Grüne Modefirmen - Grüne Erde
Grüne Erde GmbH
Scharnstein, Österreich und München, Deutschland
Besitzer | Reinhard Kepplinger; Kuno Haas |
|---|---|
Anzahl der Mitarbeitenden | 403 |
Kleidung/Zielgruppe | Oberbekleidung, Jeans, Kleider/Röcke, Unter- und Nachtwäsche, Taschen und Kleidungsaccessoires für Damen |
Produktionsländer | Rohstoffproduktion: Türkei (70 %), Nepal (15 %), Indien (15 %) |
Verkaufsstellen |
Grüne Erde, bekannt für naturbelassene Möbel, Wohnaccessoires und Kosmetika, bietet seit 2010 eine eigene Organic Fashion Linie an. Neben der Verwendung von umweltfreundlichen Naturfasern, zeigt Grüne Erde durch seinen Beitritt als erstes österreichisches Mitglied zur Fair Wear Foundation, dass dem Unternehmen auch sozial nachhaltig Produktion der Bekleidungslinie wichtig ist. Die nachhaltige Produktion der angebotenen Produkte ist Teil des Images und der Verkaufsstrategie des Labels. Der gesamte Produktionsprozess, vom Rohstoff bis zur Endfertigung, wird von Partnerunternehmen im Ausland durchgeführt.
Transparenz
Grüne Erde hat den Fragebogen beantwortet. Der Verhaltenskodex des Unternehmens ist deckungsgleich mit dem Kodex der Fair Wear Foundation (FWF) und wird in alle Sprachen der Produktionsländer übersetzt. Das Unternehmen liefert Informationen zur Struktur der Zulieferkette und den Produktionsländern an die FWF. Grüne Erde muss der FWF gegenüber im Rahmen des Management System Audit (MSA) Unternehmensdaten offen legen. Im Rahmen des MSA wird überprüft, ob kontinuierlich an Verbesserungen der Arbeitsbedingungen bei den Konfektionären gearbeitet wird. Der Bericht über das Management System Audit wird auf der Webseite der FWF veröffentlicht. Grüne Erde gibt selbst an, dass kurze Informationen über die Nachhaltigkeit auf den jeweiligen Produkten/ Verpackungen vorhanden sind und ausführlich auf der Homepage und in den Produktkatalogen beschrieben werden. Eine Rückverfolgung der gesamten Produktionskette eines einzelnen Kleidungsstücks ist für KundInnen durch das System Track and Trace von Made-by möglich.
Soziale Kriterien
Grüne Erde verpflichtet sich durch die Mitgliedschaft seit 2010 in der FWF formell dazu, in allen Arbeitsstätten, in denen seine Produkte hergestellt werden, grundlegende Arbeitsstandards – entsprechend den IAO-Kernarbeitsnormen – zu respektieren. Diese Normen beinhalten die Organisationsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen und verbieten Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Diskriminierung. Über die IAO-Kernarbeitsnormen hinaus verpflichtet sich das Unternehmen dazu, dem Recht der ArbeiterInnen auf einen Existenzlohn nachzukommen (d.h. ein Lohn, der bei einer Regelarbeitszeit den Grundbedarf der ArbeiterInnen und ihrer Familie deckt und zusätzlich frei verfügbares Einkommen ermöglicht). Darüber hinaus gibt es Trainings für die ArbeiterInnen in den Betrieben durch die FWF.
Ökologische Kriterien
Für einen Großteil der Textilien aus Baumwolle, Leinen, Wolle und Angora gelten die strengen Richtlinien der GOTS- bzw. IVN-Zertfifizierung, welche hier als „Best practice“-Beispiele gelten.
Monitoring und Verifizierung
Um die Einhaltung des Verhaltenskodexes der FWF zu überprüfen, führt Grüne Erde laut eigener Aussage bei allen Lieferanten ein soziales Audit durch. Bei einem Audit werden alle Lieferanten (Agenten, Direktlieferanten und Subproduzenten) geprüft. Durchgeführt werden diese Audits durch Grüne Erde selbst. Diese Audits können auf der Webseite der FWF eingesehen werden. Um die Fortschritte bei der Umsetzung des Verhaltenskodexes zu kontrollieren, besuchen die MitarbeiterInnen des Unternehmens regelmäßig die Fabriken. Zusätzlich wird ein Monitoring-System implementiert. Die Audits werden den Unternehmen immer angekündigt. Darüber hinaus finden unangekündigte externe Interviews mit den MitarbeiterInnen statt, um die Angaben zu kontrollieren. Wenn eine Beschwerde von MitarbeiterInnen der Fabrik vorliegt, finden darüber hinaus auch unangemeldete Besuche in der Fabrik statt.
Kommentar CIR
Grüne Erde hat den Fragebogen beantwortet. Von der Herstellung der Rohfasern bis zur Konfektion sind alle Produktionsschritte transparent und unterliegen hohen sozialen und ökologischen Standards. Grüne Erde ist Mitglied der FWF und damit Teil einer glaubwürdigen Multi-Stakeholder-Initiative. Das Unternehmen implementiert den Verhaltenskodex entsprechend den Richtlinien der FWF, ist engagiert, glaubwürdige Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu unternehmen und zahlt für die Audits seiner Zulieferer. Nach jedem Audit wird ein Verbesserungsmaßnahmeplan erstellt. Außerdem berücksichtigt das Unternehmen, dass die eigene Beschaffungspolitik Auswirkungen auf die Zulieferer hat. Der Verhaltenskodex ist immer Bestandteil der Verträge mit Lieferanten. Mit dem Arbeitsverhaltenskodex der FWF verpflichtet sich Grüne Erde einem der weitestreichenden Kodizes auf dem Markt und kommt damit den Forderungen der CIR nach einem effektiven Umgang mit dem Thema Unternehmensverantwortung nach. Auch auf ökologischer Ebene wird Grüne Erde mit der Verwendung von GOTS- und IVN zertifizierten Biomaterialien hohen Standards gerecht.






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