SIEGEL UND STANDARDS

Euroblume

Das Europäische Umweltzeichen wurde 1992 von der Europäischen Kommission eingeführt und kennzeichnet neben anderen Produktgruppen auch Textilien. Ein MSI-Ausschuss (das European Union Ecolabelling Board) definiert gemeinsam mit der Kommission die Kriterien.

Soziale Kriterien

  • Soziale Kriterien stehen nicht im Fokus.

Ökologische Kriterien

  • Jährlich sind mind. 3 % Bio-Baumwolle zu verwenden.
  • Genmanipuliertes Saatgut ist erlaubt.
  • Das Umweltbundesamt ist für die fachliche (Weiter-) Entwicklung der Kriterien zuständig. Die RAL gGmbH prüft Anträge von Unternehmen, die das EU Ecolabel bekommen wollen. Die Einhaltung der einzelnen ökologischen Kriterien erfolgt über Prüfberichte unabhängiger Labore oder in einigen Fällen über Herstellererklärungen.
  • Verbot bestimmter Chemikalien (schwermetallhältige Farbstoffe, chlorhaltige Stoffe, bestimmte Flammschutzmittel). Zusatzstoffe in der Textilproduktion müssen zum Großteil biologisch abbaubar sein. Grenzwerte für Pestizidrückstände und für chemische Substanzen im Endprodukt.

Transparenz

  • Die ökologischen Kriterien sowie deren Überprüfungsverfahren sind öffentlich. Die Antragsunterlagen und Prüfberichte der einzelnen Unternehmen werden nicht veröffentlicht.
  • Über eine Lizenznummer ist die Herkunft des Endprodukts bei der Prüfstelle zurückverfolgbar.
  • Es gibt ein Label an den Kleidungsstücken.

Kommentar CIR

Die Euroblume zeichnet Produkte aus, die geringere Umweltauswirkungen haben als nicht-gesiegelte Produkte. Die schriftliche Erklärung der Hersteller über die Nichtverwendung bestimmter Substanzen kann als Nachweis für die Vergabe des Siegels ausreichen. Soziale Kriterien werden nicht berücksichtigt.

Stand: 2013

SIEGEL UND STANDARDS

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