
- Der verantwortliche Bischof für die Landpastoral in Guatemala, Bischof Alvaro Ramazzini, mit der Geschäftsführerin der Landpastoral, Ursula Roldán, bei einem Gespräch, das von NGOs mit dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit arrangiert wurde.
Landpastoral im Hochland auf der Seite der Kleinbauern
Die Landpastoral in Guatemala ist eine der wichtige Akteure in der Landfrage. Vorsitzender der Landpastoral ist der engagierte Bischof der Diözese San Marcos, Alvaro Ramazzini, in der es sehr viele arme Kleinbauern und Kleinbäuerinnen gibt. Die Armut in Guatemala konzentriert sich insbesondere auf die ländlichen Gebiete, meist indianisch besiedelte Gebiete. Einerseits ist die Bodenkonzentration ein Problem, andererseits fehlt den Kleinbauern häufig technische Assistenz, Kreditzugang sowie Beratungsdienste. Die Landpastoral bietet den Kleinbauern Beratung zur Verbesserung ihrer Produktionsweise sowie ihrer Vermarktung an. Ferner vermittelt die Landpastoral vor öffentlichen Institutionen die Interessen der Kleinbauern, damit die Landwirtschaftspolitik besser auf die Zielgruppe der Kleinbauern eingeht.
Landpastoral und Kaffee
Aktiv begleitet die Landpastoral Quetzaltenangos die Kaffeebauern des guatemaltekischen Hochlands, damit diese nicht von den Exportfirmen, die den Kaffee aufkaufen, über den Tisch gezogen werden. Sie unterstützen auch die Kaffeepflücker, damit ihre Arbeitsrechte von den Fincabesitzern besser geachtet werden. Die Landpastoral hat u.a. die Entstehung der Vermarktungsorganisation „manos campesinas“ unterstützt. Sie begleitet aber auch die Gerichtsprozesse der gewerkschaftlich organisierten und willkürlich entlassenen Arbeitskräfte der Finca Nueva Florida. Die Landpastoral will in Zukunft an den runden Tischen zur Etablierung des 4C-Kaffeekodex vor Ort mitarbeiten. Da Bischof Ramazzini die Anliegen der Kleinbauern am Herzen liegen, sitzt er der Landpastoral als dafür verantwortlicher Bischof in der Bischofskonferenz vor.
Unterstützung der CIR
Die CIR unterstützt die Landpastoral bei deren Organisierung und bei der Rechtsberatung für Campesinos und Landarbeitern unterstützt. Es geht dabei um technische Beratungsleistungen für bessere Produktion, wie im Fall der Finca Nueva Florencia in Colomba Costa Cuca, aber auch um rechtliche Beratung, wenn es zu willkürlichen Entlassungen auf den Fincas kommt oder wenn Landtitel rechtlich abzusichern sind. Konkret wird die Landpastoral in Quetzaltenango wie in San Marcos unterstützt.
Spendenstichwort „Landpastoral in Guatemala“.


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