Guatemala
Kinder in Tecpán, Region Chimaltenango
Kinder in Tecpán, Region Chimaltenango

Menschenrechtsgerichtshof der OAS fordert Umsetzung seiner Urteile in Guatemala

Von Ulrike Bickel

Guatemala-Stadt, 30.03.2017 (amerika21) - Die Richter des Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshofs haben nach ihrem einwöchigem Besuch in Guatemala die Regierung des Landes aufgefordert, 14 seiner Urteile aus den Jahren 1999 bis 2012 endlich umzusetzen. Dazu gehöre die Untersuchung der Fälle, die Bestrafung derTäter und eine Wiedergutmachung für die Opfer und ihre Angehörigen. Dabei hoben sie die Bedeutung der Opfer und der Menschenrechtsrechtsverteidiger im Kampf gegen Straflosigkeit hervor.

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Tragödie bei Brand in Kinderheim

Bislang 40 Tote und zehn schwer verletzte Mädchen und Jungen. Kinder waren eingesperrt.

Von Barbara Klitzke Rojas

Guatemala-Stadt, 13.03.2017 (amerika21) - Infolge des Brandes im Heim "Sichere Unterkunft Maria Himmelfahrt" in San José Pinula, einem Vorort von Guatemala-Stadt, sind bis zum gestrigen Sonntag 40 Mädchen gestorben, weitere zehn Jugendliche sind noch mit lebensgefährlichen Verbrennungen im Krankenhaus. Die Regierung hatte eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.

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Stopp von Wasserkraftprojekten: Unternehmerverband kritisiert "Rechtsunsicherheit"

Von Barbara Klitzke Rozas

Guatemala-Stadt, 05.03.2017 (amerika21) - In Guatemala geht der Unternehmerverband CACIF öffentlichkeitswirksam gegen Justizentscheidungen an, die den Ausbau umstrittener Wasserkraftwerke hemmen. Bei einer Pressekonferenz klagte der CACIF die "Rechtsunsicherheit" in Guatemala an. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof eine zeitweilige Aufhebung der Bewilligung für die Wasserkraftwerke Oxec I und II am Fluss Cahabón im Departement Alta Verapaz beschlossen.

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Indigene fordern Verfassungsreformen ein

Von Barbara Klitzke Rozas

Guatemala-Stadt, 27.02.2017 (amerika21) - Der Kongress von Guatemala hat die Diskussion um die Reform des Artikels zur Unabhängigkeit des Justizwesens und die Einbeziehung indigener Gerichtsbarkeit in die Verfassung erneut verschoben. In den Tagen zuvor war das Straßennetz landesweit an strategischen Knotenpunkten durch zehntausende Protestierende lahmgelegt worden. Über 30 soziale Organisationen forderten vom Kongress, die Reformen anzunehmen. Dagegen sprach sich der Wirtschaftsverband CACIF gegen die Einführung einer indigenen Justiz aus und forderte vom Parlament, diese nicht anzunehmen, "um das Justizsystem zu stärken".

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20 JAHRE FRIEDENSABKOMMEN

Guatemala, Dezember 2016 (Fijate) - Die Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und der URNG jährte sich am 29. Dezember zum20. Mal. Grund genug, Bilanz zu ziehen. Dies tut zum einen der US-Journalist Jeff Abbott in Waging Nonviolence vom 27. Dezember 2016 und zum anderen Martin Pellecer in der Nómada vom 28. Dezember 2016. Der erste befasst sich mit einer antimiitaristischen Gruppe und ihrem Kampf gegen den weiterhin vorhandenen Einfuss des Militärs im Land, Pellecer versucht, auf Anfrage von kolumbianischen KollegInnen, zehn Ideen, die Kolumbien von der zwanzigjährigen Friedenszeit in Guatemala lernen soll.

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Ex-Diktator Ríos Montt

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