Maquila-Solidaritätsfonds
Schuften für einen Hungerlohn: Näherin in einer nicaraguanischen Weltmarktfabrik.
Schuften für einen Hungerlohn: Näherin in einer nicaraguanischen Weltmarktfabrik.

Alltägliche Katastrophen

Solidaritätsfonds für Textilarbeiterinnen

Die Brandkatastrophen in Textilfabriken in Pakistan und Bangladesch mit hunderten Toten und der tragische Einsturz des Rana Plaza-Textilfabrikgebäudes Ende April 2013 in Bangladesch, in dessen Trümmern über 1100 Leichen geborgen wurden, haben erneut drastisch vor Augen geführt, wie verantwortungslos unsere Kleidung in den Ländern des Südens produziert wird. Am Pranger stehen Auftraggeber wie KiK und C&A – doch das ist nur die Spitze des Eisberges. In der gesamten Branche herrschen katastrophale Arbeitsbedingungen, auch bei Markenherstellern wie Adidas und Puma. Und auch in Mittelamerika.

Die ArbeiterInnen werden geschlagen, belästigt und zu Überstunden gezwungen – für 130 Euro im Monat. Bei Krankheit muss mit Lohnabzug gerechnet werden, bei Schwangerschaft mit Entlassung. Um keine Zeit auf der Toilette zu verlieren, trinken die ArbeiterInnen extrem wenig. Mit schlimmen gesundheitlichen Folgen. So sieht der Arbeitsalltag vieler Frauen in den Weltmarktfabriken Mittelamerikas, den sogenannten Maquilas, aus. Sie nähen dort Kleidung für nordamerikanische und europäische Marken und Handelshäuser.

Viele Frauen wollen sich die unmenschliche Behandlung nicht weiter gefallen lassen. Sie verstößt gegen die Landesgesetze und gegen die Menschenrechte. "Wir brauchen die Arbeitsplätze in der Bekleidungsindustrie, aber wir wollen Arbeit in Würde", sagt Marina Ríos von der salvadorianischen Frauenorganisation „Las Melidas“. Mit Hilfe von Frauenorganisationen und Gewerkschaften fordern die Arbeiterinnen menschenwürdige Arbeitsbedingungen ein. Workshops werden organisiert, in denen die Arbeiterinnen über ihre Rechte aufgeklärt werden. Die Christliche Initiative Romero (CIR) unterstützt sie dabei. Mittels des Maquila-Solidaritätsfonds werden in Nicaragua, Guatemala, El Salvador und Honduras Promotorinnen für Arbeits- und Menschenrechte ausgebildet, die den Näherinnen in den Betrieben mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Beispiel Nicaragua

Unsere Partnerorganisation Movimiento de Mujeres „María Elena Cuadra” (MEC) arbeitet überwiegend mit Näherinnen. Sie werden organisiert, in Schulungen lernen sie ihre Rechte kennen, bei Konflikten erhalten sie Rechtsbeistand – aber auch die Öffentlichkeit wird mobilisiert. Und kürzlich gelang es dem MEC zusammen mit anderen Frauenorganisationen sogar, die Gesetzeslage zu verbessern: Die Textilarbeiterinnen stehen bei Diskriminierung durch Vorgesetzte jetzt unter besonderem Schutz.

Strukturen stärken…

Das "Mittelamerikanische Netzwerk von Frauen in Solidarität mit den Maquila-Arbeiterinnen" macht in Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Honduras öffentlich auf die Ausbeutung in den Weltmarktfabriken aufmerksam und betreibt Lobbyarbeit, damit sich Gesetze ändern und – zumeist noch wichtiger – angewandt werden. Ihre Arbeit wird aus dem Maquila-Solidaritätsfonds unterstützt.

… und individuelle Unterstützung bieten

Auch die Unterstützung einzelner Frauen ist gefragt. Denn wer sich wehrt oder schwanger wird, läuft Gefahr von heute auf morgen ohne Abfindung auf der Straße zu landen. Dank des Maquila-Solidaritätsfonds kann die CIR ihren PartnerInnen kurzfristig Geld zur Verfügung stellen: Für die Überbrückung des Lohnausfalls bei Streiks und Entlassungen oder Anwalts- und Gerichtskosten.

Bitte unterstützen Sie die Näherinnen. Spenden Sie an den Maquila-Solidaritätsfonds per Überweisung oder online unter dem Spendenstichwort "Maquila-Solifonds“.

Hier können Sie auch unser ansprechendes Faltblatt zum Maquila-Solidaritätsfonds bestellen. Es informiert und wirbt um Spenden. Vielleicht möchten Sie den Fonds in Ihrer lokalen Initiative oder Schule vorstellen, im Gemeindehaus auslegen oder an einem Weihnachtsmarktstand bewerben? Wir freuen uns über jede Unterstützung!

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Geprüft + empfohlen

Das DZI bescheinigt der Christlichen Initiative Romero einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

SPENDENKONTO
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