Hess Natur

Hess Natur unter der Lupe

Befragung "Grüner" Modelabels

Im Rahmen einer umfassenden Befragung der Christlichen Initiative Romero wurden Modemarken beleuchtet, die ihre Mode laut eigenen Aussagen unter ökologisch und sozial „sauberen“ Bedingungen herstellen lassen. Auch Hess Natur nahm an der Befragung teil und gilt als eines der positiven Beispiele von Unternehmen, die sowohl ökologisch als auch sozial faire Mode verkaufen. Mit dem Kodex der Fair Wear Foundation verpflichtet sich Hess Natur einem der weitestreichenden Verhaltenskodizes auf dem Markt. 
Zum informativen Profil

Durchbruch für Arbeitsrechte bei R.L:Denim.

Unternehmen bleibt weiterhin in Kritik für CSR-Politik.

Eine Studie des NLC von Mai 2009 hatte aufgedeckt, dass die ArbeiterInnen geschlagen und die Löhne nicht ausgezahlt wurden; sie mussten sieben Tage und bis zu 97 Stunden pro Woche arbeiten. Eine Frau war gestorben, weil sie den Akkordmarathon nicht mehr aushielt und nicht zum Arzt durfte. Daraufhin brach sie am Arbeitsplatz zusammen. Metro stellte einen  Zusammenhang zwischen dem Tod der Arbeiterin und den Arbeitsbedingungen in der Fabrik in Abrede, für CCC und Ver.di, basierend auf den NLC-Recherchen – ist dieser jedoch naheliegend.

Der Fall R. L. Denim habe für Metro wie ein „Weckruf“ fungiert. Zukünftig werde für die Kontrolle der Arbeitsrechte das Vier-Augenprinzip gelten, so dass nicht mehr nur der Einkauf die Umsetzung beaufsichtige, sonder auch der Comlpiance-Bereich des Konzerns. Metro werde ab sofort wieder Aufträge in R. L. Denim platzieren, das Auftragsvolumen entspreche dem früheren. Zusammen mit dem Fabrikbetreiber werde sich Metro um noch ausstehende Zahlungen, nicht erteilten Mutterschutz und andere Probleme kümmern. Zukünftig solle dort gesetzeskonform gearbeitet werden. Sollten dafür die Kosten für den Einkauf der Produkte steigen, sei Metro bereit, diese zu tragen.

Verdi und CCC zeigten sich zufrieden mit den von Metro in Aussicht gestellten Schritten. Im Fabrikalltag muss sich nun zeigen, wie weit es zu Verbesserungen für die ArbeiterInnen kommt. Arbeitsrechtsverletzungen der Metro Töchter Saturn und Media Markt drängten CIR-VertreterInnen auch 2010 zur Aktionärsversammlung. 

Bisher konnte keine Übereinstimmung beim Kontrollmodell gefunden werden: Metro hält an Kontrollen durch die BSCI fest. Die CCC kritisiert BSCI, weil es keine Multistakeholder-Inititative ist, an der NRO und Gewerkschaften gleichberechtigt beteiligt sind. Auch setzt BSCI fast ausschließlich auf Fabrikkontrollen, lässt aber die Einkaufspraxis der Auftraggeber wie Metro außer Acht.

Mehr lesen

Interview mit hessnatur

hessnatur, Naturtextilien-Hersteller mit Sitz in Butzbach und das älteste Mitglied der FWF in Deutschland seit dem Jahr 2005, führte Ende 2010 eine Lohnstudie in allen 142 Zulieferbetrieben (kurz: ZL) in 32 Ländern durch. Ein wertvoller Beitrag zur Diskussion des Themas Grundbedürfnislohn. Wir sprachen am 22.8.2011 darüber mit Stefanie Santila Karl, CSR-Project-Managerin, und Rolf Heimann, dem Leiter der Abteilung Innovation und Ökologie, beide von hessnatur.

Mehr lesen

Neue Offerte für Hess Natur

Pressemitteilung der hnGeno vom 21. August 2011
Die Genossenschaftsinitiative hnGeno meldet sich aus der Sommerpause zurück – wir haben die vergangenen Wochen, die hinsichtlich des Verkaufs von hessnatur sehr ruhig waren, zum einen dafür genutzt, um uns nach den anstrengenden Wochen und Monaten etwas zu erholen und in den Ferien Urlaub zu machen.

Zum anderen waren wir nicht untätig und prüfen aktuell eine neue Offerte mit einem verbesserten Angebot, um hessnatur dem aktuellen Eigentümer abzukaufen und gemäß unserer Satzung als Genossenschaft weiterzuführen.

