Protest reißt nicht ab –

ThyssenKrupp muss endlich handeln!

Anna Backmann überreicht die Petition. Foto: CIR

Seit unserer Petitionsübergabe an ThyssenKrupps Vorstandsvorsitzenden Dr. Heinrich Hiesinger auf der Hauptversammlung im Januar 2017 mit insgesamt 31.534 Unterschriften (30.252 online Unterschiften und 1.282 Protestpostkarten) erreichten uns weitere 64 Postkarten und 245 online Unterschriften mit der Aufforderung an den Konzern

  • mit den Betreibern der Minen in Mosambik in den Dialog zu treten und sich für eine umfassende Wiedergutmachung der sozialen und ökologischen Schäden einzusetzen.
  •     den Schutz der Rechte der von Bergbau betroffenen Gemeinden in Ihrem Verhaltenskodex für Zulieferer festzuschreiben und geeignete Maßnahmen in Ihrem Managementsystem zur Umsetzung und Überprüfung einzuführen. 

Wir haben diese Stimmen nachträglich noch an das Unternehmen verschickt, um in Erinnerung zu rufen, dass die Forderungen weiterhin bestehen. Zwar hat ThyssenKrupp auf unseren Protest bei der Hauptversammlung hin einen kleinen Schritt in die richtige Richtung getan und seinen Zulieferkodex um die Rechte von Dritten erweitert. Damit könnten aber auch Investoren oder andere Personen gemeint sein, nicht die Anwohner*innen der Abbauregionen.

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Kriminalisierungskampagne eines britischen Bergbaukonzerns in Nicaragua

Gemeinde verteidigt erfolgreich Recht auf Protest und freie Meinungsäußerung

Kleinschürfer während einer Mittagspause bei sengender Hitze. Foto: CIR.

August 2017 - Die Einwohner*innen des Dorfes Mina La India hängen wirtschaftlich fast vollständig vom sogenannten Kleinen Bergbau ab. Jetzt ist nicht nur diese Lebensgrundlage sondern auch die Existenz des Dorfes an sich gefährdet. Denn ein britisches Bergbauunternehmen mit Hauptsitz in London will Gold in einem groß angelegten Tagebau mitten im Dorf abbauen.

Das Unternehmen versuchte im vergangen Juni, mit einer Klage wegen vermeintlicher schwerer Sachbeschädigung gegen sieben Gegner*innen des Bergbauprojekts vorzugehen. Die Gemeinde konnte mit Protestaktionen das Unternehmen dazu bringen, die Klage zurückzuziehen. Auch Solidaritätsaktionen in Nicaragua und Europa haben einen wichtigen Beitrag zu diesem Etappenerfolg gegen das Unternehmen geleistet. Kurz bevor das Unternehmen die Klage einreichte, hatten sich die nicaraguanische Umweltorganisation Centro Humboldt und die CIR mit den selbstständigen Bergleuten getroffen und mit ihnen über den Konflikt mit dem Unternehmen gesprochen.

Aktualisierung von Anfang August: Die Regierung antwortet auf eine Straßenblockade der Gemeinde erneut mit der Entsendung von Sonderseinsatzkräften der Polizei. (Hintergrund am Ende des Textes)

Auch Sie können die Proteste gegen das Unternehmen unterstützen. Folgen Sie dazu einfach diesem Link zur Petition der internationalen Verbraucherorganisation SumOfUs.

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Straflosigkeit im Mord an Indigenenführer

Mutmaßlicher Mörder von Adolfo Ich Chaman freigesprochen

Die Zeugin und Nebenklägerin Choc bei ihrer Aussage gegen den mutmaßlichen Mörder ihres Mannes. Foto: https://cmiguate.org

Von Barbara Klitzke Rojas

Guatemala-Stadt, 09.05.2017 (amerika21) - Nach einer mehrmonatigen Gerichtsverhandlung ist der mutmaßliche Mörder des Indigenenführers Adolfo Ich Chaman freigesprochen worden. Mynor Ronaldo Padilla Gonzales war zudem schwere Körperverletzung gegen mehrere Personen vorgeworfen worden. Die Taten geschahen, als Padilla als Sicherheitschef der Nickelgesellschaft (CGN) im Auftrag des kanadischen Bergbauunternehmens Hudbay Minerals gegen Proteste von Maya Q’eqchi-Indigenen vorging.

