"GRÜNE" MODEFIRMEN?

Untersuchung von Firmen, die nach eigener Darstellung Kleidung nachhaltig fertigen.

(Ergebnisse zu den Unternehmen finden Sie durch einen Klick auf das jeweilige Logo rechts)

Die Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) hat in Kooperation mit Südwind Österreich und dem Polish Green Network eine Untersuchung von Modefirmen durchgeführt, die sich nach eigenen Aussagen einer sozial und/oder ökologisch fairen und nachhaltigen Mode verschrieben haben. 

Im Zeitraum von Juni bis Dezember 2011 wurden ca. 1000 Unternehmen angeschrieben, die vor allem für den deutschen Textilmarkt relevant sind. Es handelt sich sowohl um kleinere Unternehmen mit wenig Filialen und Mitarbeiter*innen und einem beschränkten Umsatz als auch um mittlere und größere Unternehmen. Es wurden auch Unternehmen befragt, die nur einzelne „grüne Produktlinien“ führen. Unternehmen, die nahezu ausschließlich in sogenannten Industrieländern produzieren, wurden ebenfalls mit in die Befragung integriert. 

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Einhaltung grundlegender Arbeitsrechte

Wenn auch die beiden Themenfelder der ökologischen und sozialen Unternehmensverantwortung in einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zusammengehören, muss folgendes unterschieden werden: Ökologische Standards in der Produktion können und werden durch externe Kontrollen von Zertifizierungs- und Überprüfungsinstituten erfasst. In der Folge kann die Implementierung des Standards vorangetrieben und mit Hilfe technischer Tests geprüft werden. Im Bereich der Sozialstandards erweist sich die alleinige Überprüfung mittels Sozial-Audits als problematisch, denn die in den Kontrollen erzielten Ergebnisse bleiben nur oberflächlich. Entscheidend für die Durchsetzungskraft der sozialen Komponente nachhaltigen Wirtschaftens ist die klar definierte Zielsetzung des Unternehmens; dies schließt das komplette Einkaufsverhalten des Unternehmens ein.

Hintergrundinformationen

Arbeitsrechtsverletzungen in der Bekleidungsproduktion

 Die Produktion von Bekleidung findet in hochkomplexen Zulieferketten statt, die sich über den gesamten Globus verteilen. Die Lieferkette bei der Herstellung von Bekleidung reicht von der Rohstoffgewinnung oder der Produktion der Chemiefaser über die Produktion von Stoffen und Garnen (Weberei und Spinnerei), das Färben und das Design bis zur Konfektionierung und dem Verkauf im Handel. Die unterschiedlichen Herstellungsschritte und die stark globalisierte Produktion stellen hierbei einen der Hauptgründe dar, weshalb die Kontrolle von Umweltauflagen und Arbeitsrechten so komplex und schwierig ist. Im Zuge der Technologisierung ist die textile Kette mit Ausnahme des Baumwollanbaus und der Konfektionierung stark automatisiert worden. 

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"GRÜNE" MODEFIRMEN?

© 2016 Christliche Initiative Romero e.V.