Kampagne für Saubere Kleidung - Bangladesch
(c) Clean Clothes Campaign

Wo kommt meine Kleidung her?

4 Jahre nach Rana Plaza immer noch keine Transparenz

Am 24. April 2017 jährte sich der Einsturz der Fabrik Rana Plaza zum vierten Mal. Wir erinnern an die über 1.100 Menschen, die unter den Trümmern begraben wurden und fordern die Unternehmen anlässlich des Jahrestages dazu auf, endlich ihre Lieferketten offenzulegen und für sichere und würdige Arbeitsbedingungen Sorge zu tragen.

Warum eine Transparenzkampagne zum Jahrestag?

Die Intransparenz der Unternehmen macht es immer wieder schwer bis unmöglich, dass sich Arbeiter*innen und ihre Unterstützer*innen dafür einsetzen können, dass sie entschädigt und/oder die Arbeitsrechtsverletzungen beendet werden. Das geht nur dann, wenn bekannt ist, welches Unternehmen in welcher Fabrik nähen lässt. Deswegen fordert die Kampagne für Saubere Kleidung von den Markenunternehmen, ihre Lieferketten offenzulegen.

Unterstützen Sie die Petition – Befreit Bangladeschs Aktivist*innen aus der Haft!

Foto: © Rich LI, lLRF

Die Kampagne für Saubere Kleidung unterstützt die Petition des International Labour Rights Forum (ILRF), mit der Unternehmen wie H&M, C&A oder Inditex aufgefordert werden, sich für unrechtmäßig verhaftete Arbeiterinnen und Arbeiter einzusetzen.

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Willkürliche Verhaftungen von Gewerkschafter*innen während eines Streiks in Bangladesch

29. Dezember 2016 - Die Kampagne für Saubere Kleidung sorgt sich um die Sicherheit von Gewerkschafter*innen und Arbeiter*innen in Bangladesch. Einige von ihnen waren scheinbar willkürlich festgenommen worden, während sich Tausende Arbeiter*innen in Ashulia, einer Gegend in Dhaka, an einem Streik für höhere Löhne beteiligt hatten. Der Streik begann am 12. Dezember in der Windy Apparels Fabrik, die erst vor kurzem in den Nachrichten in Verbindung mit dem Tod einer Angestellten im Oktober erwähnt wurde. Die Fabrik produziert Kleidung für mehrere Markenunternehmen, darunter H&M, Inditex (dem die Marke Zara gehört), Esprit, Tesco, Arcadia, s.Oliver und Debenhams. Innerhalb kürzester Zeit nahmen auch umliegende Fabriken an dem Streik teil. Am 20. Dezember 2016 wurden 59 Fabriken geschlossen.

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Sicherheit am Arbeitsplatz in Bangladesch

Alliance for Bangladesh Worker Safety gibt Fortschritte bei der Sicherheitsmängelbehebung an, während Arbeiter*innen nach wie vor ihr Leben riskieren

21. November 2016 (Kampagne für Saubere Kleidung) - Ein Bericht des International Labour Rights Forum deckt massive Versäumnisse bei der Behebung von Sicherheitsmängeln in Zulieferfabriken von Mitgliedsunternehmen der Alliance for Bangladesh Worker Safety auf. Zudem werden viele der Fabriken auf der Webseite der Alliance als "on track" (auf Kurs) bezeichnet, obwohl sie schwerwiegende Sicherheitsmängel aufweisen.
Diese Einstufung verharmlost Versäumnisse der Unternehmen bei der Behebung schwerwiegender Mängel zu einem vereinbarten Zeitpunkt. Somit arbeiten Hunderttausende ArbeiterInnen weiterhin unter gefährlichen Bedingungen, die Kleider für Walmart, Gap, VF Corporation, Target und Hudson's Bay Company (HBC) sowie ihre europäischen Tochterunternehmen Asda, Galeria Kaufhof und Galeria Inno nähen.

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Wir haben es geschafft!

Rana Plaza Opfer werden jetzt entschädigt
Foto: CCC

Die erforderlichen 30 Millionen stehen für die Entschädigung der Opfer von Rana Plaza zur Verfügung

09. 06. 2015 - Der Rana Plaza Entschädigungsfonds erreicht 30 Mio. US-Dollar. Die vollständige Entschädigung der Hinterbliebenen und Verletzten ist damit sichergestellt.
Durch eine anonyme Einzahlung konnte die Finanzierungslücke von 2,4 Mio. US-Dollar, die für die vollständige Finanzierung der Entschädigungen noch fehlte, geschlossen werden. Bei dem Einsturz des Fabrikgebäudes in Bangladesch kamen im April 2013 über 1.100 Menschen ums Leben. Es dauerte über zwei Jahre bis Zahlungen von Bekleidungsunternehmen die erforderliche Entschädigungssumme von 30 Mio. US-Dollar erreichten.

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