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Sieg über Bergbauindustrie in El Salvador

Parlament verabschiedet gesetzliches Bergbauverbot

"Wasser ist wertvoller als Gold!" - Demonstration vor dem Parlament einige Tage vor der Verabschiedung des Gesetzes. Foto: ADES.

30.03.2017 - Bis vor kurzem hat kaum einer erwartet, dass das Parlament das Anti-Bergbaugesetz noch verabschieden würde, für das soziale Bewegungen jahrelang leidenschaftlich gekämpft haben. Dann ging aber alles sehr schnell: Vor einigen Wochen hatte die Kommission für Umwelt und Klimawandel des Parlaments einen Gesetzentwurf erarbeitet. Gestern verabschiedete dann das Plenum einstimmig das elf Artikel umfassende Gesetz. Einen kurzen Moment lang unterbrachen die linke Regierungsbank der FMLN und die rechte Oppositionspartei ARENA ihr Streitigkeiten, um „eine einstimmige Entscheidung für den Schutz der Wasservorkommen zu treffen“, so der Twitter-Account des Parlaments. Das Gesetz begründet das Verbot der Erkundung und des Abbaus von Metallen im Tage- und Untertagebau sowie die Nutzung der im Goldbergbau verwendeten Chemikalien Zyanid und Quecksilber unter anderem folgendermaßen: "Der metallische Bergbau stellt ein Attentat gegen die Gesundheit der Einwohner El Salvadors dar und birgt ernsthafte Risiken für die Umwelt, indem er durch die Auswaschung von Schwermetallen und hochgiftige Abfälle (...) Wälder, Böden und Wasservorkommen gefährdet."

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Kolumbien: „Nein“ zur weltweit größten Goldmine

Cajamarca stimmte zu 98 % gegen den Bergbau

27.03.2017 – In einer Volksabstimmung entschieden sich 6.165 von 6.241 Einwohner*innen der Gemeinde Cajamarca im Departament Tolima am Sonntag gegen den Abbau von Gold in ihrem Territorium. Das multinationale Unternehmen südafrikanischer Herkunft AngloGold Ashanti (AGA) wollte den Tagebau La Colosa nach 10-jähriger Explorationsphase bald in Betrieb nehmen. Doch die überwältigende Mehrheit der lokalen Bevölkerung stellt sich dagegen. Jetzt müssen nationale Behörden die Abstimmung noch verbindlich anerkennen.

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Reisebericht: Andere Länder – gleiche Sitten

Unsere Referentin Anna Backmann war mit Projektpartner*innen der Kampagnen Stop Mad Mining, wie PowerShift aus Berlin und SCCD aus der Slowakei, und mit anderen NGOs auf einer dreitägigen Tour im Norden der Mongolei, um Bergbauaktivitäten vor Ort zu untersuchen.

Ein Mann sitzt auf einer Geröllhügel, im Hintergrund Berge mit saftigen Wiesen und Wäldern
Ein Kleinschürfer in der Mongolei. Foto: Vladimir Kampf
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Schon an die 1.000 Protestpostkarten und 30.000 Unterschriften

Vielen Dank für die zahlreichen unterzeichneten Protestpostkarten, die in den letzten Wochen unser Büro erreicht haben!

Mittlerweile sind unserer Protestpostkarten bis auf einen kleinen Restbestand vergriffen und wir freuen uns über alle Karten, die noch zurückkommen. Die Übergabe aller Postkarten gemeinsam mit den Unterschriften aus der Online-Petition wird am 27. Januar stattfinden, bei der Hauptversammlung von ThyssenKrupp. Alle Karten, die uns bis zum 26. Januar 2017 erreichen, werden wir noch übergeben können. Falls auch Sie noch ihren Protest kundtun möchten, können Sie hier noch Postkarten bestellen. Gerne kann aber auch jede*r die offizielle Online-Petition zu dem Thema unterzeichnen. Folgen Sie dazu einfach diesem Link zu der Petitionsplattform SumOfUs.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die große Unterstützung!


