Honduras
Unter Soldatenstiefeln bleibt kein Raum für das Recht: Militärpatrouille in Honduras.

Vater von inhaftiertem Studenten in Honduras nach Protest ermordet

Von Dieter Drüssel

Tegucigalpa, 27.06.2017 (amerika21) - In Honduras ist der Vater eines inhaftierten Studentenaktivisten nach einem öffentlichen Protest ermordet worden. Der 50-jährige Roberto G. wurde Ende vergangener Woche erschossen. Am Tag vor der Bluttat hatte er mit einem Protestplakat vor dem Gerichtsgebäude demonstriert, in dem sein Sohn zusammen mit anderen 19 Studierenden der Prozess wegen einer Besetzung der Nationalen Universität (UNAH) am vergangenen 24. Mai gemacht wurde. Robert G. gab vor dem Gerichtsgebäude dem Kabelsender HCH ein Interview.

Mehr lesen

Eilaktion: Schutz für Berta's Mitstreiter*innen!

Lenca stehen im Widerstand gegen das Industrieprojekt Agua Zarca zusammen
Foto: COPINH

Weitere Mitglieder des Zivilen Rates der indigenen und Basisorganisationen Honduras (COPINH) haben am 21. Juni 2017 akute Todesdrohungen erhalten. Die Organisation setzt sich für die Menschen ein, deren Land und Heimat durch das industrielle Staudammprojekt Agua Zarca bedroht ist. Doch die Machtelite und der Staudammbauer DESA, die dahinter stecken, unterdrücken den Widerstand wo es nur geht. Dem Nachfolger der 2016 ermordeten COPINH-Koordinatorin Berta Caceres, Francisco Javier Sánchez, drohten bewaffnete Männern an, seine Kinder zu erschießen!

Deshalb wendet sich COPINH an die internationale Gemeinschaft und bittet um Solidarität:

Senden Sie eine Email an diejenigen, die eigentlich für den Schutz ihres Volkes verantwortlich sind, und stattdessen mit DESA und den gewaltbereiten Gegnern von COPNIH gemeinsame Sache zu machen scheinen:

Mehr lesen

Prozess gegen vier Angeklagte im Mordfall Berta Cáceres

Angehörige fordern Aufklärung über Auftraggeber. Rückzug europäischer Entwicklungsbanken aus Wasserkraftprojekt steht aus.

Von Honduras Delegation

Tegucigalpa, 20.06.2017 (amerika21) - In Honduras steht die Hauptverhandlung gegen vier der acht wegen Mordes an der Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres Beschuldigten unmittelbar vor der Eröffnung. Teil der Anklage ist auch der versuchte Mord an dem mexikanischen Aktivisten Gustavo Castro, der sich in der Tatnacht im Haus von Cáceres befand und das Attentat überlebte. Ein honduranisches Gericht beschloss die lange erwartete Eröffnung des Verfahrens am vergangenen Dienstag.

Mehr lesen

Attentat gegen Gewerkschaftsführer bei Melon Export S.A. (ehemalige Fyffes Plantage)

Moisés Sanchez war früher selbst Melonenarbeiter und setzt sich jetzt in der Gewerkschaft STAS für die Rechte der Arbeiter*innen ein. Foto:CIR

Der Generalsekretär der Gewerkschaftsvertretung von STAS in der Fabrik Melon Export S.A., Moisés Sanchez, wurde Opfer eines Attentats. Sein Bruder wurde dabei schwer verletzt und ist im Krankenhaus. Die beiden Männer waren von Unbekannten mit Macheten überfallen worden. Sie drohten Moisés zu töten, wenn er nicht aufhöre, sich für die Rechte der Arbeiter*innen in der Melonenproduktion für Fyffes einzusetzen.
Der Vorfall verunsichert die Gewerkschaftsmitglieder von STAS zutiefst. „ Jetzt laufen wir nicht nur Gefahr unsere Arbeit zu verlieren, sondern auch unser Leben“, heißt es in einer Nachrichtenmeldung des Gewerkschaftsverbands FESTAGRO.
Inzwischen versucht Sanchez, Anzeige zu erstatten und daraufhinzuwirken, dass der Vorfall polizeilich untersucht wird und die Täter nicht straffrei bleiben.

Mehr lesen

Protestaktion: Gerechtigkeit für Fyffes-Arbeiter*innen

Gravierende Arbeitsrechtsverletzungen, ungerechtfertigte Entlassungen und Unterdrückung der Gewerkschaftsfreiheit in der Melonenproduktion

20.02.2017  (CIR) -  Das irische Unternehmen Fyffes ignoriert schon lange ernsthafte Verstöße gegen internationale Arbeitsstandards in ihren Tochterfirmen Anexco in Costa Rica, Melon Export SA sowie bis noch vor kurzem Suragroh in Honduras. Es sind vor allen Dingen Frauen, die in dieser Industrie unter empörenden Bedingungen für den Export arbeiten.

Wir setzen uns für Gewerkschaftsfreiheit und Fairness für Fyffes-Beschäftigte ein.

Jetzt Mitmachen!

Mehr lesen

Copinh-Sprecher: Siemens Komplize beim Mord an Berta Cáceres

Foto: amerika21

Von Daniela Dreißig

München, 09.02.2017 (amerika21) - Ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen hat die Siemens AG bei der diesjährigen Hauptversammlung aufgefordert, ihre unternehmerische Selbstverpflichtung zur Wahrung der Menschenrechte in allen Bereichen der Liefer- und Abnehmerkette einzuhalten. Siemens steht in vielen Ländern durch die Lieferung an Energieprojekte wie Agua Zarca in Honduras, Belo Monte und Jirau in Brasilien sowie an Windenergieanlagen in Mexico und in der Westsahara in der Kritik. Sogenannte "grüne Energieprojekte", an denen der Konzern durch seine Beteiligung eine Mitverantwortung an Menschenrechtsverletzungen und Landraub habe, so die gemeinsame Pressemitteilung.

Mehr lesen

Ich möchte mit einer Spende helfen!

© 2017 Christliche Initiative Romero e.V.