Neues aus der Region - Honduras
Unter Soldatenstiefeln bleibt kein Raum für das Recht: Militärpatrouille in Honduras.

Keine Ruhe in Honduras Norden in Sicht

Gewalt und Chaos in Honduras Norden nehmen einfach nicht ab. Erst kürzlich, am 08.Mai, wurde die Leiche des vermissten Kleinbauern José Antonio López gefunden. Nach Aussagen mehrerer Bewohner des Dorfes Rigores halten die Menschenrechtsverletzungen in der Region an, so wurden etwa in letzter Zeit regionale Fischer von privaten Sicherheitskräften beschossen. 

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Bajo Aguán - Mordwelle gegen Kleinbauern geht unvermindert weiter

Wie das Lateinamerika Portal amerika21.de berichtet, reißt die Mordserie in Honduras nicht ab. Lopéz Alvararo ist seit 2010 bereits der 46. ermordete Kleinbauer in der Krisenregion im Norden Honduras. Das Mitglied der Bauernorganisation MUCA wurde durch sechs Kugeln einer großkalibrigen Waffe getötet.
Die interamerikanische Menschenrechtsorganisation CIDH äußerte sich einmal mehr außerordentlich besorgt über die ausufernde Gewalt und kritisiert die Regierung für den nicht vorhandenen Willen eine wirkliche Lösung des Konflikts herbeiführen zu wollen. 

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Bajo Aguán: Aufruf zu internationaler Solidarität 

von Observatorio DDHH Observatorio Permanente Internacional DDHH Aguán 

Räumung der Siedlung Aldea Panamá / Sandra-Cuffe, (Fortaleza, 14. Januar 2012, adital).- Die ständige internationale Menschenrechtsbeobachtungsstelle von Aguán (Observatorio Permanente Internacional de Derechos Humanos del Aguán), erhebt vor der honduranischen Bevölkerung und der internationalen Gemeinschaft Anklage gegen die jetzige Regierung und die GroßgrundbesitzerInnen von Bajo Aguán. Demnach unternehmen Regierung und GroßgrundbesitzerInnen auch weiterhin alles, um den Kampf um Landbesitz in Bajo Aguán zu kriminalisieren. Dadurch werde ein Klima geschaffen, in dem sich Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen verschärfen.

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Gefängnisbrand in Honduras

Es ist eine inakzeptable Tragödie: Bei dem Gefängnisbrand in der Haftanstalt in der Provinz Comayagua, rund 120 km nordwestlich von Tegucigalpa, sind 358 Häftlinge ums Leben gekommen. Das Feuer breitete sich rasch aus und fast die Hälfte der Insassen verbrannte oder erstickte in giftigen Rauchwolken, da ihre Zellen viel zu spät geöffnet wurden – denn obwohl die Feuerwehr rasch vor Ort war, versperrten Wächter ihr den Weg.

Viele der Häftlinge wurden nie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, Einige wurden ohne Anklage eingesperrt. Das Gefängnis war, wie die meisten Strafanstalten in Lateinamerika, zum Zeitpunkt der Katastrophe völlig überfüllt.Zum Zeitpunkt der Tragödie war das Gefängnis mit 800 Häftlingen belegt, gebaut wurde es allerdings nur für 400. Insgesamt verfügt Honduras über 24 Strafvollzugsanstalten mit Kapazitäten für 8.000 Häftlinge, tatsächlich sitzen aber 13.000 Menschen ein.

Die Aufarbeitung dieser Katastrophe birgt viel politischen Zündstoff: Insassen, die ohne Haftstrafe festgehalten werden, das zögerliche Handeln der Wächter und das immense Problem der Überbelegung in lateinamerikanischen Gefängnissen.

Hinweis: Die nächste Ausgabe der presente beschäftigt sich mit dem lateinamerikanischen Rechtssystem und erscheint Mitte März. U.a. mit einem Interview mit dem Seelsorger Nikolai aus dem größten Männergefängnis Peru. 

