Siegel und Standards - Fair Wear Foundation
Fair Wear Foundation (FWF)
Sozialstandardinitiative (Multi-Stakeholder-Initiative, MSI)
Wertschöpfungskette: Verarbeitung (Konfektionierung)
Die Fair Wear Foundation gründete sich 1999 in den Niederlanden. Mitglieder dieser MSI sind Unternehmen (u.a. Jack Wolfskin, Switcher, Vaude, HempAge und Hess Natur) und Wirtschaftsverbände (50 % der Stimmrechte), NROs (25 %; u.a. Kampagne für Saubere Kleidung) und Gewerkschaften (25 %). DesignerInnen und kleine Mode- und Bekleidungslabels können unter dem Zusammenschluss Clean & Unique kollektiv Mitglied bei der FWF werden (u.a. Zündstoff, Monkee Clothing).
Soziale Kriterien
- IAO-Kernarbeitsnormen
- Forderung von existenzsichernden Löhnen für die ArbeiterInnen und die abhängigen Familienangehörigen.
- Schulungen (Training) für Management und ArbeiterInnen
- Lokale Beschwerdestellen für ArbeiterInnen
- Einmal jährlich überprüft ein internes Gremium der Mitgliedsunternehmen die Einhaltung der Arbeitsstandards (internes Monitoring).
- Alle drei Jahre führt die FWF eine externe und unabhängige Kontrolle (Verifizierung) der Umsetzung der Arbeitsbedingungen durch.
- FWF bildet lokale Audit-Teams aus und integriert lokale Akteure beim Audit sowie bei den Korrekturmaßnahmen.
- Managementsysteme der jeweiligen Mitgliedsunternehmen werden jährlich überprüft, um die Umsetzbarkeit des FWF-Verhaltenskodexes in den Zuliefererbetrieben einschätzen zu können.
- Die Mitgliedsunternehmen sind für das Monitoring zuständig, die FWF für die Verifizierung, die durch Teams der FWF durchgeführt wird. Die Kosten für die Verifizierung werden aus der Summe der Mitgliedsbeiträge bezahlt.
Ökologische Kriterien
Keine
Transparenz
- Mitglieder müssen Arbeitspläne vorlegen und Jahresberichte veröffentlichen und der FWF eine Liste der Zulieferer zukommen lassen.
- Die FWF gibt jährliche Verifizierungsberichte und Infoblätter heraus. Veröffentlicht werden folgende Angaben: Name und Marke des Unternehmens, Anzahl und Herkunft der Zulieferer des Unternehmens und Anzahl der durch die FWF extern überprüften Zulieferer.
Kommentar CIR
Die FWF berücksichtigt die gesamte Produktionskette inkl. Auftragnehmer, Subunternehmner, Lieferanten und Lizenznehmer der Konfektionierung. Die FWF arbeitet bei der Verifizierung eng mit lokalen Organisationen zusammen und schließt die Einkaufspraktiken der Unternehmen mit ein. Durch die Veröffentlichung umfangreicher Daten (s.o.) wird Transparenz angestrebt. Die FWF weist damit die höchsten sozialen Standards auf und gilt hier als Best Practice Beispiel Nummer 1 im Bereich Soziales.



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