Siegel und Standards - Ethical Trading Initiative
Ethical Trading Initiative (ETI)
Sozialstandardinitiative (Multi-Stakeholder-Initiative, MSI)
Wertschöpfungskette: Verarbeitung (Stoffproduktion und Nähen)
ETI wurde 1998 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Unternehmen (u.a. ASDA, The Body Shop und Tesco), NROs (u.a. Oxfam, Tradecraft, Safe the Children) und Gewerkschaften (u.a. UNI). ETI ist eine MSI, die den Austausch und das Lernen fördert, um bestmöglich Sozialstandards umzusetzen und Probleme bei den Zulieferern zu lösen. Der Vergleich unterschiedlicher Monitoring- und Verifizierungsmodelle sowie die Forschung und Vernetzung sind wichtige Instrumente der ETI.
Soziale Kriterien
- IAO-Kernarbeitsnormen
- Forderung von existenzsichernden Löhnen für die ArbeiterInnen und die abhängigen Familienangehörigen.
- Aus- und Weiterbildung für Management und ArbeiterInnen
- ETI leitet nach Beschwerden Korrekturmaßnahmen ein. Die Kosten trägt der Zulieferer.
- Bei Missachtung des ETI-Kodex fordert ETI das Unternehmen auf, die Vertragsbeziehung mit dem entsprechenden Zulieferer zu beenden.
- Jährliches Monitoring und Verifizierung, einschließlich Management-System-Audits, d.h. die Einkaufspraktiken der Unternehmen werden überprüft.
Ökologische Kriterien
Keine
Transparenz
- Unternehmensberichte gehen an ETI. Die Initiative berichtet jährlich der Öffentlichkeit über die Verifizierungspraxis.
Kommentar CIR
ETI berücksichtigt die gesamte Produktionskette inkl. Auftragnehmer, Subunternehmner, Lieferanten und Lizenznehmer sowie deren Einkaufspraxis. ETI führt keine Audits und Verifizierungen durch, sondern empfiehlt den Mitgliedsunternehmen lediglich unabhängige Verifizierungsstellen. Der Beschwerdemechanismus, die Korrekturmaßnahmen und die Weiterbildungen führen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess in den Betrieben. ETI weist damit hohe soziale Standards auf und gilt hier als Best Practice Beispiel Nummer 2 im Bereich Soziales.


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