Hurrikan in Nicaragua

- Das warme Wasser der Karibik ließ die Kraft des Hurrikans noch einmal wachsen: "Felix" vor der Küste von Nicaragua und Honduras.

- Wegen Überschwemmungen sind viele Gebiete an der nicaraguanischen Atlantikküste nur schwer erreichbar

- Evakuierung in San Pedro Sula (Nordost-Honduras).

- In Belize City schaut diese Familie ängstlich gen Himmel: Alle Vorhersagen gehen davon aus, dass "Felix" über den kleinen zentralamerikanischen Staat hinwegfegen wird.

- In Honduras brachten sich 5.000 Menschen vor dem Sturm in Sicherheit. Am Morgen erreichte "Felix" Honduras.
Der Hurrikan Felix erreichte Anfang September mit der höchstmöglichen Stärke 5 und fast 300 km/h Windgeschwindigkeit die nicaraguanische Atlantikküste zwischen Puerto Cabezas und der Grenze zu Honduras.
Trauriges Resultat:
Obwohl die Region nur sehr schwach besiedelt ist, gab es nach mittlerweile offiziell bestätigten Informationen über 300 Tote, da viele Fischer der Miskito-Indigenas, die sich auf den der Küste vorgelagerten Cayos Miskitos aufhielten, nicht mehr rechtzeitig das Festland erreichten. Zunächst war damit gerechnet worden, dass primär Honduras und Belize betroffen sein würden, aber der Hurrikan änderte seinen Kurs, was die Vorwarnzeit reduzierte. Über 50.000 Menschen wurden durch den Hurrikan obdachlos, große Waldgebiete zerstört. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist erst Tage später deutlich gworden.
Die Hilfsbereitschaft im In- und Ausland war groß, problematisch war jedoch die schlechte Zugänglichkeit der betroffenen Gebiete, da diese nicht auf dem Landweg erreicht werden konnten. Nun bleibt abzuwarten, ob es sich nur um eine kurzfristige Hilfe handelt, oder ob die Menschen, die zu den Ärmsten in Nicaragua gehören, auch langfristig beim Wiederaufbau unterstützt werden.
Die CIR ruft zu Spenden für die Opfer des Hurrikans auf:
Die Partnerorganisation der CIR, das Evangelische Studienzentrum CIEETS, hat in sieben indigenen Gemeinden der moravischen Kirche Nothilfe geleistet. Die insgesamt 6.000 EinwohnerInnen werden mit Lebensmitteln versorgt und medizinisch betreut. Nach Angaben von CIEETS wird dies auch in den nächsten Wochen noch Schwerpunkt ihrer Unterstützungsarbeit sein müssen, da der Hurrikan die Ernten der BewohnerInnen zerstört hat. Neben der Nothilfe wird aber auch der Wiederaufbau unterstützt - einschließlich psychologisch-pastoraler Hilfe.
Spenden Sie bitte jetzt (Stichwort: Nicaragua)!
Weitere Informationen:
- Hurrikan Felix wirbelt nicaraguanische Geschichte auf (Jeannette Büsser, Cooperantin Eirene Schweiz, 10. Oktober 2007)
- Erste Eindrücke und Bilder (Uwe Müller, 07. September 2007)
- Nicaragua leidet unter Felix (tagesschau, 06. September 2007)
- Felix reißt mehrere Menschen in den Tod (SPIEGEL ONLINE, 05. September 2007)


