Projekte gegen Gewalt in Mittelamerika
Die PartnerInnen der Christlichen Initiative Romero in Mittelamerika
Seit vielen Jahren setzt sich die Christliche Initiative Romero (CIR) für die Frauenbewegung und deren Anliegen in Mittelamerika ein. Die PartnerInnen vor Ort arbeiten an der Basis. Sie betreiben akute Hilfe für Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Gleichzeitig nehmen sie viele Anstrengungen auf sich, um die Frauenrechte zu stärken und gesellschaftliche Veränderungen zu erzielen.
Derzeit unterstützt die CIR mit zwei großen Projekten die PartnerInnenorganisationen im Kampf gegen Gewalt: Das Projekt „Entwicklung von Strategien und Aktionen gegen den Feminizid (Frauenmord) und gegen die Gewalt gegen Frauen in Mittelamerika” wird von der EU gefördert und tritt der alarmierenden Frauenfeindlichkeit und der Gewalt gegen Frauen in Mittelamerika entgegen. Das Projekt wird in den Partnerländern El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua durchgeführt.
Das länderübergreifende Projekt begegnet der Gewalt gegen Frauen auf verschiedenen Ebenen. Dazu gehören Netzwerkbildung auf lokaler Ebene, ein verstärkter Austausch zwischen Organisationen aus dem Süden und dem Norden, um gemeinsam Strategien im Kampf gegen Frauenhass zu entwickeln. Unsere ProjektpartnerInnen bieten Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, eine Anlaufstelle, wo sie betreut werden. Sie werden kompetent begleitet, wenn sie Anzeige erstatten und bekommen psychologischen Beistand. Eine Medienkampagne in den PartnerInnenländern thematisiert die vorherrschende männliche Gewalt.
Ein weiteres Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als „Integrales Programm gegen familiäre Gewalt in Nicaragua” durchgeführt. Die Opfer innerfamiliärer Gewalt sind hauptsächlich Frauen und Kinder. Daher haben sich Frauenorganisationen der Bekämpfung dieser Gewalt verschrieben. Durch die unterschiedlichen Arbeitsweisen der im Programm kooperierenden Organisationen können sie sich durch Austausch und Bündelung ihrer Kräfte gegenseitig stärken. Es werden nicht nur Strukturen zur Gewaltprävention geschaffen, sondern es findet auch eine verstärkte Koordination mit staatlichen Institutionen statt. Ganz konkret wurden und werden immer noch neue Selbsthilfegruppen gegründet und Promotorinnen geschult. Darüber hinaus wird rechtliche und psychologische Hilfe angeboten. Mit Aktivitäten zur Sensibilisierung von Öffentlichkeit und Politik sollen kulturelle Muster durchbrochen und langfristig auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Schutz vor Gewalt gebessert werden.



Diese Website wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union betreut. Die darin vertretenen Standpunkte geben die Ansicht der Christlichen Initiative Romero wieder und stellen somit in keiner Weise die offizielle Meinung der Europäischen Gemeinschaft dar.
Das DZI bescheinigt der Christlichen Initiative Romero einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.