Honduras
Unter Soldatenstiefeln bleibt kein Raum für das Recht: Militärpatrouille in Honduras.

Gerichtliche Anhörung von Wasserwerkgegnern in Honduras verschoben

Von Honduras Delegation

Tela, 26.08.2017 (amerika21) -  In Honduras ist die geplante erste Anhörung von zehn angeklagten Aktivisten gegen die Wasserkraftwerke von Hidroeléctrica Centrales El Progreso S.A. (Hidrocep) verschoben worden. Die Bewohner der Gemeinden im Sektor Pajuiles im nördlichen Department Atlántida wehren sich gegen den Bau zweier Wasserkraftwerke des Unternehmens Hidrocep. Die Anhörung wurde jedoch wegen Befangenheit der Richterin Norma Fuentes suspendiert.

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Angriff auf Generalkoordinator der Menschenrechts- und Umweltorganisation MADJ

Martín Fernandez mit blutiger Nase und gesenktem Kopf nach dem Angriff
Foto: MADJ

Von Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit

Honduras, 07.08.2017 - Der Anwalt Martín Fernández, Generalkoordinator der honduranischen Umwelt- und Menschenrechtsorganisation  "Breite Bewegung für Würde und Gerechtigkeit" (Movimiento Amplio por la Dignidad y Justicia  - MADJ) und MADJ-Mitarbeiter Oskar Martínez wurden am gestrigen Freitag, 4. August von etwa 20 Menschen angegriffen. Fernández erlitt einen Nasenbein-Bruch, Martínez erhebliche Verletzungen am Rücken und einem Bein. Die beiden Menschenrechtsverteidiger wollten in der Gemeinde Pajuiles (Provinz Atlántida)  die  Zerstörung eines Protestcamps gegen das Wasserkraftwerk des Unternehmens HIDROCEP am Fluß Mezapa in Augenschein nehmen.

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Eskalation der Gewalt gegen Studentenbewegung in Honduras

Von Anna Rösch

Tegucigalpa, 22.07.2017 (amerika21) - Mit Eisenketten und -stangen bewaffnete Männer sind am Montagmorgen auf den Campus der Nationalen Autonomen Universität Honduras (UNAH) in Tegucigalpa eingedrungen, um die besetzte Fakultät für Chemie und Pharmazie zu räumen. Zusammen mit der Sicherheitsfirma Spartan Security begannen nach Angaben von Augenzeugen etwa 50 zum Teil Vermummte unvermittelt auf die anwesenden Studierenden einzuschlagen. Insgesamt 15 Menschen mussten ärztlich behandelt werden, sie wiesen teils schwere Kopfverletzungen und Blutergüsse auf.

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Eilaktion gegen Repression an der Nationalen Autonomen Universität von Honduras (UNAH)

Krise spitzt sich weiter zu – Soziologiestudent und Vater eines Studierenden erschossen

Von Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit

Tegucigalpa - In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli kam es zu einem gewaltsamen Einsatz der privaten Sicherheitsfirma ESPA zusammen mit der Nationalen Polizei gegen Studierende der Nationalen Autonomen Universität von Honduras die sich im Hungerstreik befinden. Die Einsatzkräfte benutzten Pfefferspray und Tränengas und schlugen die Student*innen. Nach Aussagen der Student*innen fuhren die bewaffneten Kräfte in Fahrzeugen ohne polizeilichen Kennzeichen auf dem Universitätsgelände vor.

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Entwicklungsbanken aus Niederlanden und Finnland stoppen Finanzierung für Agua Zarca

Von Anna Rösch

Amsterdam/Helsinki/Tegucigalpa, 10.07.2017 (amerika21). Die niederländischen und finnischen Entwicklungsbanken FMO und Finnfund haben vergangenen Donnerstag ihren endgültigen Rückzug aus der seit Mitte März 2016 suspendierten Finanzierung des Wasserkraftwerks Agua Zarca in Honduras bekanntgegeben. Die Verträge würden im Einvernehmen mit der honduranischen Betreibergesellschaft Desarollos Energéticos S.A. (Desa) aufgelöst.

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Vater von inhaftiertem Studenten in Honduras nach Protest ermordet

Von Dieter Drüssel

Tegucigalpa, 27.06.2017 (amerika21) - In Honduras ist der Vater eines inhaftierten Studentenaktivisten nach einem öffentlichen Protest ermordet worden. Der 50-jährige Roberto G. wurde Ende vergangener Woche erschossen. Am Tag vor der Bluttat hatte er mit einem Protestplakat vor dem Gerichtsgebäude demonstriert, in dem sein Sohn zusammen mit anderen 19 Studierenden der Prozess wegen einer Besetzung der Nationalen Universität (UNAH) am vergangenen 24. Mai gemacht wurde. Robert G. gab vor dem Gerichtsgebäude dem Kabelsender HCH ein Interview.

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Eilaktion: Schutz für Berta's Mitstreiter*innen!