Titelbild der Petition. Zu sehen ist Josefina Torres aus Mosambik, die zwangsumgesiedelt wurde.

Neue Broschüre „Schöner Schein...

...Ausbeutung und Menschenrechtsverletzung im Goldbergbau und wie man dagegen Stellung bezieht“

Titelbild der neuen Broschüre zum Thema Goldproduktion und -konsum
Kann ich Gold "ethisch" konsumieren? Diese und weitere Fragen klärt die Broschüre

„Goldmedaillen, goldene Zeiten und Goldringe: seit jeher ist Gold ein Symbol für Wohlstand und Kostbarkeit. Doch gleichzeitig ist Gold auch ein extrem  schmutziger Rohstoff und die Folgen seines Abbaus sind für die davon betroffenen Gemeinden oft verheerend…“

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Neuer Brennpunkt „Begrabene Menschenrechte - Bergbau in Mittelamerika und Mexiko“

Titelbild des neuen Brennpunkts
Das Urteil internationaler Schiedsgerichte kann Bergbauunternehmen den Weg ebnen
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Gerichtshof der Weltbank lehnt Konzernklage gegen El Salvador ab

Eine Demonstration forderte am 7. Oktober in San Salvador die Veröffentlichung des Urteils. Foto: CRIPDES.

San Salvador/Münster, 15.10.2016 (CIR) - Nach mehr als sieben Jahren Verhandlungen hat das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten der Weltbank (ICSID) am Freitag, 14.10.2016, zugunsten El Salvadors geurteilt. Das australische Unternehmen OceanaGold muss acht Millionen US-Dollar Prozesskosten an die salvadorianische Regierung zurückzahlen. Das kanadische Vorgängerunternehmen Pacific Rim hatte El Salvador 2009 auf 250 Millionen US-Dollar Schadensersatz aufgrund nicht erzielter Gewinne verklagt – zunächst im Rahmen des Freihandelsabkommens CAFTA, dann unter Berufung auf das salvadorianische Investitionsgesetz.

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Antwort auf die Stellungnahme von ThyssenKrupp

Zur Situation „Moatize Coal Mine“ in Mosambik

Am 22. September dieses Jahres machten Sie die CIR über Twitter auf das öffentliche Statement zur „Moatize Coal Mine“ auf ihrer Website aufmerksam. Sie haben das Statement als Antwort auf die Forderungen verfasst, die wir auf Ihrer Hauptversammlung am 29. Januar 2016 und in der Studie „Diebstahl“ formuliert haben.
Sie schreiben dort: "Grundsätzlich erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie in ihren Aktivitäten dem „thyssenkrupp Supplier Code of Conduct“ und damit den jeweils geltenden nationalen Gesetzen sowie den internationalen Standards zu Menschen- und Arbeitnehmerrechten, Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Anti-Korruption entsprechen."
Genau zu diesem Punkt der Stellungnahme fordern wir seit Januar 2016 die Erweiterung des Supplier Code of Conduct (SCoC), da dieser bei Weitem nicht ausreichend ist.

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Hungertod am Rande des Kohlebergbaus

Mehr als 4.700 Kinder sterben im kolumbianischen La Guajira infolge von Dürre und Wassermangel

01.08.2016, Berlin (MISEREOR) – Die Menschen in der ohnehin schon trockenen Region La Guajira im Nordosten Kolumbiens leiden unter Hunger und akutem Wassermangel: Zum einen ist das die Folge von geringen Niederschlägen und dem Wetterphänomen El Niño. "Dramatisch verstärkt wird die Trockenheit jedoch insbesondere durch den größten Kohletagebau in Lateinamerika, Cerrejón, der gravierende Umweltauswirkungen mit sich bringt" warnt Jomary Ortegon, Präsidentin von CCAJAR (Corporación Colectivo de Abogados José Alvear Restrepo). Nach Recherchen von MISEREOR ist Deutschland neben Großbritannien der wichtigste Importeur kolumbianischer Kohle, der Abbau ist nach wie vor mit massiven Menschenrechtsverletzungen verbunden.

