Grüne Mode - Produkte - Nueva Vida

Mit fairem Konsum bessere Arbeitsbedingungen schaffen?

Die Nueva Vida Fair Trade Zone  

„Solidarität muss von den KonsumentInnen ausgehen“, sagt Maria Elena Medina Vallejos, Mitarbeiterin von Nueva Vida. „Denn nur wenn sich KonsumentInnen für den Kauf von fair produzierten Textilien interessieren, tragen sie dazu bei, dass die Arbeitsbedingungen und die Löhne der ArbeiterInnen verbessert werden.“

Die Kooperative Nueva Vida Fair Trade Zone hat nach der Zerstörung der Sweatshops-Arbeitsstätten durch den Hurrikan Mitch mit Hilfe einer Anschubfinanzierung von der Non-Profit-Organisation „Center for Development in Central America“ (CDCA) innerhalb weniger Jahre die Kooperative Nueva Vida Fair Trade Zone aufgebaut, die aktuell 36 Arbeiterinnen in Vollzeit beschäftigt. Gebäude und Maschinen sind Eigentum der Mitglieder, die sich selbst als „owner-workers“ bezeichnen.

Seit 2001 werden hier T-Shirts, Blusen und Babykleidung aus biologisch angebauter Baumwolle aus Peru mit GOTS-Zertifizierung hergestellt. Die Kooperative ist genossenschaftlich organisiert und seit 2005 die erste Kooperative, die als Freie Produktionszone angemeldet ist. Damit produziert die Nähfabrik unter derselben Steuerbefreiung wie die multinationalen Konzerne. Alle Entscheidungen zu Löhnen, Arbeitszeiten oder Investitionen werden auf dem monatlichen Plenum getroffen, bei dem jedes Mitglied der Kooperative gleichberechtigt eine Stimme hat. Weiterhin garantiert das Kollektiv, im lokalen Kontext betrachtet, faire und existenzsichernde Löhne, die weit über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.

Vom 01. bis zum 08. November 2011 war Maria Elena Medina Vallejos von der Kooperative in Deutschland zu Gast. Auf einer Rundreise und auf unserer Herbsttagung 2011 berichtete sie nicht nur von den schlechten Arbeitsbedingungen in den Sweatshops der Textilindustriebranche, sondern zeigt auch Perspektiven jenseits der Konkurrenzwirtschaft auf. 

© 2010 Christliche Initiative Romero e.V.