Honduras
Unter Soldatenstiefeln bleibt kein Raum für das Recht: Militärpatrouille in Honduras.

Aktion von ai: Indigenen-Organisation MILPAH mit einem Brief helfen!

In Honduras werden Mitglieder einer Organisation bedroht und tätlich angegriffen, die sich für die Rechte der indigenen Gemeinschaft der Lenca einsetzen. Das Leben der Lenca ist untrennbar mit ihrem Land verbunden. Doch dieses Land ist durch Wasserkraftwerke, Bergbauvorhaben und andere Großprojekte massiv bedroht. Die Organisation MILPAH (Movimiento Indígena Independiente Lenca de La Paz) verteidigt die Rechte der indigenen Gemeinschaft und kämpft gegen die rücksichtslose Ausbeutung von Bodenschätzen. Sie hat unter anderem gegen den Bau von Wasserkraftwerken in Intibucá und La Paz protestiert.

Mehr lesen

Gemeinsame Stellungnahme deutscher Nichtregierungsorganisationen

zur Situation in Honduras nach den allgemeinen Wahlen vom 26. November 2017

05. Dezember 2017 - Die Entwicklungen nach den allgemeinen Wahlen in Honduras vom 26. November 2017 gibt den zu unterzeichnenden Organisationen Anlass zu großer Besorgnis. Die Wahlbeobachtungsmission der Europäischen Union (MOE-UE) hat eine Serie von Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung festgestellt, die einen Wahlbetrug wahrscheinlich erscheinen lassen. Unsere Partnerorganisationen sehen ihre Befürchtung bestätigt, dass demokratische Grundrechte und Rechtstaatlichkeit in Honduras akut gefährdet sind. Wir verurteilen den Einsatz von Gewalt – auf allen Seiten.

Mehr lesen

Proteste und Polizeigewalt in Honduras: Neuer Präsident soll alter sein

Juan Orlando Hernández angeblich nun doch knapp vorn. Breite Kritik an Verhalten der Wahlbehörde. Opposition prangert Betrug an. Tote bei Protesten

Von Daniela Dreißig

Tegucigalpa, 01. 12. 2017 (amerika21) - Fünf Tage nach den Präsidentschaftswahlen vom vergangenen Sonntag in Honduras sind vom Obersten Wahlrat (TSE) die offiziellen Endergebnisse immer noch nicht veröffentlicht worden. Laut Daten des TSE von Mittwoch seien 90,40 Prozent der Wahldokumente ausgezählt. Demnach führt der amtierende Präsident Juan Orlando Hernández von der Nationalen Partei vor dem Kandidaten Salvador Nasralla von der Allianz der Opposition gegen die Diktatur. Hernández komme auf circa 32.000 Stimmen mehr als Nasralla. Zu Wochenbeginn lag Nasralla noch knapp fünf Prozentpunkte in Führung.

Mehr lesen

Unbestätigter Wahlsieg der Opposition, gespannte Situation in Honduras

Oppositionskandidat nach ersten Ergebnissen bei Präsidentschaftswahl vorn. Amtierender Präsident erklärt sich dennoch zum Sieger. Wahlbetrug in Vorbereitung?

Von Daniela Dreißig 

Tegucigalpa, 29.11.2017 (amerika21) - Erste Auszählungen der Präsidentschaftswahl in Honduras haben Salvador Nasralla, den Kandidaten des Wahlbündnisses Allianz der Opposition, als Gewinner ausgewiesen. Der Oberste Wahlrat (TSE) gab am Montag, nachdem 57 Prozent der eingegangenen Wahldokumente ausgewertet waren, bekannt, dass Nasralla mit 45,17 Prozent vor dem amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernández der Nationalen Partei mit 40,21 Prozent lag. 13,77 Prozent fielen auf Luis Zelaya von der Liberalen Partei. Marco Ramiro Lobo, Beisitzer des TSE, erklärte, dass die bisherige Tendenz des Vorsprungs der Allianz nicht mehr umkehrbar sei. Die endgütigen Ergebnisse sollen am Donnerstag vorliegen.

Mehr lesen

Wahlen in Honduras unter kritischen Vorzeichen

Militarisierung bei den heutigen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Vorsitzende der Regierungspartei beauftragte Mord an Aktivistin Berta Cáceres

Von Thomas Raabe

Tegucigalpa, 26.11.2017 (amerika21) - In Honduras sind mehr als sechs Millionen Wahlberechtigte aufgefordert einen Präsidenten, 128 Parlamentsabgeordnete, 20 Abgeordnete des zentralamerikanischen Parlaments und 298 Bürgermeister und Vizebürgermeister zu wählen. Überschattet werden die Wahlen von der erneuten Kandidatur des amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernández, die nach Aufassung von Kritikern verfassungswidrig ist.

