Quo vadis, Nicaragua?

Dossier zu den aktuellen Entwicklungen nach den Wahlen
FSLN-Anhänger blockieren Zufahrtswege, um den "Marsch gegen den Wahlbetrug" von Seiten der Opposition zu verhindern.
Bei den eigenen Demonstrationen der FSLN-Anhänger gegen die Opposition fuhren auch auch offizielle staatliche Fahrzeuge mit.
Bewaffnete FSLN-Anhänger gehen gegen den Aufmarsch der Opposition vor.
Trotz der Angriffe realisierte die Opposition den Aufmarsch gegen den Wahlbetrug.

Die Opposition in Nicaragua spricht von einem Wahlbetrug der FSLN und organisiert einen "Marsch gegen Wahlbetrug". Dieser wird von AnhängerInnen Ortegas angegriffen. Die Sorge vor einer eskalierenden Gewalt beider Seiten und einer Entdemokratisierung wächst. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis gewannen die linksgerichteten Sandinisten in 101 der 146 Kommunen die Mehrheit. Die liberale Opposition fordert jedoch die Annullierung wegen zahlreicher Unregelmäßigkeiten.


Mehrere Verletze bei Protest gegen die Regierung

Die Anhänger des sandinistischen Präsidenten Daniel Ortega, die den Sieg bei den Kommunalwahlen vom 9. November für sich reklamieren, blockierten für mehrere Stunden wichtige Straßen, um die Bewegungsfreiheit des Oppositionspolitikers Eduardo Montealegre einzuschränken. Ein aktueller Artikel über die eskalierende Gewalt in Nicaragua.


Ortegas autoritärer Abrutsch

„Entweder wir akzeptieren ohne zu mucken die Dominanz der aktuellen Regierung oder wir leisten Widerstand, und die Regierung stoppt ihren Rachefeldzug erst wenn sie uns zerstört hat“, so Gioconda Belli in einem Artikel von El Pais zur aktuellen Situation in Nicaragua. CIR-Vorsitzende Anne Nibbenhagen hat den Artikel übersetzt.

  • El País, 18.10.2008. Ortegas autoritärer Abrutsch (Übers. Anne Nibbenhagen)


Satanische Gelder in Nicaragua

Mit absurden Vorwürfen geht der von Präsident Daniel Ortega kontrollierte Justizapparat gegen unliebsame Kritiker und unabhängige NGOs vor.

  • taz, 17.10.2008. Satanische Gelder in Nicaragua (Ralf Leonhard)


Der Ortega Komplex

Der Artikel bietet einen kurzen Abriss der politischen Entwicklungen im vergangenen Jahr und analysiert Ortegas stetigen Machtausbau. 

  • telepolis, 20.07.2008. Der Ortega Komplex (Torge Löding)


Zwischen Diktatur und Wohlfahrt

Die Autoren beschäftigen sich mit den zwei Gesichtern Nicaraguas: Unabhängige städtische NGO´s  klagen über Repression und warnen vor einer Diktatur. Dem gegenüber steht die Meinung der überwiegend ländlichen Bevölkerung: Endlich kümmert sich jemand um ihre Belange. 

  • Infoblatt 73, 28.10.2008. Zwischen Dikatur und Wohlfahrt (Raphael Kiczka, Andrés Schmidt)


Ortegas autoritärer Niedergang

Das Unbehagen über die undemokratische Entwicklung der Regierung Ortega/ Murillo wächst im Land selbst und auf internationaler Ebene. Kritische NGOs, Journalisten und Frauenbewegungen stehen im Mittelpunkt der staatlichen Repression.


"Wir werden zum Straßenkampf übergehen"

Volkmar Liebig im Gespräch mit der sandinistischen Ex-Kommandantin Mónica Baltodano


Bedrohung der freien Meinungsäußerung

Die Europäische Union erlässt eine Protestnote, um auf die Einschränkungen der Meinungsfreiheit aufmerksam zu machen.