SIEGEL UND STANDARDS

Better Cotton Initiative

Gründung & Ziel

Die Better-Cotton-Initiative wurde 2009 mit Unterstützung von Unternehmen wie H&M, adidas, IKEA oder Gap sowie NROs wie WWF oder Oxfam gegründet. Es handelt sich um eine Multistakeholder-Initiative, der mittlerweile etwa 900 Mitglieder beigetreten sind. Ziel ist vor allem, die Umwelt- und Arbeitsbedingungen bei der Baumwollproduktion zu verbessern. 12 % der globalen Baumwollproduktion werden durch die BCI zertifiziert.

Soziales

  • Der Standard basiert u. a. auf den ILO-Kernarbeitsnormen, beinhaltet aber keine Forderung nach existenzsichernden Löhnen.
  • Arbeitgeber müssen Gewerkschaften den Zugang zu den Plantagen ermöglichen.
  • Der Standard gilt auch für Subunternehmen, aber ausschließlich für die Baumwollproduktion.
  • Aus- und Weiterbildungsangebote für Arbeitnehmer*innen existieren, u. a. im Umgang und Kontakt mit Chemikalien (Schulungen).

Ökologie

  • Die Verwendung von gefährlichen Chemikalien gemäß der Definition des Stockholmer Übereinkommens ist verboten. Der Standard umfasst auch Kriterien zu gefährlichen Chemikalien gemäß WHO Klasse 1a und b sowie Rotterdamer Übereinkommen, allerdings ohne explizites Verbot.
  • Der Gebrauch von gentechnisch veränderten Organismen ist erlaubt.
  • Der Standard umfasst Kriterien zum integrierten Pflanzenschutz sowie zur Fruchtfolge.
  • Der Standard fordert ein Wassermanagement, inklusive Monitoring und Optimierung der Wassernutzung, es werden keine Mengengrenzwerte festgelegt.
  • Es gibt keine expliziten Kriterien zu CO2-Emissionen (z. B. Monitoring/Grenzwerte).

Glaubwürdigkeit

  • Die Finanz- und Organisationsstruktur sind öffentlich zugänglich.
  • BCI ist Mitglied bei ISEAL Alliance, nach ihren Vorgaben müssen Verbesserungen der Nachhaltigkeitsziele gemessen werden.
  • Außerdem gibt es Indikatoren, anhand derer jährlich Unterschiede gemessen werden zwischen Produzent*innen, die Baumwolle nach dem Better-Cotton-Standard herstellen sowie konventionellen Produzent*innen. Die Ergebnisse werden in Jahresberichten veröffentlicht.
  • Audits hinsichtlich der Richtlinien werden jedes Jahr durch unabhängige Dritte durchgeführt. Die Häufigkeit der Audits basiert zum Teil auf Risikoanalysen.
  • BCI bietet finanzielle Unterstützung für die Umsetzung des Standards, aber garantiert keine Abnahmepreise oder Preisprämien für Produzent*innen.
  • Durch das Better-Cotton-Tracer-System kann der Warenfluss entlang der Lieferkette nachvollzogen werden.
  • Das Label am Endprodukt bezieht sich nicht auf den Anteil an zertifizierter Baumwolle im Produkt, sondern informiert über die Teilnahme des Unternehmens an der BCI.

Kommentar CIR

Die Finanz- und Organisationsstruktur sind öffentlich zugänglich.
BCI ist Mitglied bei ISEAL Alliance, nach ihren Vorgaben müssen Verbesserungen der Nachhaltigkeitsziele gemessen werden.
Außerdem gibt es Indikatoren, anhand derer jährlich Unterschiede gemessen werden zwischen Produzent*innen, die Baumwolle nach dem Better-Cotton-Standard herstellen sowie konventionellen Produzent*innen. Die Ergebnisse werden in Jahresberichten veröffentlicht.
Audits hinsichtlich der Richtlinien werden jedes Jahr durch unabhängige Dritte durchgeführt. Die Häufigkeit der Audits basiert zum Teil auf Risikoanalysen.
BCI bietet finanzielle Unterstützung für die Umsetzung des Standards, aber garantiert keine Abnahmepreise oder Preisprämien für Produzent*innen.
Durch das Better-Cotton-Tracer-System kann der Warenfluss entlang der Lieferkette nachvollzogen werden.
Das Label am Endprodukt bezieht sich nicht auf den Anteil an zertifizierter Baumwolle im Produkt, sondern informiert über die Teilnahme des Unternehmens an der BCI.

Stand: August 2017

SIEGEL UND STANDARDS

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