Mehr lesen

Ein Überblick zu den Präsidentschaftswahlen in Honduras

Gewalt, Armut, Betrug und Korruptionsklagen prägen die Situation in dem mittelamerikanischen Land

Von Carla Perelló. Übersetzung: Daniela Dreißig, Vilma Guzmán Nodal 

25.11.2017 (amerika21) - Bei den Präsidentschaftswahlen am 26. November in Honduras sind rund sechs Millionen Personen wahlberechtigt. Das Szenario, in dem die neun Kandidaten um das höchste Amt ringen, ist indes geprägt von Gewalt, Armut, Betrug und Korruptionsklagen. Beispiele dafür sind die Verfassungsänderungen, um die Wiederwahl zu erlauben, die nur durch eine verfassungsgebende Versammlung gebilligt werden könnte; die 28 Massaker zwischen Januar und Juni mit 100 durch das Observatorium für Gewalt registrierten Opfern; laut dem Nationalen Statistikinstitut leben 60,9 Prozent der Bevölkerung in Armut; heute leben 38,4 Prozent in extremer Armut. Doch damit nicht genug: Honduras leidet auch noch immer unter den Folgen des Putsches von 2009.

Mehr lesen

Guancasco de Medios - Mitmachen!

Aktion zur Berichterstattung alternativer Medien über Wahlen in Honduras

Um eine unabhängige Berichterstattung über die Wahlen zu fördern und die aktuelle Menschenrechtslage in Honduras sichtbar zu machen, haben kommunitäre und alternative Medien, Journalist*innen und Kollektive aus Honduras und Lateinamerika den Guancasco de Medios ins Leben gerufen.
Unterstützt werden kann das ganze auf verschiedene Art und Weise, z.B. indem ihr den Guancasco auf Twitter und Facebook folgt und die Informationen weiter verbreitet!

Mehr lesen

Polizeiliche Ermittler im Mordfall Cáceres in Honduras festgenommen

Ermittler sollen Beweismittel manipuliert haben. Beschuldigte sollen Tonband der Mordplanung nach Cáceres Tod gefälscht haben

Von Melanie Schnipper

Tegucigalpa, 23.11.2017 (amerika21) - Im Fall um die ermordete Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres sind am Montag zwei Ermittler der Polizei festgenommen worden. Sie sollen mit falschen und manipulierten Beweisen versucht haben, die Untersuchungen zum Mordfall bewusst in eine falsche Richtung zu lenken. Laut der honduranischen Staatsanwaltschaft und unabhängiger Nachrichtenorganisationen sollte das Motiv für den Mord verschleiert werden.

Mehr lesen

In Honduras wurde erneut ein Journalist ermordet

Von Pia Grund-Ludwig

Tegucigalpa, 12.11.2017 (amerika21) - In Honduras ist mit Carlos Oveniel Lara Domínguez in diesem Jahr bereits der dritte Journalist umgebracht worden. Das berichtet der Journalistenverband "Federación Internacional de Periodistas" (FIP). Igor Padilla war im Januar, Carlos William Flores im September Unbekannten erschossen worden.

Mehr lesen

Unternehmen und Staat in Honduras verantwortlich für Mord an Berta Cáceres

Juristen decken Mordkomplott und Plan gegen soziale Organisation COPINH und Gegner des Kraftwerks Agua Zarca auf - Nationale Behörden versagen

Von Andrea Lammers

Tegucigalpa, 03.11.2017 (amerika21)- Der honduranische Staat hat genügend Beweismittel in der Hand, um die Hintermänner des Mordes an Berta Cáceres und des versuchten Mordes an Gustavo Castro strafrechtlich zu verfolgen. Das ist bisher jedoch nicht passiert", betonte Roxanna Altholz, Dozentin an der University of California am 30. Oktober bei einer Pressekonferenz in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa.

Mehr lesen

Gerichtliche Anhörung von Wasserwerkgegnern in Honduras verschoben

Von Honduras Delegation

Tela, 26.08.2017 (amerika21) -  In Honduras ist die geplante erste Anhörung von zehn angeklagten Aktivisten gegen die Wasserkraftwerke von Hidroeléctrica Centrales El Progreso S.A. (Hidrocep) verschoben worden. Die Bewohner der Gemeinden im Sektor Pajuiles im nördlichen Department Atlántida wehren sich gegen den Bau zweier Wasserkraftwerke des Unternehmens Hidrocep. Die Anhörung wurde jedoch wegen Befangenheit der Richterin Norma Fuentes suspendiert.

