Öffentliche Beschaffung - Computer

Buy IT Fair – sozial-ökologische Beschaffung von Computern

High-Tech-Sweatshops

Computer sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen weltweite Kommunikation und auch ihre Produktion ist längst Teil eines globalen Prozesses. Ein Großteil der Produktion findet heute in so genannten Niedriglohnländern, oftmals in Export­produktionszonen, statt. In Südostasien und China, aber auch in Osteuropa sind Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter damit beschäftigt, die neuesten Innovationen im IT-Sektor umzusetzen, in Fließbandarbeit stellen sie für Konsumenten und Konsumentinnen vor allem aus dem globalen Norden die neuesten Modelle her. Insbesondere junge Frauen arbeiten unter unsicheren, prekären Bedingungen in der Computerproduktion. Die Arbeitswelt in der IT-Industrie ist zudem geprägt von einem hohen Anteil an Migrantinnen und Migranten, wie z.B. in der Tschechischen Republik oder in Malaysia, als auch Wanderarbeiter/innen im eigenen Land wie in China. Da ihre Aufenthaltsgenehmigung an den Arbeitsvertrag gebunden ist, sind sie besonders leicht auszubeuten. In der Krise sind sie wie auch die Leiharbeitskräfte der Flexibilitätspuffer der Industrie. Die Probleme in der Computer­industrie variieren nach Standort, weltweit verbreitet sind jedoch die hohe Jobunsicherheit, die niedrigen Löhne, in der Regel extensive Arbeitszeiten sowie ein gewerkschaftsfeindliches Verhalten vieler Unternehmen. Zudem kommen die Beschäftigten in der Produktion mit toxischen Stoffen wie z.B. Industriealkohol oder bromierten Flammschutzmitteln in Kontakt. In Folge eines unzureichenden Arbeits­schutzes sind Hautkrankheiten, ein erhöhtes Krebsrisiko, Atemwegsbeschwerden und eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit immer wieder auftretende Phänomene, welche die Industrie seit Jahrzehnten begleiten.

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