Lidl im Fokus

Hauptsache billig?

Lidl gehört zur Schwarz-Unternehmensgruppe mit Sitz in Neckarsulm. Der Discounter hat einen Umsatz von schätzungsweise 59 Mrd. Euro (2008). Lidl beschäftigt über 150.000 Mitarbeiter, davon rund 50.000 in Deutschland.  Der ehemalige  Konzernchef Dieter Schwarz baute seit Kriegsende die Lidl-Stiftung auf, zu der neben Lidl selbst auch Kaufland und der Handelshof gehören. Dieter Schwarz, dessen Privatleben noch besser geschützt ist als das der Brüder Albrecht, hat seinen Konzern in ein Geflecht aus Stiftung und Beteiligungsgesellschaften eingebettet, das eine Übernahme als auch nur das Einmischen Dritter verhindert. In Deutschland betreibt Lidl 35 Regionalgesellschaften, die wiederum etwa 3.000 Filialen betreuen. Diese komplexe Struktur erschwert den Zugang zu konkreten Zahlen den Gewinn des Unternehmens betreffend wie zu anderen relevanten Informationen. Grundsätzlich ist das Unternehmen darauf bedacht, wenig über das interne Management öffentlich zu machen, sodass es selbst in der Fachpresse zu Gewinnen nur Schätzungen gibt.

Das Schwarz-Imperium begann erst in den siebziger Jahren, stark zu expandieren. Lidl verzichtet darauf, mit festen Partnern zu kooperieren. Stattdessen wird auf Verkaufsflächen von 800 bis 1.400 Quadratmetern gehandelt mit dem, der gerade die tiefsten Preise hat. Das Sortiment umfasst rund 1.500 Artikel. Darunter sind auch viele Markenartikel.

Soziale Unternehmensverantwortung

Zahlreiche Studien der Kampagne für Saubere Kleidung belegen Arbeitsrechtsverletzungen in Lidl-Zulieferbetrieben. Aufgrund wachsender Kritik trat LIDL 2007 der BSCI (Business Social Compliance Initiative) bei.

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