Mehr lesen

Angriff auf Generalkoordinator der Menschenrechts- und Umweltorganisation MADJ

Martín Fernandez mit blutiger Nase und gesenktem Kopf nach dem Angriff
Foto: MADJ

Von Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit

Honduras, 07.08.2017 - Der Anwalt Martín Fernández, Generalkoordinator der honduranischen Umwelt- und Menschenrechtsorganisation  "Breite Bewegung für Würde und Gerechtigkeit" (Movimiento Amplio por la Dignidad y Justicia  - MADJ) und MADJ-Mitarbeiter Oskar Martínez wurden am gestrigen Freitag, 4. August von etwa 20 Menschen angegriffen. Fernández erlitt einen Nasenbein-Bruch, Martínez erhebliche Verletzungen am Rücken und einem Bein. Die beiden Menschenrechtsverteidiger wollten in der Gemeinde Pajuiles (Provinz Atlántida)  die  Zerstörung eines Protestcamps gegen das Wasserkraftwerk des Unternehmens HIDROCEP am Fluß Mezapa in Augenschein nehmen.

Mehr lesen

Eskalation der Gewalt gegen Studentenbewegung in Honduras

Von Anna Rösch

Tegucigalpa, 22.07.2017 (amerika21) - Mit Eisenketten und -stangen bewaffnete Männer sind am Montagmorgen auf den Campus der Nationalen Autonomen Universität Honduras (UNAH) in Tegucigalpa eingedrungen, um die besetzte Fakultät für Chemie und Pharmazie zu räumen. Zusammen mit der Sicherheitsfirma Spartan Security begannen nach Angaben von Augenzeugen etwa 50 zum Teil Vermummte unvermittelt auf die anwesenden Studierenden einzuschlagen. Insgesamt 15 Menschen mussten ärztlich behandelt werden, sie wiesen teils schwere Kopfverletzungen und Blutergüsse auf.

Mehr lesen

Eilaktion gegen Repression an der Nationalen Autonomen Universität von Honduras (UNAH)

Krise spitzt sich weiter zu – Soziologiestudent und Vater eines Studierenden erschossen

Von Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit

Tegucigalpa - In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli kam es zu einem gewaltsamen Einsatz der privaten Sicherheitsfirma ESPA zusammen mit der Nationalen Polizei gegen Studierende der Nationalen Autonomen Universität von Honduras die sich im Hungerstreik befinden. Die Einsatzkräfte benutzten Pfefferspray und Tränengas und schlugen die Student*innen. Nach Aussagen der Student*innen fuhren die bewaffneten Kräfte in Fahrzeugen ohne polizeilichen Kennzeichen auf dem Universitätsgelände vor.

Jetzt mitmachen

Mehr lesen

Entwicklungsbanken aus Niederlanden und Finnland stoppen Finanzierung für Agua Zarca

Von Anna Rösch

Amsterdam/Helsinki/Tegucigalpa, 10.07.2017 (amerika21). Die niederländischen und finnischen Entwicklungsbanken FMO und Finnfund haben vergangenen Donnerstag ihren endgültigen Rückzug aus der seit Mitte März 2016 suspendierten Finanzierung des Wasserkraftwerks Agua Zarca in Honduras bekanntgegeben. Die Verträge würden im Einvernehmen mit der honduranischen Betreibergesellschaft Desarollos Energéticos S.A. (Desa) aufgelöst.

Mehr lesen

Vater von inhaftiertem Studenten in Honduras nach Protest ermordet

Von Dieter Drüssel

Tegucigalpa, 27.06.2017 (amerika21) - In Honduras ist der Vater eines inhaftierten Studentenaktivisten nach einem öffentlichen Protest ermordet worden. Der 50-jährige Roberto G. wurde Ende vergangener Woche erschossen. Am Tag vor der Bluttat hatte er mit einem Protestplakat vor dem Gerichtsgebäude demonstriert, in dem sein Sohn zusammen mit anderen 19 Studierenden der Prozess wegen einer Besetzung der Nationalen Universität (UNAH) am vergangenen 24. Mai gemacht wurde. Robert G. gab vor dem Gerichtsgebäude dem Kabelsender HCH ein Interview.

Mehr lesen

Eilaktion: Schutz für Berta's Mitstreiter*innen!

