Adidas - Der Fall Ocean Sky

Ocean Sky Update

Die Fabrik Ocean Sky El Salvador, die auch für Puma und Adidas/Reebok produziert, hat kürzlich ihren Besitzer gewechselt. Welche Implikationen dies für die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter*innen hat, ist noch unklar.

Jedoch berichtet die CIR-Partnerorganisation Mujeres Transformandos (MT) von anhaltenden Arbeitsrechtsverletzungen in der Fabrik: Ocean Sky hat die Gehälter der Arbeiter*innen nicht verbessert, es gibt weiterhin ungerechtfertigte Entlassungen, es fehlt an Notausgängen und arbiträre Bestrafungen, sexuelle Belästigungen, Unfälle am Arbeitsplatz, exzessive Hitze sind nur einige der anhaltenden Missstände in der Fabrik. Auch hatte Ocean Sky zugesagt, dass sie den Verhaltenskodex publik machen würde und diesen den Arbeiter*innen bereitstellen würden, was nicht geschah.

Im Oktober 2011 wurde eine Vereinbarung zwischen dem Management von Ocean Sky und Mujeres Transformando unterzeichnet, die Schulungen, durchgeführt von MT, für Aufseher*innen und Management zu Themen wie Motivation, Verhandlungstechniken und Konfliktlösung vorsah. Diesen Trainings sollten Arbeitsrechts-Schulungen für alle Arbeiter*innen der Fabrik folgen. Nun befürchtet Mujeres Transformando, dass die Zusagen zu den Schulungen nicht weiter gehalten werden.

Erneut: Arbeitsrechtsverletzungen bei Ocean Sky

So schnell es positive Nachrichten über die Abstellung der meisten Missstände in der Fabrik Ocean Sky gab, so schnell relativieren sich diese nun nachdem der Medienrummel und die Aufmerksamkeit abgeflaut sind. Nach vielen Klagen von Arbeiter*innen wendet sich unsere Partnerorganisation Mujeres Transformando (MT) nun besorgt an die Fabrikbetreiber nachdem es zunächst zu schnellen Erfolgen nach Veröffentlichung des Berichts Anfang des Jahres gekommen war. Der Bericht des Instituts für globale Arbeits- und Menschenrechte und Mujeres Transformando über die Zustände in der Fabrik Ocean Sky in El Salvador hatte großes Aufsehen erregt. Die Fabrik und ihre Einkäufer, zu denen u.a. Adidas/Reebok, Puma, Gap und Columbia zählen, haben inzwischen zwar eingesehen, dass es gravierende Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in der Fabrik gab und sich dazu verpflichtet, diese Probleme zu beheben. Seitdem hat sich einiges getan, aber längst nicht genug und sogar weniger als zunächst gedacht.

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Zusammenfassung

Hintergrund

Hungerlöhne und verseuchtes Trinkwasser

CIR-Partnerorganisationen aus El Salvador berichten von gravierenden Missständen in der Fabrik Ocean Sky, die auch für Puma und Adidas/Reebok fertigt. 

Die ArbeiterInnnen berichteten von extremen Arbeitsdruck, erzwungenen Überstunden und Trinkwasser, das krank macht. In seiner Ausgabe vom 31.1.2011 griff DER SPIEGEL die Vorwürfe auf. Die CIR hat sich in Schreiben an Adidas und Puma sehr besorgt geäußert und die Markenfirmen aufgefordert, umgehend für eine Umsetzung der Arbeitsrechte in Ocean Sky zu sorgen.

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