Guatemala

- Kinder in Tecpán, Region Chimaltenango
Ríos Montt wegen Völkermordes schuldig
Ehemaliger Diktator wird zu 80 Jahren Gefängnis verurteilt. Kontroverse Reaktionen in Guatemala auf das Urteil
Guatemala-Stadt, 12. Mai 2013 (amerika21.de)
Von Stephan Tschirren
Als Guatemalas Ex-Diktator Efraín Ríos Montt am Freitag zu 80 Jahren Haft verurteilt wurde, war die Freude bei den Angehörigen seiner Opfer groß. Das Urteil im Prozess wegen Völkermordes gegen den früheren Diktator und Militärmachthaber von Guatemala wurde im Gerichtssaal mit Applaus und Sprechchören aufgenommen. Die zuständige Richterin Yasmín Barrios wurde als Heldin gefeiert. Hector Reyes, der Anwalt von CALDH, der Klägerorganisation, sprach von einer historischen Entscheidung. Die Beweise seien sehr klar gewesen und mit Ríos Montt sei der Chef der Armeeleitung von damals verurteilt worden. Die Opfer seien sehr glücklich, denn sie hätten bei ihren Zeugenaussagen immer Gerechtigkeit gefordert. Diese erhielten sie mit dem jetzigen Urteil. Menschenrechtsorganisationen auf nationaler und internationaler Ebene würdigten das Urteil als wichtigen Schritt auf dem Weg zu Frieden und Gerechtigkeit in Guatemala. Zum ersten Mal überhaupt in Lateinamerika wurde ein ehemaliger Diktator und Militärmachthaber im eigenen Land verurteilt.
Rios Montt: Verlauf des Prozesses wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Geheimdienst charakterisierte die Ixil als Feinde
Guatemala, 23. April 2013 (fijate)- Am 17. Tag des Prozesses gab der pensionierte peruanische General Rodolfo Robles Espinoza seine Gutachteraussage als Experte für militärische Technik ab. Er berichtete über die Befehlskette, wie sie zwischen dem 23. März 1982 und dem 8. August 1983, also der Amtszeit von Rios Montt, im guatemaltekischen Heer herrschte. Außerdem sagte er bezüglich der militärischen Operationspläne Victoria 82 und Sofia 83, dass diese nicht ohne das Wissen der höchsten Kommandanten und dem oder dem Militärchef, also Präsident Rios Montt selbst, umgesetzt hätte werden können.
Ausnahmezustand in Bergbauregion
Kanadischer Konzern erhält Abbaugenehmigung. Regierung Guatemalas ruft nach Protesten erneut Ausnahmezustand aus
Guatemala-Stadt, 6. Mai 2013 (amerika21.de)
von Stephan Tschirren
Am 2. Mai hat die Regierung des früheren Generals Otto Pérez Molina den Ausnahmezustand über fünf Gemeinden der beiden Departemente Santa Rosa und Jalapa verhängt. 3500 Soldaten und zusätzliche Polizeieinheiten wurden im Verlauf des Tages in den Südosten Guatemalas verlegt.
Hilferuf aus Guatemala!
Der Rat der Christlichen Ökumene von Guatemala bittet um internationale Unterstützung im Einsatz für eine friedliche Beilegung der neuen Gewaltwelle im Land
Eine Massenblockade auf der Interamericana, einer wichtigen Verkehrsroute Guatemalas, am 4. Oktober 2012, an der ca. 15.000 Einwohner des Bundesstaates Totonicapan teilnahmen, wurde von Sicherheitskräften der Regierung brutal beendet. Laut Augenzeugenberichten schossen die Sicherheitskräfte wahllos auf die Menge. Insgesamt starben sieben Teilnehmer des Protestes, 30 weitere wurden verletzt.
Buen Vivir: Nachhaltigkeit als Lebensform
26. Februar 2013 (poonal 1034)
von Louisa Reynolds
Für die Maya bedeutet das “Buen Vivir” – das „Erfüllte Leben“ – die natürlichen Ressourcen zu schonen. Dies ist für die EinwohnerInnen von Totonicapán Programm – für sie haben der Wald, seine Tierwelt, Bäume und Flüsse einen heiligen Wert. Sie gehören zu den K’iché (spanisch: Quiché), der größten indigenen Volksgruppe des Landes und sind Teil der Maya-Ethnie.
Ein historischer Schritt in der Rechtssprechung Guatemalas
Am 28. Januar 2013 ordnete die Staatsanwaltschaft an, den Prozess gegen Rios Montt wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu eröffnen – 30 Jahre nach den Massakern, die sich zwischen 1982 und 1983 in Guatemala ereignet haben. Montt wird vorgeworfen, diese Verbrechen entworfen, geplant und genehmigt zu haben.
Die Folgen des Erdbebens im Süden Guatemalas
Mindestens 42 Tote zu beklagen!
Guatemala, 11. November 2012 (Fijate 522) - Ein Erdbeben der Stärke 7,2 auf der Richterskala hat am 6. November gegen 10.35 Uhr einen großen Teil Guatemalas erschüttert. Zunächst gab der Leiter des Nationalen Instituts für Seismologie und Vulkanologie, Eddy Sánchez an, dass das Epizentrum des Bebens sich nahe der Pazifikküste von Retalhuleu befunden habe. Allerdings waren die schlimmsten Schäden in den westlichen und nordwestlichen Departments San Marcos, Quetzaltenango, Quiché; und Huehuetenango zu beklagen.
Unterstützen Sie den Wiederaufbau nach dem großen Beben!
Am 7. November 2012 blieben in Guatemalas Hochland die Uhren um 10:35 h stehen: Ein Erdbeben der Stärke 7,3 ereignete sich mit Epizentrum direkt vor der Pazifikküste Guatemalas und erschütterte vor allem höher gelegene Ortschaften in den Departments San Marcos und Quetzaltenango. 42 Menschen wurden durch das Erdbeben getötet. Es war das schwerste Erdbeben, das das Land seit 30 Jahren erlebte. In dem Ort San Cristobal Cuchu (San Marcos) ist eine zehnköpfige Familie in ihrem Haus verschüttet worden. Rund 60 Nachbeben wurden gezählt und versetzten die Bevölkerung erneut in Angst und Schrecken.
Historischer Prozess gegen Ex-Diktator
Verteidigung setzt auf Zeit. Rios Montt als personifiziertes Symbol des Staatsterrors, unter dem mehr als 200.000 Menschen den Tod fanden
von Timo Dorsch
Guatemala-Stadt, 25. August (amerika21.de) - Der Gerichtsprozess gegen den früheren Diktator von Guatemala, Efraín Ríos Montt, hat auch sieben Monate nach Erhebung der Anklage kaum Fortschritte gemacht. Die Verteidigung lässt nichts unversucht, den Beginn des eigentlichen Strafprozesses zu verschieben.
Frauen, die die Welt bewegen
CIR-Partner ADEMI erhält Äquator-Preis der UN
ADEMI, Partnerorganisation des Weltgebetstages und der CIR aus Guatemala, wurde mit dem Äquator-Preis des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und wurde dieses Jahr im Rahmen des UN Gipfels zu Nachhaltiger Entwicklung in Rio de Janeiro (Rio +20) an die Gewinnerorganisationen überreicht.
















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