Siegel und Standards - Oeko-Tex Standard 100plus
Oeko-Tex Standard 100plus
Zertifizierbarer Standard, Label
Wertschöpfungskette: Verarbeitung (Stoffproduktion und Nähen), Handel (Endprodukt-Kontrolle)
Der Oeko-Tex Standard wird von der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie (Oeko-Tex), einem Zusammenschluss von 14 Textil- und Prüfinstituten in Europa und Japan, herausgegeben und entwickelt. Gekennzeichnet werden schadstoffgeprüfte Textilien.
Soziale Kriterien (wie Oeko-Tex Standard 1000)
- Keine IAO-Kernarbeitsnormen
- Keine Forderung von existenzsichernden Löhnen
- Stichprobenartige Kontrollen durch Oeko-Tex-Institut
Ökologische Kriterien
- Endprodukt und Verarbeitung wird kontrolliert.
- Erfüllung der Kriterien wird von unabhängigen Instituten stichprobenartig geprüft, Verstöße werden sanktioniert. Bei erfolgreicher Oeko-Tex 100 und 1000 Zertifizierung kann die 100plus Zertifizierung beantragt werden.
- Ausschluss krebserrengender und allergisierender Farbstoffe, jedoch nur Grenzwerte für gesundheitlich bedenkliche Stoffe (kein Ausschluss).
- Abwasser- und Abluftreinigung sowie Energieeinsatz wird eingeschränkt.
Transparenz
- Vergabekriterien und -verfahren sind öffentlich zugänglich.
Kommentar CIR
Oeko-Tex 100plus kombiniert die Standards aus Oeko-Tex 100 und Oeko-Tex 1000 und weist damit strengere ökologische Kriterien auf. Zudem werden bei Oeko-Tex 100plus soziale Kriterien und ökologische Kriterien auch bei der Verarbeitung berücksichtigt. Es gibt nur Grenzwerte, jedoch keinen Ausschluss von Rückständen in den Endprodukten: Selbst für Babykleidung lässt das Siegel Rückstände von Schwermetallen, Pestiziden und Chlorbleiche zu. Weder ökologische noch soziale Kriterien und Kontrollen reichen aus, um für eine menschenwürdige Produktion zu sorgen.



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