Honduras - Gerechtigkeit für die Opfer
Kundgebung in Münster zur politischen Situation in Honduras
Münster, 2. November 2009. Die aktuellen Ereignisse in Honduras haben AktivistInnen der Christlichen Initiative Romero und der Gruppe B.A.S.T.A. heute zum Anlass für eine öffentliche Kundgebung in der Innenstadt von Münster genommen. Unter Mitwirkung von Yadira Rodríguez und Iris Oneyda aus Honduras, die sich ab heute mit der Christlichen Initiative Romero auf einer Rundreise durch Deutschland befinden, verteilten sie Informationsmaterial zur aktuellen politischen Situation in dem mittelamerikanischen Land, diskutierten mit Passanten und sammelten Unterschriften für einen friedlichen Wandel in Honduras.
In dem an den legitimen honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya und den zeitweiligen Regierungschef Roberto Micheletti gerichteten Appell, der von vielen Passanten unterzeichnet wurde, heißt es: „Mit großer Erleichterung haben wir von dem kürzlich vereinbarten Abkommen zwischen den Repräsentanten von Herrn Micheletti und Präsident Manuel Zelaya Kenntnis genommen. Wir hoffen, dass nach Monaten der Unruhe, der Proteste und des Ausnahmezustandes nun Ruhe in Honduras einkehren wird. Allerdings befürchten wir, dass durch das Abkommen der beiden Parteien nun diejenigen Straflosigkeit erlangen werden, die durch ihre Entscheidungen die Menschenrechte der Bürgerinnen und Bürger Honduras’ verletzt haben. Daher fordern wir Sie auf, auch nach einem hoffentlich absehbaren Ende der Krise in Ihrem Land alles daran zu setzen, die Verbrechen aufzuklären, die sich im Sommer 2009 im Zuge der politischen Ereignisse in Honduras zugetragen haben Nur auf diesem Wege kann den Opfern und Angehörigen derer, die für den Einsatz für Demokratie in Honduras ermordet oder ihrer Menschenrechte beraubt wurden, Gerechtigkeit widerfahren.“


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