Lenca stehen im Widerstand gegen das Industrieprojekt Agua Zarca zusammen
Foto: COPINH

Weitere Mitglieder des Zivilen Rates der indigenen und Basisorganisationen Honduras (COPINH) haben am 21. Juni 2017 akute Todesdrohungen erhalten. Die Organisation setzt sich für die Menschen ein, deren Land und Heimat durch das industrielle Staudammprojekt Agua Zarca bedroht ist. Doch die Machtelite und der Staudammbauer DESA, die dahinter stecken, unterdrücken den Widerstand wo es nur geht. Dem Nachfolger der 2016 ermordeten COPINH-Koordinatorin Berta Caceres, Francisco Javier Sánchez, drohten bewaffnete Männern an, seine Kinder zu erschießen!

Deshalb wendet sich COPINH an die internationale Gemeinschaft und bittet um Solidarität:

Senden Sie eine Email an diejenigen, die eigentlich für den Schutz ihres Volkes verantwortlich sind, und stattdessen mit DESA und den gewaltbereiten Gegnern von COPNIH gemeinsame Sache zu machen scheinen:

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Prozess gegen vier Angeklagte im Mordfall Berta Cáceres

Angehörige fordern Aufklärung über Auftraggeber. Rückzug europäischer Entwicklungsbanken aus Wasserkraftprojekt steht aus.

Von Honduras Delegation

Tegucigalpa, 20.06.2017 (amerika21) - In Honduras steht die Hauptverhandlung gegen vier der acht wegen Mordes an der Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres Beschuldigten unmittelbar vor der Eröffnung. Teil der Anklage ist auch der versuchte Mord an dem mexikanischen Aktivisten Gustavo Castro, der sich in der Tatnacht im Haus von Cáceres befand und das Attentat überlebte. Ein honduranisches Gericht beschloss die lange erwartete Eröffnung des Verfahrens am vergangenen Dienstag.

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Attentat gegen Gewerkschaftsführer bei Melon Export S.A. (ehemalige Fyffes Plantage)

Moisés Sanchez war früher selbst Melonenarbeiter und setzt sich jetzt in der Gewerkschaft STAS für die Rechte der Arbeiter*innen ein. Foto:CIR

Der Generalsekretär der Gewerkschaftsvertretung von STAS in der Fabrik Melon Export S.A., Moisés Sanchez, wurde Opfer eines Attentats. Sein Bruder wurde dabei schwer verletzt und ist im Krankenhaus. Die beiden Männer waren von Unbekannten mit Macheten überfallen worden. Sie drohten Moisés zu töten, wenn er nicht aufhöre, sich für die Rechte der Arbeiter*innen in der Melonenproduktion für Fyffes einzusetzen.
Der Vorfall verunsichert die Gewerkschaftsmitglieder von STAS zutiefst. „ Jetzt laufen wir nicht nur Gefahr unsere Arbeit zu verlieren, sondern auch unser Leben“, heißt es in einer Nachrichtenmeldung des Gewerkschaftsverbands FESTAGRO.
Inzwischen versucht Sanchez, Anzeige zu erstatten und daraufhinzuwirken, dass der Vorfall polizeilich untersucht wird und die Täter nicht straffrei bleiben.

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Protestaktion: Gerechtigkeit für Fyffes-Arbeiter*innen

Gravierende Arbeitsrechtsverletzungen, ungerechtfertigte Entlassungen und Unterdrückung der Gewerkschaftsfreiheit in der Melonenproduktion

20.02.2017  (CIR) -  Das irische Unternehmen Fyffes ignoriert schon lange ernsthafte Verstöße gegen internationale Arbeitsstandards in ihren Tochterfirmen Anexco in Costa Rica, Melon Export SA sowie bis noch vor kurzem Suragroh in Honduras. Es sind vor allen Dingen Frauen, die in dieser Industrie unter empörenden Bedingungen für den Export arbeiten.

Wir setzen uns für Gewerkschaftsfreiheit und Fairness für Fyffes-Beschäftigte ein.

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Copinh-Sprecher: Siemens Komplize beim Mord an Berta Cáceres

Foto: amerika21

Von Daniela Dreißig

München, 09.02.2017 (amerika21) - Ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen hat die Siemens AG bei der diesjährigen Hauptversammlung aufgefordert, ihre unternehmerische Selbstverpflichtung zur Wahrung der Menschenrechte in allen Bereichen der Liefer- und Abnehmerkette einzuhalten. Siemens steht in vielen Ländern durch die Lieferung an Energieprojekte wie Agua Zarca in Honduras, Belo Monte und Jirau in Brasilien sowie an Windenergieanlagen in Mexico und in der Westsahara in der Kritik. Sogenannte "grüne Energieprojekte", an denen der Konzern durch seine Beteiligung eine Mitverantwortung an Menschenrechtsverletzungen und Landraub habe, so die gemeinsame Pressemitteilung.

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