Adidas - Der Fall Hermosa

Petition eingereicht

Estela Ramirez, die Sprecherin der Hermosa GewerkschafterInnen, im Interview mit der Zeitung "La Prensa Grafica"
Estela Ramirez, die Sprecherin der Hermosa GewerkschafterInnen, im Interview mit der Zeitung La Prensa Grafica
Übergabe der Resolution an die FMLN Abgeordnete Emma Julia Fabian
Übergabe der Resolution an die FMLN Abgeordnete Emma Julia Fabian
Die UnterzeichnerInnen der Petition
Die UnterzeichnerInnen der Petition

Seit Mai 2005 kämpfen die entlassenen Hermosa-GewerkschafterInnen für ihre Rechte. Die CIR hat sie dabei eng begleitet und den Fall zu einer Eilaktion der CCC gemacht.

Dank der vielfältigen Proteste in Europa und den USA wurde im Dezember 2006 ein Nothilfefonds für die ArbeiterInnen ins Leben gerufen, in den auch adidas ca 17.000 US-Dollar eingezahlt hat. Eine geringe Summe im Verhältnis zu dem, was den ArbeiterInnen eigentlich zusteht. Die CCC hat – neben der Verantwortung der Markenunternehmen – immer auch die Verantwortung der Regierung El Salvadors für die Arbeitsrechtsverletzungen betont. Am 29.10.07 veröffentlichte adidas ganzseitige Zeitungsanzeigen in den beiden großen Zeitungen El Salvadors. Der Konzern kritisiert darin die Regierung scharf: Sie habe unzureichend auf die Kommunikationsversuche von adidas reagiert und gemachte Versprechen, wie den Zugang zum Gesundheitssystem für die Entlassenen, nicht gehalten. In den Zeitungsanzeigen fordert adidas die Regierung auf, endlich die notwendigen Schritte zu unternehmen. Sollte sich die arbeitsrechtliche Situation in den Maquilas El  Salvadors nicht verbessern, so adidas, sehe sich der Weltkonzern genötigt, sich aus El Salvador zurück zu ziehen. Die entlassenen Hermosa-GewerkschafterInnen brachten, gemeinsam mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft (Gewerkschaften, Frauenorganisation u. a. – viele davon CIR-PartnerInnen) am 31.10. über die FMLN, die Linksparte El Salvadors, eine Petition ins Parlament ein. Ziel ist, den Arbeitsminister im Rahmen einer aktuellen Stunde zu befragen, wie es zu all den Arbeitsrechtsverletzungen kommen konnte und noch immer kommt. Ebenfalls am 31.10. gaben die Hermosa-GewerkschafterInnen eine gutbesuchte Pressekonferenz in den Räumlichkeiten des salvadorianischen Parlaments. Die drohenden Arbeitsplatzverluste schrecken auch die rechten Medien und UnternehmerInnen des Landes auf.

© 2017 Christliche Initiative Romero e.V.