Interozeanischer Kanal
Rio San Juan in Nicaragua
Der Bau des Interozeanischen Kanals ist in der Bevölkerung stark umstritten

Gesetzesinitiative gegen Kanalbau in Nicaragua

Von Vilma Guzmán

Managua, 15.04.2016 (amerika21) - Vertreter*innen vom "Nationalen Rat für die Verteidigung des Landes, des Sees und der Souveränität" in Nicaragua haben beim Parlament 7.000 notariell beglaubigte Unterschriften gegen den Bau des Interozeanischen Kanals vorgelegt. Damit soll die Aufhebung des Gesetzes 840 erreicht werden. Diese Anzahl von Unterschriften ist Voraussetzung für die Einreichung eines "Projekts für ein Bürgergesetz" in dem mittelamerikanischen Land. Der Interozeanische Kanal soll eine Alternative zum Panama-Kanal bieten und den Atlantik mit dem Pazifik verbinden.

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Quer durch die Demokratie - Nicaraguas Kanalprojekt und die Menschenrechte

von Markus Plate

Berlin, 18.12.2015 (npl-voces nuestras) - Während Nicaraguas Präsident Daniel Ortega durch das 40 Milliarden US-Dollar teure Projekt Hunderttausende neuer Arbeitsplätze verspricht, symbolisiert der Nicaragua-Kanal für andere die Aushöhlung der Demokratie und eine ökologische Katastrophe. Viele halten das ganze Projekt gar für ein lukratives Luftschloss. Auf solche Kritik reagiert Nicaraguas Regierung zunehmend allergisch.

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Großkanal für armes Land gefährdet ökologischen Reichtum

Von José Adán Silva

Managua, 01.04.2015 (IPS) – Ende letzten Jahres sind die Bauarbeiten am Nicaragua-Kanal angelaufen, der den Pazifik mit dem Atlantik verbinden und dem lateinamerikanischen Armenhaus zu wirtschaftlichem Wohlstand verhelfen soll. Verschiedene Studien, die im Zusammenhang mit dem Großprojekt erstellt wurden, geben einen ersten Einblick in die ökologischen Schätze, die dem interozeanischen Wasserweg geopfert werden könnten.

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Panama reloaded

Der Bau einer Wasserstraße vom Atlantik zum Pazifik hat begonnen. Der Kanal soll das Land aus der Armut führen

12.3.2015 auf freitag.de. Hier geht es zum Artikel

Kanalbau in Nicaragua weiter umstritten

Opposition sucht internationale Unterstützung bei Celac, EU und Vatikan. Befürworter*innen bieten der Regierung Land an, um den Kanalbau zu sichern

Von Christina Schulze

Bélen/Managua, 04.02.2015 (amerika21.de) - Vertreter*innen des Nationalen Rates für die Verteidigung des Landes, des Sees und der Nationalen Souveränität sind anlässlich des Celac-Gipfeltreffens nach Costa Rica gereist, um für regionale Unterstützung gegen den Kanalbau zu werben. Die Delegation aus Nicaragua, bestehend aus 40 zivilgesellschaftlichen Organisationen und Parteien, darunter Umweltschützer*innen und Menschenrechtler, wollte den Celac-Mitgliedern einen offenen Brief bezüglich des Kanalbaus vorlegen. Darin prangern sie die fehlende Transparenz sowie die Bedrohung indigener Landrechte und die Gefahr der Zerstörung des Nicaraguasees an.

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Protest gegen Kanalbau in Nicaragua

Bis zu 5.000 Menschen haben in Managua an friedlichem Protest gegen geplanten Nicaragua-Kanal teilgenommen. Baubeginn Ende Dezember.

von Klaus von Muralt - mit Bild

Managua, Nicaragua, 13.12.2014 (amerika21.de) - Mehrere tausend Menschen sind am Mittwoch in Nicaraguas Hauptstadt Managua gegen den geplanten Bau des Interozeanischen Kanals auf die Straße gegangen. Sie protestierten anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte vom 10. Dezember für ihr "Recht auf Selbstbestimmung, Privatbesitz und eine intakte Umwelt".
"Für unsere Gesundheit und für jene des Planeten – Nein zum Kanal", stand auf einem Spruchband geschrieben, das Demonstrant*innen mit sich führten. "Nicaragua gehört uns – verteidigen wir unser Land", hieß es auf einem anderen Banner. Ihren Anliegen verliehen die je nach Quelle 4.000 bis 5.000 Beteiligten mit lautstarken Parolen Ausdruck.

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Die Monstrosität des Kanals

Wir sollten publik machen, was in Nicaragua jetzt geschieht

Von Ernesto Cardenal*
(Mit ausdrücklicher Erlaubnis des Autors übersetzt aus dem Spanischen von Carlos Ampié Loría)

Mittels der absoluten Macht, die er und seine Frau über dieses Land haben, ließ der Präsident Daniel Ortega das Nationalparlament an einem einzigen Tag einen Gesetzesentwurf zum Bau eines interozeanischen Kanals durch Nicaragua verabschieden. Zu diesem Gesetz wurde die Bevölkerung gar nicht befragt.

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