Blücher GmbH

Hauptsitz: Erkrath
Geschäftsführung: Raik Schönfeld, Dr. Tobias Schulz-Isenbeck
Mitarbeiter*innen Weltweit: 190
Unternehmensumsatz: Unbekannt
Produktionsländer: USA und Deutschland
Produzierte/ vertriebene Marken: SARATOGA®, OUTFOX®

Das Unternehmen Blücher GmbH hat seinen Hauptsitz in Erkrath. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 190 Mitarbeiter*innen. Es ist spezialisiert auf die Entwicklung, die Produktion und den Verkauf von ganzheitlichen Schutzsystemen für Zivilschutz, Militär und Polizei.

1. Transparenz
Blücher GmbH hat sich entschieden und per Mail mitgeteilt, den Fragebogen nicht zu beantworten. Warum der Fragebogen nicht beantwortet wurde, hat das Unternehmen nicht erklärt. Das Unternehmen hat weder mitgeteilt, ob ein Verhaltenskodex vorliegt, noch ist ein solcher auf der Homepage verfügbar . Es sind keine ausreichenden Angaben zu Vertriebsstruktur und Umsatz im Internet vorhanden. Vage Angaben sind zu Produktionsstätten und Unternehmensstruktur zu finden. Das Unternehmen ist somit nicht besonders bemüht, transparent zu sein in Hinsicht auf Umsätze, Unternehmensstruktur, Zulieferketten, Produktionsländer, Sozialstandards und CSR.

2. Belieferung der öffentlichen Hand
Aufgrund der verfügbaren Informationen auf der firmeneigenen Homepage ist anzunehmen, dass der Anteil der Belieferung der öffentlichen Hand am Gesamtumsatz als wichtig einzustufen ist. Es ist jedoch nicht erkennbar, inwiefern der öffentlichen Hand Nachweise über die Einhaltung sozialer Standards erbracht werden müssen.

3. Struktur der Lieferkette
Ebenso sind über die Struktur der Lieferkette nur vage Angaben zu finden, so zum Beispiel, dass „Technologien und Systeme ausschließlich in hochmodernen Werken in den USA und in Deutschland produziert“ werden und dass „der gesamte Produktionsprozess vom Rohstoffeinsatz über die Zwischenprodukte bis hin zu komplexen Lösungssystemen in einer Hand liegt und ständig in eigenen Laboren intensiv begleitet und kontrolliert wird“ . Diese Aussagen machen aber auch deutlich, dass es dem Unternehmen vor allem um Aufzeigen von Qualitätstandards geht und nicht darum, wie die Arbeiter*innen behandelt werden.

4. Verhaltenskodex
Auf der firmeneigenen Homepage findet sich kein Hinweis auf einen allgemein zugänglichen Verhaltenskodex. Somit ist anzunehmen, dass sich das Unternehmen mit keinem öffentlichen Dokument zu internationalen Arbeits- und Sozialstandards in der Zulieferkette verpflichtet.

4.1 Kodexumsetzung
Blücher GmbH hat nicht öffentlich dokumentiert, inwiefern die ILO-Kernarbeitsnormen effektiv implementiert werden und inwieweit es Vorgaben gibt für Länder außerhalb Deutschlands, aus denen Waren bezogen bzw. in denen Waren produziert werden.

4.2 Kontrollen zur Einhaltung des Kodex
Es ist nicht bekannt, ob das Unternehmen Sozial- Audits bei seinen Lieferanten durchführt oder ob es andere Monitoring-Maßnahmen gibt.

4.3 Mitgliedschaften in Kontroll-, Monitoring oder Verifizierungsinitiativen
Gemäß den veröffentlichten Informationen auf der Homepage des Unternehmens ist es weder Mitglied einer Multistakeholder- noch einer Monitoring-Initiative.

4.4 Weitere Standards und Mitgliedschaften
Das Unternehmen verfügt über Management-Qualitätsstandards wie ISO 9001, aber, soweit auf der Homepage zu erkennen, nicht über Sozial- oder Umweltzertifizierungen.

5. Kommentar der CIR
Das Fehlen jeglicher öffentlich zugänglicher Informationen zu einem Verhaltenskodex oder dessen Umsetzung sowie sehr vage Informationen zu Zulieferkette und Unternehmensstruktur lassen vermuten, dass sich Blücher GmbH bisher nicht mit dem Thema Unternehmensverantwortung in den Produktionsländern bzw. im eigenen Konfektionsbetrieb auseinander gesetzt hat. Es sind uns keinerlei Mechanismen oder Kriterien bekannt, mit denen das Unternehmen die Einhaltung grundlegender Arbeitsrechte fördert und fordert. Wie das Unternehmen der öffentlichen Hand und anderen Verbrauchern die Einhaltung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte in der Zulieferkette bei der Herstellung der Bekleidung nachweisen kann, bleibt offen. Ein effektives und transparentes Engagement im Bereich der Unternehmensverantwortung wären die Auferlegung eines umfangreichen Verhaltenskodexes für die gesamte Zulieferkette sowie der Beitritt des Unternehmens zu einer glaubwürdigen Multistakeholder-Initiative wie der Fair Wear Foundation.

Ihr Ansprechpartner

Christian Wimberger

Christian Wimberger

Arbeitsrechte, verantwortliche öffentliche Beschaffung
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