„Frau Merkel, handeln Sie!“
„Discounter lassen überwachen – es ist Zeit, Discounter zu überwachen!“: Unter diesem Motto hat heute die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign / CCC) ein öffentliches Protestnähen vor dem Bundeskanzleramt in Berlin veranstaltet. Mit ihren surrenden Nähmaschinen verbanden die AktivistInnen deutschlandweit gesammelte Protestkarten, die an Bundeskanzlerin Angela Merkel gerichtet sind. Die Absender der Karten fordern weltweit verbindliche Sozialstandards in der Textilindustrie.
Über 400 Meter lang geriet das Band der Protestkarten – ein Blickfang nicht zuletzt für verschiedene anwesende TV-Teams, die über die Aktion berichteten.
Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert politisches Handeln, damit Discounter wie Kik, Aldi und Lidl gesetzlich verpflichtet werden, Arbeits- und Sozialstandards in ihren Produktionsstätten überall auf der Welt umzusetzen.
Das Kanzleramt teilte mit, dass es der Bundesregierung wichtig sei, das Thema verstärkt anzugehen. Verbindliche Zusagen, gesetzlich verpflichtende Regeln für internationale Unternehmen einzuführen, wurden jedoch nicht gemacht.








