Grüne Modefirmen - Format
Format
Berlin, Deutschland
Besitzerin | Mareike Uhlmann |
|---|---|
Anzahl der Mitarbeitenden | 2 |
Art der Kleidung/Zielgruppe | Oberbekleidung, Röcke, Kleider, Taschen, Kleidungsaccessoires für Damen und Herren |
Produktionsländer | Rohstoffproduktion: Türkei (70 %), Indien (30 %) |
Verkaufsstellen |
Format macht fair produzierte Mode in Berlin und beschreibt diese als „selbstverständliches Element des täglichen Lebens.“ Seit Herbst 2008 verwirklicht die format-Familie ihre Ideen von einer fairen Mode-Welt. Natürliche und umweltfreundliche Materialen, nach Cradle to Cradle®-Prinzipien und auch ökologisch hergestellt, sind dafür die Basis. Die nachhaltige Produktion der angebotenen Produkte ist Teil des Images und der Verkaufsstrategie des Labels, allerdings steht laut eigener Aussage das Design im Vordergrund. format setzt auf langjährige Geschäftsbeziehungen mit PartnerInnen im Ausland. Während die Rohstoffproduktion sowie das Weben/ Stricken der Stoffe von Partnerunternehmen im Ausland erfolgt, werden die Produktionsschritte des Färbens sowie des Schnitts, Nähen, Konfektion und die Veredlung von format selbst übernommen.
Transparenz
Format hat den Fragebogen ausgefüllt. Es gibt keinen eigenen Verhaltenskodex, format begründet dies damit, dass ein Großteil der Produktion in Deutschland erfolgt, was mit fairen und gerechten Produktionen gleichgestellt wird. Format gibt selbst an, dass kurze Informationen über die Nachhaltigkeit auf den jeweiligen Produkten/Verpackungen vorhanden sind und auf der Homepage ausführlicher beschrieben werden. An jedem Kleidungsstück ist zudem ersichtlich, wie oft es im jeweiligen Material und der jeweiligen Farbe produziert wurde (max. 50 Stück).
Soziale Kriterien
Die sozialen Kriterien, die format in der Herstellung der Stoffe anwendet, entsprechen dem Kodex von GOTS. So werden die IAO-Kernarbeitsnormen berücksichtigt und es gibt CSR-Trainings-Programme für die MitarbeiterInnen. Diese Normen beinhalten die Organisationsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen und verbieten Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung. Es werden keine existenzsichernden Löhne für die ArbeiterInnen und die abhängigen Familienangehörigen gefordert. Als Minimalanforderung gilt die Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns. Format beruft sich darauf, dass ab dem Produktionsschritt des Färbens innerhalb des eigenen Unternehmens produziert wird, weshalb eine fairen und gerechten Produktion garantiert sei. Hier erfolgt weiter ein direkter Bezug auf die IAO-Kernarbeitsnormen.
Ökologische Kriterien
Die Baumwoll- und Seidenstoffe sind GOTS zertifziert und unterliegen damit hohen ökologischen Standards, die hier als ein „Best Practice“ Beispiel gelten. Außerdem gelten für die rein aus einem Stoff produzierten Produkte die Cradle to Cradle®-Prinzipien, so dass das Produkt zu 100% recycle-/kompostierbar ist.
Monitoring und Verifizierung
Auf die ökologischen Kriterien während des Webens/Strickens des Stoffs werden die Betriebe durch jeweils akkreditierte und kommerzielle Prüfinstitute im Rahmen der GOTS-Zertifizierung regelmäßig und zuverlässig überprüft.
Kommentar CIR
Format hat den Fragebogen beantwortet. Die GOTS-Zertifizierung weist hohe ökologischen Standards auf und gilt hier als ein „Best Practice“ Beispiel. Zudem sind viele der Produkte nach den die Cradle to Cradle®-Prinzipien produziert, so dass das Produkt zu 100% recycle-/ kompostierbar ist. Für die glaubhafte Überprüfung der Einhaltung sozialer Kriterien (die zudem nur in der Verarbeitung, aber nicht in der Rohstoffproduktion gelten) sowie die Aus- und Weiterbildung für Management und ArbeiterInnen wäre die stärkere Einbindung von lokalen Akteuren, Gewerkschaften und NROs, wie im Rahmen einer glaubwürdigen MSI, erforderlich. Die arbeitsintensiven Produktionsschritte des Färbens, des Nähens und der Konfektion werden von der Inhaberin und MitarbeiterInnen in Berlin selbst durchgeführt.



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