Öffentliche Beschaffung - Was wird eingekauft?

Die Einkaufsliste des Staates
Von A wie Arbeitsbekleidung bis Z wie Zement
Über 50 Milliarden Euro von den Gesamtausgaben der Öffentlichen Hand, besitzen, laut einer MC Kinsey Studie, eine Relevanz für die so genannten grünen Zukunftsmärkte. Darunter fallen u.a. Verkehrswege, Gebäudebau, IT-Produkte, Energiebeschaffung, etc. Nach Aussagen einer von der europäischen Komission in Auftrag gegebenen Studie könnte die öffentliche Hand nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch viel einsparen, würde sie konsequent ökologische Kriterien bei der Vergabe anwenden. Auch bei der Einhaltung von Arbeitsrechten wird Geiz ist Geil am Ende teurer. Wegen Dumpinglöhnen müssen ArbeiterInnen ihr mageres Gehalt aufstocken. Weil das billigste Produkt den Zuschlag erhält werden weltweit grundlegende Arbeits- und Menschenrechte verletzt. Die Einhaltung sozialer Kriterien müssen sowohl in Bezug auf hiesige Arbeitsrechte wie Tariftreue und Mindeslöhne gefordert werden, als auch bei Produkten, die im globalen Süden hergestellt wurden, wie z.B. Textilien (Arbeitsbekleidung, z.B. Polizei, Müllabfuhr, Feuerwehr, Gärtner, Krankepfleger...), Technik (Autozubehör, Computer, IT-Geräte), Nahrungs- und Genussmittel (Kaffee, Obst, tiefgefrorenes Gemüse, z.B. in Kantinen, Kindergärten, Pflegeheimen, Krankenhäusern) um nur eine Auswahl zu nennen. Im CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung haben sich Organisationen zusammengeschlossen, die seit vielen Jahren zur Einhaltung sozialer und ökologischer Kriterien bei unterschiedlichen für die öffentliche Hand relevanten Produkten arbeiten, wie z.B. die Christliche Initiative Romero im Bereich Textilien, WEED im Bereich Computer, vamos und FIAN im Bereich Blumen oder Germanwatch im Bereich Ökostrom.



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