EL SALVADOR
Angehörige von verschwundenen Kindern bei einer Demonstration von Pro-Búsqueda
Angehörige von verschwundenen Kindern bei einer Demonstration von Pro-Búsqueda

Ein mutmaßlicher Drahtzieher der Jesuitenmorde an Spanien ausgeliefert

Von Chris Klänie

Washington/San Salvador/Madrid, 8.12.2017 (amerika21) - Nach langen gerichtlichen Auseinandersetzungen ist vor wenigen Tagen der ehemalige General und Vize-Verteidigungsminister El Salvadors, Inocente Montano, von den USA an Spanien ausgeliefert worden. Er wird beschuldigt, an der Ermordung von fünf spanischen Jesuiten beteiligt gewesen zu sein, darunter dem Philosoph, Theologen und Schriftsteller Ignacio Ellacuría.

Mehr lesen

El Salvador konfisziert Eigentum von OceanaGold

Der Fluss San Sebastián in El Salvador ist nach Beendigung der Bergbauarbeiten in den 1980ern immer noch stark kontaminiert

Von Chris Klänie

San Salvador, 28.05.2017 (amerika21) - Die Generalstaatsanwaltschaft von El Salvador hat Liegenschaften, Fahrzeuge und Geld des Bergbauunternehmens OceanaGold beschlagnahmt. Vorausgegangen war die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes über einen entsprechenden Antrag der Behörde. Neun Liegenschaften in San Isidro, Cabañas, sieben Fahrzeuge und ein Bankkonto mit 198.904 US-Dollar wurden konfisziert, da OceanaGold trotz eines Urteils des Schiedsgerichtes der Weltbank eine Entschädigungszahlung an El Salvador verweigert.

Mehr lesen

Debatte zur Legalisierung der Abtreibung im Parlament in El Salvador

Von Ani Dießelmann

San Salvador, 14.05.2017 (amerika21) - Das Parlament von El Salvador debattiert derzeit die Legalisierung von Abtreibungen und könnte mit einem neuen Gesetz die Kriminalisierung der betroffenen Frauen beenden und damit das Leben und die Gesundheit tausender Frauen schützen. Die internationale Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) meldete angesichts der Debatte: "Das absolute Abtreibungsverbot ist – ganz einfach – eine Form der Folter, die das Leben von Millionen von Frauen und Mädchen täglich aufs Spiel setzt".

Mehr lesen

Sieg über Bergbauindustrie in El Salvador

Parlament verabschiedet gesetzliches Bergbauverbot

"Wasser ist wertvoller als Gold!" - Demonstration vor dem Parlament einige Tage vor der Verabschiedung des Gesetzes. Foto: ADES.

30.03.2017 - Bis vor kurzem hat kaum einer erwartet, dass das Parlament das Anti-Bergbaugesetz noch verabschieden würde, für das soziale Bewegungen jahrelang leidenschaftlich gekämpft haben. Dann ging aber alles sehr schnell: Vor einigen Wochen hatte die Kommission für Umwelt und Klimawandel des Parlaments einen Gesetzentwurf erarbeitet. Gestern verabschiedete dann das Plenum einstimmig das elf Artikel umfassende Gesetz. Einen kurzen Moment lang unterbrachen die linke Regierungsbank der FMLN und die rechte Oppositionspartei ARENA ihr Streitigkeiten, um „eine einstimmige Entscheidung für den Schutz der Wasservorkommen zu treffen“, so der Twitter-Account des Parlaments. Das Gesetz begründet das Verbot der Erkundung und des Abbaus von Metallen im Tage- und Untertagebau sowie die Nutzung der im Goldbergbau verwendeten Chemikalien Zyanid und Quecksilber unter anderem folgendermaßen: "Der metallische Bergbau stellt ein Attentat gegen die Gesundheit der Einwohner El Salvadors dar und birgt ernsthafte Risiken für die Umwelt, indem er durch die Auswaschung von Schwermetallen und hochgiftige Abfälle (...) Wälder, Böden und Wasservorkommen gefährdet."

Mehr lesen

Gerichtshof der Weltbank lehnt Konzernklage gegen El Salvador ab

Eine Demonstration forderte am 7. Oktober in San Salvador die Veröffentlichung des Urteils. Foto: CRIPDES.

San Salvador/Münster, 15.10.2016 (CIR) - Nach mehr als sieben Jahren Verhandlungen hat das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten der Weltbank (ICSID) am Freitag, 14.10.2016, zugunsten El Salvadors geurteilt. Das australische Unternehmen OceanaGold muss acht Millionen US-Dollar Prozesskosten an die salvadorianische Regierung zurückzahlen. Das kanadische Vorgängerunternehmen Pacific Rim hatte El Salvador 2009 auf 250 Millionen US-Dollar Schadensersatz aufgrund nicht erzielter Gewinne verklagt – zunächst im Rahmen des Freihandelsabkommens CAFTA, dann unter Berufung auf das salvadorianische Investitionsgesetz.

Mehr lesen

El Salvador: Absolutes Abtreibungsverbot stoppen

In El Salvador stehen Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich unter Strafe. Egal, ob die Schwangerschaft die Gesundheit oder gar das Leben der Mutter bedroht oder ob sie das Ergebnis einer Vergewaltigung ist - Mädchen und Frauen müssen bei einer Abtreibung ins Gefängnis. Wir fordern eine Lockerung der Abtreibungsgesetze.

Petition: Absolutes Abtreibungsverbot stoppen

Foto: change.org
Mehr lesen

Ich möchte mit einer Spende helfen!

Reisetagebuch der Maquila-Delegationsreise

Hier geht´s zum digitalen Reisetagebuch!

© 2017 Christliche Initiative Romero e.V.