Kampagne für Saubere Kleidung - Outdoor
Studie zu Outdoor-Markenfirmen
Gespaltene Branche: Zweifelhafte Geschäftsgebaren im Zeichen von Freiheit und Abenteuer – aber auch ernsthaftes Bemühen um Arbeitsrechte
Die Kampagne für Saubere Kleidung hat das Selbstbild und tatsächliche Geschäftsgebaren von 15 international tätigen Unternehmen der Outdoor-Bekleidungsbranche eingehend untersucht. Mit ernüchternden Resultaten. So treffen einige VertreterInnen der Branche keinerlei Vorkehrungen für eine Mitbestimmung von ArbeiterInnen in Produktionsländern, in denen Gewerkschaftsfreiheit nicht existiert. Wieder andere Unternehmen verzichten gänzlich darauf, sich für die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten bei der Herstellung ihrer Produkte zu engagieren. Löhne, die für ein Leben in Würde nicht ausreichen, verzeichnet die Kampagne für Saubere Kleidung ebenso wie im Fall des schwedischen Herstellers Fjällräven fehlende Obergrenzen für Überstunden, wodurch exzessiver Mehrarbeit in den Fertigungsstätten Tür und Tor geöffnet ist.
Bereits im Jahr 2009 hatte die Kampagne für Saubere Kleidung erstmalig Selbstbild und Realität der Outdoor-Bekleidungshersteller in einer eigenen Untersuchung überprüft. Erfreulich für die Kampagne: Bei der Untersuchung im 2ten Jahr (2010) präsentierten sich die Unternehmen der Branche transparenter als bei der Befragung 2009.
Dieser positive Trend (vgl. Up-Date Outdoor-Profile 2011) setzte sich fort. Einige Unternehmen sind Mitglied der Multi-Stakeholder-Initiative Fair Wear Foundation geworden. Diese fordert in ihrem Kodex u.a. die Zahlung eines Lohns, der die Grundbedürfnisse der ArbeiterIn und der von ihr/ihm abhängigen Familienmitglieder befriedigt. Die Einhaltung des Kodex wird unabhängig überprüft.
Andere Unternehmen sind Mitglied der Fair Labor Association. Ein Fortschritt. Jedoch verlangt die FLA keinen Grundbedürfnislohn.



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