SIEGEL UND STANDARDS

Cotton Made in Africa

Die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) wurde 2005 unter der Trägerorganisation Aid by Trade Foundation von Michael Otto (Otto Group) gegründet. Partner sind die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie die Organisationen WWF und Welthungerhilfe. Mitglieder sind u.a. Otto Group, Puma, Rewe Group, S. Oliver und Tchibo. 

Soziale Kriterien 

  • ILO-Kernarbeitsnormen
  • Beim Baumwollanbau gibt es Preisaufschläge sowie die Absicherung der Rechte der Bäuer*innen und Bauern im Verhältnis zu den Baumwollgesellschafte
  • Geschlechterrelevante Schulungen zur Stärkung von Kleinbäuer*innen, landwirtschaftliche Schulungen für Kleinbäuer*innen
  • Externe Verifizierung der Baumwollgesellschaften und Kleinbäuer*innen alle zwei Jahre durch unabhängige Verifizierungsunternehmen, jährliche Selbstprüfug. Textileinzelhändler zahlen eine Prämie an die Stiftung, die unter anderem für die Verifizierung in den CmiA-Baumwollregionen in Afrika investiert wird

Ökologische Kriterien 

  • Keine Vorgaben für Anteil von Bio-Baumwolle, sondern konventioneller kleinbäuerlicher Baumwollanbau, keine Plantagen
  • Verbot von genmanipuliertem Saatgut (GMO)
  • Ressourcenschonende Produktion: Verbot der Bewässerung, Anbau nur mit Regenwasser, Bestellung der Felder in Fruchtfolge
  • Reduktion von Agrarchemikalien/ Pestiziden (Ausschluss der Substanzen gemäß WHOI, spezifizieren, ab 2013).

    Transparenz

    • Veröffentlichung des zusammengefassten Verifizierungsberichtes, Verifizierungskriterien, Verifizierungsprozess sowie Nennung der Verifizierungsorganisationen
    • Die Herkunft des Endprodukts ist nicht nachvollziehbar
    • Es gibt ein Label an den Kleidungsstücken

    Kommentar CIR

    Die Baumwollproduktion gemäß CmiA-Standard stellt eine Verbesserung zum konventionellen Anbau dar. Es handelt sich jedoch nicht um Bio-Landbau. Der Einsatz von Pestiziden ist erlaubt. Im Rahmen einer unabhängigen Verifizierung wird überprüft, ob die Kleinbäuer*innen und die Baumwollgesellschaften die Richtlinien von CmiA einhalten. Die Verifizierungsreporte sind öffentlich zugänglich.

    Stand: 2016

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