Lenca stehen im Widerstand gegen das Industrieprojekt Agua Zarca zusammen
Foto: COPINH

Weitere Mitglieder des Zivilen Rates der indigenen und Basisorganisationen Honduras (COPINH) haben am 21. Juni 2017 akute Todesdrohungen erhalten. Die Organisation setzt sich für die Menschen ein, deren Land und Heimat durch das industrielle Staudammprojekt Agua Zarca bedroht ist. Doch die Machtelite und der Staudammbauer DESA, die dahinter stecken, unterdrücken den Widerstand wo es nur geht. Dem Nachfolger der 2016 ermordeten COPINH-Koordinatorin Berta Caceres, Francisco Javier Sánchez, drohten bewaffnete Männern an, seine Kinder zu erschießen!

Deshalb wendet sich COPINH an die internationale Gemeinschaft und bittet um Solidarität:

Senden Sie eine Email an diejenigen, die eigentlich für den Schutz ihres Volkes verantwortlich sind, und stattdessen mit DESA und den gewaltbereiten Gegnern von COPNIH gemeinsame Sache zu machen scheinen:

Mehr lesen

Prozess gegen vier Angeklagte im Mordfall Berta Cáceres

Angehörige fordern Aufklärung über Auftraggeber. Rückzug europäischer Entwicklungsbanken aus Wasserkraftprojekt steht aus.

Von Honduras Delegation

Tegucigalpa, 20.06.2017 (amerika21) - In Honduras steht die Hauptverhandlung gegen vier der acht wegen Mordes an der Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres Beschuldigten unmittelbar vor der Eröffnung. Teil der Anklage ist auch der versuchte Mord an dem mexikanischen Aktivisten Gustavo Castro, der sich in der Tatnacht im Haus von Cáceres befand und das Attentat überlebte. Ein honduranisches Gericht beschloss die lange erwartete Eröffnung des Verfahrens am vergangenen Dienstag.

Mehr lesen

Attentat gegen Gewerkschaftsführer bei Melon Export S.A. (ehemalige Fyffes Plantage)

Moisés Sanchez war früher selbst Melonenarbeiter und setzt sich jetzt in der Gewerkschaft STAS für die Rechte der Arbeiter*innen ein. Foto:CIR

Der Generalsekretär der Gewerkschaftsvertretung von STAS in der Fabrik Melon Export S.A., Moisés Sanchez, wurde Opfer eines Attentats. Sein Bruder wurde dabei schwer verletzt und ist im Krankenhaus. Die beiden Männer waren von Unbekannten mit Macheten überfallen worden. Sie drohten Moisés zu töten, wenn er nicht aufhöre, sich für die Rechte der Arbeiter*innen in der Melonenproduktion für Fyffes einzusetzen.
Der Vorfall verunsichert die Gewerkschaftsmitglieder von STAS zutiefst. „ Jetzt laufen wir nicht nur Gefahr unsere Arbeit zu verlieren, sondern auch unser Leben“, heißt es in einer Nachrichtenmeldung des Gewerkschaftsverbands FESTAGRO.
Inzwischen versucht Sanchez, Anzeige zu erstatten und daraufhinzuwirken, dass der Vorfall polizeilich untersucht wird und die Täter nicht straffrei bleiben.

Mehr lesen

Protestaktion: Gerechtigkeit für Fyffes-Arbeiter*innen

Gravierende Arbeitsrechtsverletzungen, ungerechtfertigte Entlassungen und Unterdrückung der Gewerkschaftsfreiheit in der Melonenproduktion

Copinh-Sprecher: Siemens Komplize beim Mord an Berta Cáceres

Foto: amerika21

Von Daniela Dreißig

München, 09.02.2017 (amerika21) - Ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen hat die Siemens AG bei der diesjährigen Hauptversammlung aufgefordert, ihre unternehmerische Selbstverpflichtung zur Wahrung der Menschenrechte in allen Bereichen der Liefer- und Abnehmerkette einzuhalten. Siemens steht in vielen Ländern durch die Lieferung an Energieprojekte wie Agua Zarca in Honduras, Belo Monte und Jirau in Brasilien sowie an Windenergieanlagen in Mexico und in der Westsahara in der Kritik. Sogenannte "grüne Energieprojekte", an denen der Konzern durch seine Beteiligung eine Mitverantwortung an Menschenrechtsverletzungen und Landraub habe, so die gemeinsame Pressemitteilung.

Mehr lesen

Ich möchte mit einer Spende helfen!

Eilaktion von amnesty

MILPAH mit einem
Brief unterstützen

© 2017 Christliche Initiative Romero e.V.