Siegel und Standards - Made-by

Made-by

Label 

Wertschöpfungskette: Herstellung (Anbau, Rohstoffabbau), Verarbeitung (Stoffproduktion und Nähen)

Made-by wurde im Jahr 2004 von der niederländischen NRO Solidaridad initiiert und wird von einem Gremium aus Markenfirmen, ProduzentInnen und zivilgesellschaftlichen Organisationen geführt. Made-by ist kein Label im eigentlichen Sinne; die Organisation evaluiert die Fortschritte von Made-by-Unternehmen im Hinblick auf die Verwendung von ökologisch nachhaltigen Rohstoffen sowie die Einhaltung von sozialen Kriterien. Mitglieder sind u.a. Kuyichi und Komodo. 

Soziale Kriterien

Ökologische Kriterien

  • Verwendung von Biobaumwolle und aus Betrieben in Umstellungsphase, keine Vorgaben über Mindestmengen. Anteile von Biobaumwolle bzw. umweltfreundlich hergestellten Rohstoffen werden in den Score Cards (Zeugnisse) für jedes Unternehmen ausgewiesen.
  • Keine eigenen Kontrolle, Biobaumwolle muss von einer IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements) akkreditierten Zertifizierungsstelle geprüft werden.
  • Keine Umweltauflagen für die Weiterverarbeitung der Rohstoffe

Transparenz 

  • Einmal jährlich erstellt Made-by für jedes Mitgliedsunternehmen eine Art Zeugnis für drei Bereiche aus: Anteil an Biobaumwolle, Anteil an umweltfreundlichen Rohstoffen, Anteil an sozial zertifizierten Produktionseinheiten in der Konfektion.     
  • Made-by veröffentlicht einen Jahresbericht 
  • Rückverfolgbarkeit der einzelnen Produktionsschritte: track and trace

Kommentar CIR

Problematisch sind die Bewertungen für soziale Kriterien, wenn diese auf sehr schwache Standards zurückgreifen, wie z.B. jene der BSCI oder WRAP. Ökologische Nachhaltigkeit wird auf die Verwendung von Bio-Rohstoffen reduziert, Umweltstandards für die  Weiterverarbeitung der Rohstoffe gibt es keine.

© 2010 Christliche Initiative Romero e.V.