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Armee übernimmt Polizeiaufgaben

Buenos Aires, 05. Dezember 2011, púlsar-poonal. Das honduranische Parlament hat einstimmig einem Gesetzesvorschlag zugestimmt, nach dem die Armee künftig im Falle eines Ausnahmezustandes für die öffentliche Sicherheit auch innerhalb des Landes agieren darf. Der Vorschlag war von Präsident Porfirio Lobo am vergangenen 16. November eingebracht worden.

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Honduras: Putschist wird Präsidentschaftskandidat

General setzt auf demokratische Teilhabe: Mit "Patriotischer Allianz" der Militärs kommt Parteiengefüge in Bewegung

Tegucigalpa, 24. November 2011. Die Kandidatur von General Romeo Vásquez für die Präsidentschaftswahlen 2013 in Honduras ist so gut wie sicher. Dies vermeldete die Tageszeitung La Tribuna auf ihrer Titelseite von Mittwoch. Am Dienstag hatte die rechtskonservative "Patriotische Allianz für Honduras" (APH), für die der Ex-Oberbefehlshaber der Streitkräfte des mittelamerikanischen Landes antritt, alle Nachweise nötiger formaler Voraussetzungen beim Nationalen Wahlgericht vorgelegt und damit offiziell ihre Registrierung als Partei eingereicht.

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Bajo Aguán - Militarisierung, Angst und Tod

La Paz, 23. August 2011, bolpress. Die Regierung von Porfirio Lobo unterstützt die Interessen des agroindustriellen Sektors, den ein paar honduranische Familien kontrollieren. Dies ist gewissermaßen als Fortsetzung des Militärputsches vom Juni 2009 zu sehen, bei dem der gewählte Präsident Manuel Zelaya aus dem Amt gejagt wurde. Unter dem Vorwand, das Gebiet “befrieden” zu wollen, wurden Polizeikräfte und Militär in die Region Bajo Aguán entsendet.

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Wahrheitskommission: Der Putsch war ein Putsch

Staatliche Wahrheitskommission in Honduras legt Bericht vor und bestätigt Illegalität des Sturzes Zelayas. Kritik aus Demokratiebewegung an Beschönigungen.

Tegucigalpa. In Honduras hat die von der De-facto-Regierung eingesetzte Wahrheitskommission (CVR) ihren Bericht über den Putsch gegen den damaligen Präsidenten Manuel Zelaya vorgelegt. Der ehemalige Vizepräsident Guatemalas, Eduardo Stein, der die "Kommission für Wahrheit und Versöhnung" koordiniert hatte, präsentierte im Beisein des amtierenden honduranischen Präsidenten Porfirio Lobo und des Generalsekretärs der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), José Miguel Insulza, das Ergebnis der staatlichen Wahrheitskommission.

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Der Staatsstreich als Teil des "Demokratieverständnisses" der OAS im 21. Jahrhundert

Quito, 04. Juni 2011, alai. Die Organisation amerikanischer Staaten (OAS) nimmt den honduranischen Staat wieder in ihre Reihen auf. Nach zwei Jahren des vorübergehenden Ausschlusses aus der Staatengemeinschaft wurden an das Land keinerlei Vorbedingungen bezüglich der Wahrung grundlegender Rechtsprinzipien gestellt.

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Kampagne "Steuer gegen Armut"

Kritik an Teilnahme des Kardinals Óscar Andrés Rodríguez Maradiaga

Entwicklungspolitische Gruppierungen, Lateinamerika-Organisationen und Fachmedien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in einem offenen Brief den Ausschluss des honduranischen Kardinals Óscar Andrés Rodríguez Maradiaga aus der Kampagne "Steuer gegen Armut" gefordert.

Der katholische Würdenträger sei durch seine befürwortende Haltung zum Staatsstreich gegen die letzte demokratisch gewählte Regierung unter dem liberalen Politiker Manuel Zelaya am 28. Juni 2009 für eine solche Kampagne unglaubwürdig und schade dem Anliegen, heißt es in dem zweitseitigen Schreiben.

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