgliedschaften in Kontroll-, Monitoring oder Verifizierungsinitiativen
Es ist nicht bekannt, ob das Unternehmen Mitglied einer Kontroll-, Monitoring oder Verifizierungsinitiative ist. 4.4 Weitere Standards und Mitgliedschaften Es ist nicht bekannt, dass das Unternehmen über weitere Standards oder Mitgliedschaften verfügt.

5. Kommentar der CIR
Wie bei der letzten Befragung hat Albert Kempf GmbH & Co. KG auch in diesem Jahr nicht an der CIR-Befragung teilgenommen und verweigert die Abgabe von Informationen an die Christliche Initiative Romero.
Das Fehlen jeglicher öffentlich zugänglicher Informationen zu der CSR-Politik des Unternehmens, das Fehlen eines Verhaltenskodex und seiner Umsetzung sowie sehr vage Informationen zu Unternehmensstruktur und Zulieferkette deuten darauf hin, dass sich das Unternehmen bisher nicht mit dem Thema Unternehmensverantwortung in den Produktionsländern und in der Zulieferkette auseinander gesetzt hat. Wie das Unternehmen Albert Kempf GmbH & Co. KG der öffentlichen Hand und anderen Verbraucher*innen die Einhaltung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte in der Zulieferkette bei der Herstellung der Uniformmützen effektiv nachweisen kann, bleibt offen. Ein effektives und transparentes Engagement im Bereich der Unternehmensverantwortung wären die Auferlegung eines umfangreichen Verhaltenskodex für die gesamte Zulieferkette, sowie der Beitritt des Unternehmens zu einer glaubwürdigen Multistakeholder-Initiative, wie z. B. der Fair Wear Foundation (FWF).

Ihr Ansprechpartner

Christian Wimberger

Christian Wimberger

Arbeitsrechte, verantwortliche öffentliche Beschaffung
Öffnet einen E-Mail-Link zum VersandwimbergernoSpam@ci-romero.de

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