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2015 tödlichstes Jahr für Umweltaktivist*innen

Neuer Bericht von Global Witness erschienen

Berta Cáceres, ermordet am 3. März 2016
Berta Cáceres, ermordet am 3. März 2016. Noch im vergangen Jahr wurde sie im Bericht von Global Witness als bedrohte Aktivistin portraitiert. Foto: Goldman Environmental Foundation

Die Verfolgung und Ermordung von Land- und Umweltaktivist*innen in Mittelamerika beschäftigt uns bei der CIR seit geraumer Zeit. Unsere Partnerorganisation CRIPDES in El Salvador fordert seit 2009 eine juristische Aufarbeitung der Morde an drei Gegner*innen des geplanten Goldbergbauprojekts El Dorado. Konzessionen für offene Tagebaue aber auch agroindustrielle Großprojekte, großflächige Rodungen und der Bau von Staudämmen erhöhen den Druck auf die Landnutzung erheblich. Doch der Protest kleinbäuerlicher und indigener Gemeinden wird mit Kriminalisierung und Gewalt von Seiten der Unternehmen, staatlicher Institutionen und kriminellen Organisationen bestraft. Die Veröffentlichung der Studie „How many more?“ der britischen Organisation Global Witness im Mai 2015 hat bestätigt, was wir schon lange vermuten: Die mittelamerikanischen Ländern sind im weltweiten Vergleich unverhältnismäßig stark von diesem Phänomen betroffen. Nun hat die Organisation einen neuen Bericht herausgebracht, laut dem die Morde 2015 im Vergleich zum Vorjahr um erschreckende 59 % auf 185 anstiegen. Das ist der höchste Wert, seit dem die Organisation 2002 begann, Daten zu sammeln. „Die Umwelt ist zu einem neuen Schlachtfeld für Menschenrechte geworden“, stellt Global Witness schon zu Beginn des Berichts fest.

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Neues Video erschienen

 Stop Mad Mining: Gegen Bergbau in El Salvador

Im November 2015 begleitete uns die Dokumentarfilmerin Lisa Backmann auf unserer Delegationsreise nach El Salvador und Guatemala. Wir wurden Zeug*innen von den Umweltschäden und sozialen Konflikten, die der Goldbergbau in beiden Ländern verursacht. Aber auch vom unerschütterlichen sozialen Widerstand der betroffenen Gemeinden. Lisa hielt ihre Eindrücke in laufenden Bildern und Ton fest. Nun hat sie ein erstes Teaser-Video für die Kampagne Stop Mad Mining erstellt – als Vorgeschmack auf eine längere Dokumentation, die in den nächsten Monaten erscheinen wird. Wir sind gespannt und freuen uns, Ihnen ihr erstes Werk zum Thema präsentieren zu können!

Weitere Videos mit "Stimmen des Widerstands"

Reisebericht zur Delegationsreise

Illegaler Goldabbau in Guatemala wird untersucht

Von Barbara Klitzke Rozas

Guatemala-Stadt, 21.05.2016 (amerika21) - Im Fall der suspendierten Konzession für das Bergwerk El Tambor des Unternehmens Exmingua S.A. hat in dieser Woche eine Anhörung im Obersten Gerichtshof Guatemalas stattgefunden. Überdies reichte die Staatsanwaltschaft für Umweltvergehen eine Beschwerde ein und verlangt juristische Maßnahmen gegen das Bergbauunternehmen wegen Missachtung eines Urteils. Exmingua S.A. ist eine Tochterfirma des US-amerikanischen Konzerns Kappes, Cassiday & Associates (KCA).