Festzuhalten bleibt, dass hessnatur nach wie vor nicht verkauft ist und nach Aussetzen des Verkaufsprozesses weiterhin zur Primondo Speciality Group (PSG) gehört, die an den KarstadtQuelle Mitarbeiter Trust e.V. (KQMT) verpfändet ist. Finanzinvestoren wie Carlyle oder Paragon Partners, die Presseveröffentlichungen zufolge Interesse an einer Übernahme von hessnatur hatten, haben davon wieder Abstand genommen – der Einfluss der Genossenschaft war den potenziellen Käufern offenbar zu groß. Insofern sind das Aussetzen des Verkaufsprozesses und die Tatsache, dass es allem Anschein nach keinen geeigneteren Käufer als die hnGeno für hessnatur gibt, ein gutes und Mut machendes Zeichen dafür, sich weiterhin für die Genossenschaftslösung einzusetzen.

Je mehr Genossen der hnGeno beitreten, umso besser ist und wird die Eigenkapital-Situation der Genossenschaft. Trotz des Aussetzen des Verkaufsprozesses gibt es nach wie vor einen Zuwachs von Mitgliedern an der hnGeno – jedes Mitglied zählt!
Alle weiteren Informationen zur Mitgliedschaft

Genossenschaft vom Verkaufsprozess ausgeschlossen

hnGeno: Absage für hessnatur-Kauf weder nachvollziehbar noch zutreffend

Pressemitteilung der hnGeno vom 19. Juni 2011
Als „weder nachvollziehbar noch zutreffend“ kommentiert der Vorstand der
hnGeno den Ausschluss seitens des Noch-Eigentümers  aus dem Verkaufsprozess um das Butzbacher Ökomodelabel hessnatur. „Uns wurde am Donnerstag mitgeteilt, dass wir als Bieter aussortiert worden sind“, heißt es in einer Pressemitteilung des hnGeno-Vorstandes. „Wir halten nach wie vor an unserem Ziel fest, hessnatur als Genossenschaft zu übernehmen“, so Walter Strasheim-Weitz vom hnGeno-Vorstand, „und werden nach dem unerwarteten Abbruch der Verhandlungen von Seiten des Verkäufers weitere Optionen prüfen. Wir sehen auch weiterhin Chancen hier erfolgreich zu sein. Kunden, Mitarbeiter und nachhaltig gesonnene Menschen werden nach wie vor hinter der hnGeno stehen.“

Hessnatur: Kein Verkauf an FinanzspekulantInnen!

Jetzt handeln: Genossenschaftsanteile zeichnen – Hessnatur retten!

Die Christliche Initiative Romero unterstützt den Kauf von Hessnatur durch die hnGeno-Genossenschaft. Wir wollen verhindern, dass ein Unternehmen, das sich beherzt für ökologische und soziale Standards einsetzt, zum Spielball von SpekulantInnen wird.

Wir geben nachfolgend den Brief von Dagmar Embshoff, Vorstand hnGeno eG iG, wieder und hoffen auf ein demokratisches, sauberes Unternehmen.

Mehr lesen

Demokratische Alternative

Gründungsinitiative zur Weiterführung von Hess Natur als Genossenschaft

Der Rüstungsinvestor Carlyle hat sich verstrickt: Eine Übernahme des öko-sozialen Textilunternehmens Hess Natur hinter dem Rücken der Öffentlichkeit wird seit Dezember immer wieder durch pressewirksame Aktionen von attac u.a. verhindert. Doch ob er tatsächlich gänzlich vom Verkaufstresen verschwunden ist, bleibt ungewiss. Fest steht: Niemand wird ergeben auf den (nächsten) renditeorientierten Großinvestor warten. Darum entschloss sich das Unternehmen jetzt selbst die Fäden in die Hand zu nehmen.

Mehr lesen

Kein Ökomäntelchen für Bombenbauer

Proteste gegen die Übernahme durch den Rüstungskonzern Carlyle

Protestaktion am 28. Februar - Mehr als 10.000 Unterschriften übergeben: Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Attac-AktivistInnen protestierten zu Beginn der Tagung der weltweit wichtigsten Private-Equity-Fonds in Berlin gegen die Übernahme von Hess Natur durch den Rüstungskonzern Carlyle. Im Rahmen der Protestaktion forderten die als moderne Piraten verkleideten DemonstrantInnen auf Transparenten und in Sprechchören "Am Plündern hindern! – Private Equity Fonds regulieren, Beschäftigte beteiligen" und "Kein Waffengeld bei Hess Natur – Rüstungsinvestor Carlyle stoppen!"

Mehr lesen

Hess Natur

Erstes Mitglied der Fair Wear Foundation in Deutschland

Am Anfang stand die Konfrontation. Aufgeschreckte KundInnen wollten von Hess Natur wissen, wie es mit der Kontrolle der Sozialstandards in den Hess Natur-Zulieferfabriken bestellt sei. Ein Artikel in einer CCC-Aktionszeitung, die die CIR herausgegeben hatte, stellte im April 2001 diese Frage. Auch die Kleidung mit dem Zertifikat des IVN, des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft e.V., wurde kritisch betrachtet. Hess Natur reagierte aufgebracht und fühlte sich ungerecht behandelt. Im September 2001 trafen sich VertreterInnen von Hess Natur, des IVN und der CCC.

Mehr lesen

© 2010 Christliche Initiative Romero e.V.