
Ixpiyakok - Bildungsprogramme und Mikrokredite
Ademi-Ixpiyakok ist eine gemeinnützige guatemaltekische Frauenorganisation, die im Jahr 1994 gegründet worden ist. Ihr Sitz ist in Tecpan im Department Chimaltenango (Guatemala). Berta Cumez ist die Koordinatorin der Ixpiyakok-Frauen. Ixpiyakok ist in fünf Großgemeinden (Munizipien) tätig und richtet ihre Tätigkeit im Rahmen von Gesundheits- und Bildungsprogrammen auf indianische Frauen. Ferner vergeben sie Mikrokredite an indianische Frauen. Dieses Letztes ist ein sehr gut laufendes und angenommenes Vorhaben, welches die Subsistenz in den bäuerlichen-ländlichen Gemeinden verbessert (landwirtschaftliche Produktion, Kunsthandgewerbe, Kleintierhaltung, in begrenztem Umfang auch Rindvieh, „Gemüsegärten“, informeller Sektor). Zwar wird in Tecpan kaqchiquel gesprochen, aber im benachbarten Chichicastenango, wo Ixpiyakok auch arbeitet, wird kiché gesprochen, welches aber dem kaqchiquel sehr nahe ist und deshalb unproblematisch ist. Der Ansatz und der Nutzen, den Ixpiyakok in den genannten Bereichen verschafft, gibt der Frauenorganisation einen guten Rückhalt. Insbesondere sind der partizipative Ansatz sowie der Kampf gegen Marginalisierung und Diskriminierung wichtig. Bei Ixpiyakok sind 300 Frauen organisiert, die zur jährlichen Generalversammlung kommen. Es gibt einen Vorstand von 7 Frauen, der die Arbeit der Geschäftsstelle und der Koordinatorin beaufsichtigt.
Ixpiyakok hat in seiner Arbeit drei Programme aufgelegt: eines zur Verbesserung der Gesundheitssituation von Frauen in den vier Munizipien, ein weiteres zur Verbesserung der Bildungssituation von Frauen und deren Kinder und schließlich das Programm zum wirtschaftlichen Empowerment der Frauen. Bei den Programmen der gesundheitlichen und bildungsmäßigen Förderung von Frauen wird mit den jeweiligen Bürgermeistern der Munizipien oder Kommunen zusammengearbeitet. Bei den Kleinkrediten werden kleine Gruppen geschaffen, die gemeinsam für einen Kredit haften. Dies erfordert, dass gemeinsam gut mit den Ressourcen umgegangen wird. Was seinerseits Bildungsanstrengungen erfordert. Die Organisierung von Frauengruppen in den Dörfern und Dorfbauernschaften ist wichtig und fördert auch die Aussprachen außerhalb des reinen Kreditverfahrens. Die Rückzahlungsrate der Kredite liegt bei über 90 Prozent.
Bei allen Programmen besteht auch das wichtige Ziel, dass sich die Frauen der Maya-Kultur und deren Verteidigung bewusst sind und dem Ziel verpflichtet bleiben eine interkulturelle Gesellschaft zu schaffen. In Gesellschaften wie der guatemaltekischen und speziell bei den Mayas sind Themen wie sexuelle Gewalt ein Tabu. Dies beginnt teilweise noch früher, dass man auch bei der Diskussion bestimmter Thema hinsichtlich von Frauengesundheit auf Vorbehalte stößt, die behutsam beiseite zu räumen sind. Dies ist möglich, wenn eine Brücke zwischen Tradition und Moderne geschlagen werden kann.
Im Gesundheitsprogramm von Ixpiyakok geht es neben anderen natürlich stark um Gesundheitserziehung, wozu Verbesserung von Ernährung und Ernährungsgewohnheiten von Frauen und ihren Kindern geht, ein wichtiger Baustein in Gegenden, wo Unterernährung stark präsent ist.
Die CIR arbeitet seit kurzem mit Ixpiyakok zusammen. Für Guatemala ist wichtig, dass Grasswurzel-Organisationen der Mayas auf dem Land Stärkung erfahren. Auf Ixpiyakok trifft dies in besonderem Maße zu. In einem mit dem Weltgebetstag der Frauen zu kofinanzierendem Projekt unterstützt die CIR die Verbesserung der Ernährungssicherung der Maya-Frauen in vier Großgemeinden, damit die Frauen und ihre Kinder gesünder zu leben imstande sind. Bitte unterstützen Sie dieses Projekt unter dem Stichwort: Ixpiyakok in Guatemala.


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