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41.675 Stimmen an Malmström

Konfliktmineralien: Petition für verbindliche EU-Verordnung an Verantwortliche übergeben

Guatemala: Bergbauprojekt in El Tambor geht weiter trotz gerichtlichem Beschluss

Von Barbara Klitze Rozas (amerika21)

Guatemala-Stadt. In Guatemala haben Betroffene des Bergbauprojekts Progreso VII Dericada rechtliche Schritte gegen das Vorhaben angekündigt. Vertreter*innen der Gemeinden San Pedro Ayampuc und San José del Golfo wollen gegen das Tochterunternehmen des US-Konzerns KCA, Exmingua, klagen. Die Delegation der Widerstandsbewegung La Puya hat bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeigen gegen den Bergbauminister, den Rechtsabteilungschef des Bergbauministeriums und Exmingua eingereicht. Grund dafür ist, dass die Bergbaufirma ihre Aktivitäten trotz einer anderslautenden Anordnung des Obersten Gerichtshofs fortsetzt.

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Neue Studie zu Stahl: ThyssenKrupp schaut weg

Menschenrechtsverletzungen für deutschen Stahl

Unsere Studie beleuchtet Hintergründe und Folgen des Rohstoffabbaus für die Stahlindustrie. Foto: CIR

Am 29. Januar 2016 ist die CIR nach Bochum zur ThyssenKrupp Hauptversammlung gefahren. Wir wollten den Stahlhersteller mit Menschenrechtsverletzungen konfrontieren, die nachweislich Zulieferer des Unternehmens begangen haben. In Mosambik haben die Minenbetreiber Vale und Rio Tinto Gemeinden vertrieben, um die für die Stahlerzeugung benötigte Kokskohle in Megaprojekten abzubauen.  Diese werden auch in unserer neuen Studie "Diebstahl – Unter der blanken Oberfläche: Wie die Stahlindustrie sich aus der Verantwortung stiehlt" aufgedeckt.

Die Befunde der Studie wurden von Spiegel Online aufgegriffen.

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Kultur statt Tagebau

Roşia Montană ist möglicher Kandidat für UNESCO Weltkulturerbe

Foto: UNESCO (http://flic.kr/p/dt852h) von Guillaume Speurt auf flickr.com lizensiert unter CC BY-SA 2.0 (creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)

Nirgendwo auf der Welt gibt es so gut erhaltene und weitläufige Untertageminen aus römischer Zeit wie in Roşia Montană. Dies bewog das rumänische Kulturministerium nun, die historische Gemeinde in die nationale Liste der Kandidaten für das UNESCO Weltkulturerbe mit aufzunehmen.

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Konfliktrohstoffe: EU-Verordnung darf nicht hinter China zurückfallen

Seit 1. Feburar verhandelt die EU. Die Verordnung zum Umgang mit Konfliktmineralien droht zu verwässern. Die Bundesregierung kann das Ruder rumreißen.

Wie Konfliktmineralien in unseren Produkten landen

Wir und andere Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern verbindliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen in Europa, die Rohstoffe aus Konfliktregionen nutzen. Falls sich die Vorstellungen von EU-Kommission und vielen Mitgliedsstaaten gegenüber dem EU-Parlament durchsetzen, drohen uns schwächere Vorschriften als in China.

Zur Pressemitteilung

Zur Petition: Keine Rohstoffe, die Konflikte finanzieren

Minenprojekte in Rumänien und Griechenland gestoppt!

Rumäniens größte Goldmine wird verhindert

Foto: Goodmorning - Rosia Montana (http://flic.kr/p/5zRCH) von Pirate Dea auf Flickr.com lizensiert unter CC BY 2.0 (creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Diese Entscheidung fällte die rumänische Regierung bereits im Juli letzten Jahres. Nun hat sie nachgelegt: am 30. Dezember 2015 veröffentlichte das rumänische Kulturministerium die aktuelle Liste der nationalen historischen Denkmäler, die alle fünf Jahre aktualisiert wird. Neu aufgenommen wurde die Umgebung von Roșia Montană, unter dessen Erde das größte Goldvorkommen Europas liegen soll.

