Partner & Projekte – Honduras/LGBTI
Für LGBTI-Personen aus Honduras ist die sexuelle Orientierung eine Lebensgefahr.
Foto: Nora Bluhme

Stärkung der Rechte von LGTBI in Honduras

CDM setzt sich für eine inklusive Gesellschaft ein

Homo- und Transphobie (Feindseligkeit oder Hass gegenüber Schwulen, Lesben- und Transpersonen) ist in Honduras noch immer ein alltägliches Problem und nimmt in gezielten Ermordungen von LGBTI-Personen extreme Züge an (LGBTI ist eine englische Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual, Trans und Intersex). Allein zwischen 2009 und 2014 wurden in Honduras laut der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte 174 gewaltsame Tode von LGBTI-Personen registriert. Es wird allerdings vermutet, dass die Dunkelziffer weit höher liegt.

Auch strukturelle Gewalt ist ein großes Problem für LGBTI-Personen in Honduras: Wie in allen Ländern Mittelamerikas sind gleichgeschlechtliche Ehen gesetzlich nicht anerkannt. Viele Gesetze diskriminieren Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und erleichtern beispielsweise willkürliche Festnahmen von LGBTI-Personen. Und obwohl im Jahr 2013 in Honduras verschiedene Gesetze erlassen wurden, die einen besseren Schutz von LGBTI-Menschen ermöglichen, ist die Kluft zwischen formalen Rechten und der Realität, die die LGBTI-Bevölkerung erlebt, groß. Die existierenden Mechanismen für die Aufnahme und Verfolgung von Anzeigen bei (LGBTI-) Menschenrechtsverletzungen greifen nur schwach. Daher verwundert es nicht, dass es praktisch keine “Anzeigekultur” gibt. Dazu kommt eine enorm hohe Quote an Straflosigkeit. So wurden von 38 Tötungsdelikten in den Jahren 2014 und 2015 lediglich vier gerichtlich aufgearbeitet.

Gegen alte Denkmuster - für mehr gesellschaftliche Akzeptanz

Zivilgesellschaftliche Organisationen in Honduras sehen das gesellschaftliche Klima als einen grundlegenden Faktor für die hohe Gewaltbereitschaft LGBTI-Personen gegenüber. Vor diesem Hintergrund fordern sie den honduranischen Staat dazu auf, die zugrundliegenden Ursachen für die Gewalt gegen LGBTI anzugehen, die auf Vorurteilen gegenüber der sexuellen Orientierung basieren. Dazu gehören politische Maßnahmen ebenso wie öffentliche Kampagnen, um in der Bevölkerung ein Bewusstsein für gleiche Menschenrechte von LGBTI-Personen zu schaffen.

CDM: Projektarbeit für geschlechtliche Vielfalt

Das „Centro de Derechos de Mujeres“ (CDM) ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation mit dem zentralen Ziel, zur Entwicklung einer inklusiven Demokratie im Land beizutragen, die einen Schwerpunkt auf die Einhaltung und Ausübung der Rechte von Frauen und LGBTI legt. Mehr gesellschaftliche Akzeptanz, verbesserte gesellschaftliche Rahmenbedingungen und stärkerer staatlicher Schutz für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Honduras gehören zu den Zielen der Projektarbeit von CDM.  Seit über 20 Jahren setzt sich die Organisation gegen die vorherrschenden und von Ungleichheit geprägten Geschlechterbeziehungen in Honduras ein und fördert insbesondere die Unabhängigkeit und aktive Beteiligung von Frauen sowie LGBTI am gesellschaftlichen und politischen Leben. CDM arbeitet im aktuellen Projekt "Stärkung von LGBTI-Menschenrechten in Honduras" mit dem Red Lésbica Feminista „Las Cattrachas“ und dem Movimiento de Diversidad en Resistencia „MDR“ zusammen. Beide Gruppen sind bekannte Akteure in der LGBTI Arbeit und werden maßgeblich von ehrenamtlichen Aktivist*innen getragen. Das Projekt wird mit Mitteln des BMZ ko-finanziert.

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Ihre Ansprechpartnerin

Kirsten Clodius

Länderreferentin für Honduras
Öffnet einen E-Mail-Link zum VersandclodiusnoSpam@ci-romero.de

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