Siegel und Standards - Der Blaue Engel
Der Blaue Engel
Label
Wertschöpfungskette: Herstellung (Anbau, Rohstoffabbau), Verarbeitung (Stoffproduktion und Nähen), Handel (Endprodukt-Kontrolle)
Der Blaue Engel wurde 1978 ins Leben gerufen und ist damit die erste und älteste umweltbezogene Kennzeichnung der Welt für Produkte und Dienstleistungen. In die Bewertung fließen sowohl Umweltschutz- als auch Verbraucherschutzaspekte ein.
Soziale Kriterien
- IAO-Kernarbeitsnormen
- Kein existenzsichernder Lohn
- Keine unabhängigen Kontrollen, sondern Selbstverpflichtung der Hersteller.
Ökologische Kriterien
- 85 % aller Fasern müssen den Labelkriterien entsprechen. Verwendung von Chemiefasern erlaubt.
- 100 % Biobaumwolle (oder Baumwolle in der Umstellung auf Bioanbau, aber keine Mischung)
- Kein genmanipuliertes Saatgut
- Farben, Drucke und Ausrüstungen dürfen keine toxischen Stoffe enthalten, d.h. u.a. kein Formaldehyd oder Chlor.
Transparenz
- Die Hersteller müssen die Herkunft ihrer Rohstoffe nachweisen.
- Antragstellern und Zulieferern wird die Dokumentation für die Öffentlichkeit im Rahmen eines Umwelt- oder Nachhaltigkeitsberichtes nur empfohlen.
Kommentar CIR
Eine Selbstverpflichtung reicht nicht aus, um soziale Standards in den Zulieferbetrieben zu gewährleisten. Unabhängige Kontrollen unter Einbeziehung lokaler Akteure fehlen. Da es keine Verpflichtung zur Offenlegung von Berichten gibt, ist dieses Label nicht transparent.



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