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Nein zum Abbau metallischer Rohstoffe

Arcatao stimmt als vierte Gemeinde in El Salvador gegen den Goldabbau

Bürger*innen Arcataos im Tag der Abstimmung gegen das Goldabbau-Projekt
Bürger*innen Arcataos im Tag der Abstimmung

09. November 2015 –  In der vierten Volksbefragung im Departamento Chalatenango stimmten 99,6 Prozent der Dorfbewohner*innen gegen den Goldbergbau. Die CIR begleitete das Referendum als internationale Wahlbeobachterin im Rahmen der Kampagne "Stop Mad Mining" und gratuliert der Partnerorganisation CRIPDES zu dem Ergebnis.

Zuvor hatten die Gemeinden Nuevo Trinidad, San José Las Flores und San Isidrio ebenfalls mit überwältigender Mehrheit gegen den Goldbergbau gestimmt.

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Roșia Montană: Europas größte Goldreserven bleiben unter der Erde

Konzern droht Rumänien mit Klage vor Schiedsgericht der Weltbank.

Demonstration gegen das Bergbau-Projekt in Rosia Montana.
Demonstration gegen das Bergbau-Projekt in Rosia Montana. Foto: Salvați Roșia Montană

 

Am 21. Juli 2015 entschied sich die Regierung Rumäniens gegen Europas größte Goldmine im eigenen Land. Nun fordert der kanadische Bergbaukonzern hinter dem Projekt Entschädigung von Bukarest. Gabriel Ressources kündigt an, vor dem Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) zu klagen. Der Konzern hat in der Vergangenheit gedroht, bis zu vier Milliarden Dollar für entgangene Profite zu verlangen.

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Mehr Verantwortung entlang der Lieferkette ist möglich!

AK Rohstoffe widerlegt Argumente der Industrie

Deutschland ist der drittgrößte Importeur von mineralischen Rohstoffen in Form fertiger Produkte wie Smartphones oder Laptops weltweit. Unter welchen Bedingungen diese Mineralien abgebaut werden, ist jedoch eine ganz andere Frage. Am 16. Juni 2011 verabschiedete der UN-Menschenrechtsrat seine „Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte“, in denen Wirtschaftsunternehmen zur globalen Wahrung der Menschenrechte aufgefordert werden. Das bedeutet auch, dass der Verantwortungsbereich deutscher Unternehmen und ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten über die Kontrolle der direkten Zulieferer und die eigene Tätigkeit hinausgeht.

Trotzdem findet die Industrie immer wieder Argumente, weshalb sie dieser umfangreicheren Verantwortung entlang der Lieferkette nicht gerecht werden kann. Doch es hat sich gezeigt, dass die Umsetzung nicht nur notwendig, sondern auch realisierbar ist.

Global Whitness veröffentlicht Bericht über die Ermordung von UmweltaktivistInnen

Lateinamerika ist die am stärksten betroffene Region

April 2015 - Im Bericht „How many more?“ zieht die Kampagnenorganisation Global Whitness, welche die Zusammenhänge zwischen der Ausbeutung natürlicher Ressourcen, Korruption und bewaffneter Konflikte aufzeigt, eine erschreckende Bilanz: Im Jahr 2014 wurden in 17 verschiedenen Ländern 116 Menschen ermordet, die gegen Umweltzerstörung und Landraub protestiert hatten. Drei Viertel der Opfer wurden in Zentral- und Südamerika getötet, weil sie gegen den Bau von Staudämmen, Bergbauprojekten oder den agroindustriellen Anbau von Nutzpflanzen Widerstand leisteten. Der Bericht stellt fest, dass die Tötung von Aktivist*innen durch Polizist*innen bei Demonstrationen oder durch Auftragskiller oft mit einer Strategie der Kriminalisierung einhergeht, in der Gegner*innen von Großprojekten als „Feinde der Entwicklung“ oder als „Terroristen“ stigmatisiert werden.

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Ihre Ansprechpartnerin

Anna Backmann

Anna Backmann

Rohstoffe-Kampagne "Stop Mad Mining"
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Ihr Ansprechpartner

Christian Wimberger

Christian Wimberger

Rohstoffe-Kampagne "Stop Mad Mining"
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Ihre Ansprechpartnerin

Verena Bax

Verena Bax

Rohstoffe-Kampagne "Stop Mad Mining"
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