Supermarktgiganten in Fokus
Der jüngste Bericht der Clean Clothes Campaign (CCC) Cashing In (deutsche Version "Kassensturz") zeigt wie Aldi, Lidl, Carrefour und WalMart ihre Marktmacht nutzen, um Preise zu drücken und auf schnelle Trendwechsel zu reagieren. Doch dieses Geschäftsmodell hat einen Preis: Am andern Ende der Lieferkette schuften FabrikarbeiterInnen für einen Hungerlohn bis zu über 80 Stunden pro Woche.
Als Giganten auf dem globalen Markt tragen die wesentlich Verantwortung für die fehlende Umsetzung von Arbeitsstandards, denn durch ihre enorme Größe und ihre Marktmacht sind sie die eigentlichen Anführer, und nicht die Mitläufer der lobalen Abwärtsspirale im Bereich der Arbeitsbedingungen.
Kassensturz ist auch ein Bericht über die Bekleidungsindustrie, denn die Bedeutung der Supermärkte im der Bekleidungsindustrie wird oftmals unterschätzt. Heute kauft jeder zweite Deutsche Kleider in einem Discounter wie Aldi oder Lidl, und Carrefour ist in Europa der viertgrösste Kleiderhändler. Millionen von ArbeiterInnen schuften in Produktionsstätten für die Supermärkte und bezahlen direkt dafür bezahlen, dass eine Jeans heute für weniger als 10 Euro zu haben ist.
So wurde die Studie erhoben:
Die CCC hat 440 ArbeiterInnen in 30 Fabriken befragt, die alle für die fünf Discounter Walmart, Tesco, Carrfour, Lidl und Aldi produzieren. Zusätzlich wurden Interviews mit lokalen NGO- und Businessvertretern, sowie mit fünf direkten Angestellten der Discounter, sechs Zwischenhändlern, zwölf Fabrikmanagern und zwei Beratern für ethischen Handel durchgeführt. Die Studie fand in den vier Ländern Sri Lanka, Indien, Bangladesh und Thailand statt.
- Den Bericht "Kassensturz" können Sie hier auf deutsch bestellen.
- Bericht: Cashing In (englisch)
- Bericht: rapport cash (französisch)





