Der Geschäftsführer der Organisation der Waldgemeinden im Petén, Marcedonio Cortave, hier zusammen mit dem CIR-Vorstand Thomas Bröcheler in der Waldgemeinde Uaxactún, Petén.
Der Geschäftsführer der Organisation der Waldgemeinden im Petén, Marcedonio Cortave, hier zusammen mit dem CIR-Vorstand Thomas Bröcheler in der Waldgemeinde Uaxactún, Petén.

Waldgemeinden und nachhaltige Waldbewirtschaftung im Petén – ACOFOP

ACOFOP-Walgemeinden im Petén

Die CIR unterstützt seit einigen Jahren die Waldgemeinden im tropischen Regenwald des Petén. Die in ACOFOP zusammengeschlossenen Waldgemeinden haben sich immer gegen die Erdölförderung im Naturschutzpark La Laguna del Tigre ausgesprochen, da hierfür große Schneisen in zusammenhängende Waldflächen geschlagen würden und zu Holzschmuggel animieren, da Baumstämme auf den neuen Straßen schnell abtransportierbar sind. Ebenso tritt ACOFOP gegen ein im Rahmen des Plan Puebla Panama geplanten Staudammprojekts im Fluss Usumacinta ein.

ACOFOP (Asociación de Comunidades Forestales de Petén) im Norden Guatemalas organisiert die Waldgemeinden, damit der tropische Regenwald des Petén nachhaltig bewirtschaftet wird. Diese Waldgemeinden liegen innerhalb der Zona de usos multiples (ZUM) in der Maya-Biosphäre. Die dortigen ZUM umfassen insgesamt 848.000 Hektar. Hiervon sind Gemeinde-Wald-Bewirtschaftungskonzessionen für die Fläche von über 400.000 Hektar vergeben worden.

Grundlage für die Arbeit von ACOFOP ist die Organisierung von teilweise indianischen Dorfgemeinschaften, um eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu erreichen. 28 Waldgemeinden sind Mitglied bei ACOFOP, etwa zehn dieser Gemeinden haben das FSC-Waldsiegel noch nicht erhalten, womit bereits ein großer Teil gemeindlichen Waldes zertifiziert ist. Gleichzeitig kümmert sich ACOFOP darum, dass auch Sägewerke zertifiziert werden. Die Zertifizierungen sind auch eine Maßnahme, um gegen den nach vor verbreiteten Holzschmuggel ehemaliger Militärs und von einschlägig bekannten Unternehmer vorzugehen.

Die nachhaltige Bewirtschaftung geht davon aus, dass der Waldbestand durch die lokale Bevölkerung, wenn deren Lebensgrundlagen nachhaltig erhalten werden, in vielen Fällen besser geschützt werden, als wenn in teilweise schwer kontrollierbaren großen Flächen nur auf Naturschutz gesetzt wird. Vor diesem Hintergurnd sorgt ACFOP auch dafür, dass die Position der Waldgemeinden bei der Veräußerung konzessionierter Waldbestände verbessert wird.

Die CIR unterstützt ACOFOP bei der Organisierung der Waldgemeinden, in der ökologischen Bewusstseinsarbeit und der gemeinsamen Interessenvertretung gegenüber öffentlichen Institutionen. Dabei geht es um die nachhaltige Waldbewirtschaftung, vor allem der Gemeinden des Naturschutzreservats Maya-Biosphäre und darum, dass die Gemeinden das FSC-Siegel, das Holzzertifikat für Edelhölzer, erhalten.

Unterstützen Sie Acofop unter dem Spendenstichwort Regenwald.

© 2010 Christliche Initiative Romero e.V.