Nicaragua

Neues Gesetz gegen Gewalt an Frauen verabschiedet
Die nicaraguanische Nationalversammlung verabschiedete am 26. Januar 2012 mit großer Mehrheit ein neues Gesetz gegen Gewalt an Frauen, das neue Strafen für die Täter, aber auch Präventionsmaßnahmen und Hilfen für die Opfer vorsieht. Es werden verschiedene Formen von Gewalt gegen Frauen als neue Straftatbestände definiert, einschließlich des Frauenmordes (Feminizid). Als Frauenmord wird ein Verbrechen definiert, wenn „ein Mann einen Mord im Rahmen ungleicher Machtverhältnisse zwischen Mann und Frau im öffentlichen oder privaten Bereich verübt“.
Zwischen Ehrengästen, Blumen und Musik übernahm der Präsident sein Amt
El Nuevo Diario, 11. Januar 2012.Die offizielle Veranstaltung hat noch nicht begonnen. Es ist 17.10 Uhr, die Plaza de la Revolución liegt in der Sonne, überall sieht man Blumen, fünf Enkelkinder des Präsidenten Daniel Ortega rennen vor der Hauptbühne herum, auf der Westseite treten fünf Generalkommissare mit ihren Frauen auf und hinter ihnen wartet noch eine lange Reihe von Menschen darauf, auf ihre Plätze zugewiesen zu bekommen.
Neues Gesetz gegen Gewalt gegen Frauen
El Nuevo Diario, 15. November 2011. Sandra Ramos, Repräsentantin der Arbeiterinnen- und Frauenbewegung "Maria Elena Cuadra", machte deutlich, dass das neue Gesetz zwar kein Sieg, aber auch keine Niederlage sei, sondern eben ein Schritt im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen.
"Dies ist ein weiterer Schritt zum Aufbau eines Nicaraguas für Männer und Frauen wie wir es wollen. Aber es garantiert noch nicht, dass der Gesetzesvorschlag so wie er erarbeitet wurde, durchkommt. Jetzt müssen wir darum kämpfen, dass dieses Gesetz nicht noch weiter gekürzt wird, als es bereits wurde“, sagte Ramos.
Nicaragua nach den Wahlen
Ipade: "Es gab keine Voraussetzungen für freie und gerechte Wahlen"
El Nueve Diario, 9. November 2011. In seinem vorläufigen Bericht über die Wahlen schrieb das Institut für Demokratie und Entwicklung, Ipade, der CSE habe sich als unfähig erwiesen, Voraussetzungen für freie und gerechte Wahlen zu schaffen. Man könne jedoch nicht feststellen, ob es Wahlbetrug gegeben habe, da 40% seiner Beobachter keinen Zutritt zu den Wahllokalen hatten.
Zeit zur Umkehr
Die Kirche und das System Ortega
In Nicaragua herrscht ein Bündnis zwischen der FSLN-Regierung und Teilen des katholischen Klerus’. Welche Hintergründe haben zu dem Schulterschluss geführt? Und was bedeutet dieser für die Kirche?
Kürzlich ist in Brasilien der große katholische Theologe José Comblin gestorben. Comblin war Belgier und arbeitete viele Jahre in Chile und Brasilien. Verschiedene Male besuchte er Nicaragua und Mittelamerika. Comblin sagte einmal: „Die Religion nimmt immer mehr Raum in der Kirche ein, so viel, dass sie das Evangelium verdeckt.“ Am Beispiel Nicaraguas möchte ich diese Aussage konkretisieren.
Frauenkonferenz: Zunahme von Strafanzeigen gegen Jugendliche wegen Abtreibung
Mexiko-Stadt, 26. Mai 2011, cimac/poonal. Am 25. Mai dieses Jahres fand in Managua die „Zweite Nationale Konferenz für Gesundheit und Leben der Frau“ (Segundo Encuentro Nacional por la Salud y la Vida de las Mujeres) statt, an der 63 Menschenrechtsorganisationen und mehr als einhundert Frauen aus den verschiedenen Regionen des Landes teilnahmen.
Sängerinnen starten Kampagne für Frauenrechte: „Todas juntas, todas libres“
Mexiko-Stadt, 25. Februar 2011, cimac. Frauenorganisationen haben gemeinsam mit den drei Sängerinnen Gabriele Baca, Elsa Basil und Clara Grün die Kampagne “Todas juntas, todas libres” (Alle gemeinsam, Freiheit für alle) gestartet. Damit wollen sie Frauenrechte stärken und einfordern, heißt es auf der Internetseite des Feministischen Internationalen Radios FIRE (Radio Internacional Feminista), die ebenfalls MitorganisatorInnen der Kampagne sind.


Diese Website wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union betreut. Die darin vertretenen Standpunkte geben die Ansicht der Christlichen Initiative Romero wieder und stellen somit in keiner Weise die offizielle Meinung der Europäischen Gemeinschaft dar.
Das DZI bescheinigt der Christlichen Initiative Romero einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.