Nein zum Assoziierungsabkommen der EU mit Mittelamerika

Um schleunigst zur weltweit führenden Wirtschaftsmacht aufzusteigen, treibt die Europäische Union (EU) derzeit mehrere Freihandelsabkommen mit den armen Regionen der Welt voran. In Konkurrenz zur USA und angetrieben vom wachsenden Einfluss der Volksrepublik China will die EU ihre geostrategischen Interessen nun auch in Zentralamerika sichern. Dies jedoch nicht mit plumpen Drohungen, sondern mit ausgefeilter Rhetorik. In den Verhandlungen zum Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Mittelamerika ist die Rede von Menschenrechten, Entwicklung und Nachhaltigkeit. Dies verschleiert jedoch die verheerenden Auswirkungen, die das geplante Abkommen für die Menschen in Zentralamerika haben kann.
„Im Freihandelsabkommen legen wir fest, ob wir uns selbst umbringen oder eines natürlichen Todes sterben”, bringt Sinforiano Cáceres, Vorsitzender des nicaraguanischen Kooperativenverbandes, Alternativen in Sachen Freihandel auf den Punkt.
Ziel der EU ist es, das Abkommen noch in diesem Jahr abzuschließen. Verhandelt wird auf Grundlage von drei Säulen: Politischer Dialog, Entwicklungszusammenarbeit und Freihandel. Dies findet unter weitgehendem Ausschluss der Zivilbevölkerung sowohl in Zentralamerika als auch Europa statt.
Um das geplante Abkommen aufzuhalten ist ein gemeinsamer Protest vonnöten. Als EU-BürgerInnen sind wir nun gefragt.
Schicken Sie die Protestpostkarten an die EU-Außenhandelskommissarin Benita Ferrero-Waldner. Achtung: Leider entsprechen die Karten nicht dem europäischen Postkartenformat. Am günstigsten ist es, sie zu falten, in einen Umschlag zu stecken und mit 70 Cent zu frankieren.
Hintergrundinformationen finden Sie in der aktuellen Aktionszeitung "Europa in Zentralamerika. Weltweiter Wettbewerb auf Kosten von Mensch und Natur". Sie können die Zeitung kostenlos bei der CIR anfordern. Lesen Sie auch das Interview mit Raúl Moreno und Omar Salazar.
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