Start eines gemeinsamen Pilotprojekts mit Puma in El Salvador
Pressemitteilung
Herzogenaurach / Münster/ El Salvador, 26. Januar 2006 – PUMA wird erstmals ein gemeinsames Projekt mit der „Kampagne für ,Saubere´ Kleidung“ (Clean Clothes Campaign, CCC) starten. Damit ist PUMA das erste Sportlifestyle-Unternehmen, das mit dem größten Bündnis aus entwicklungspolitischen Nicht-Regierungsorganisationen und Gewerkschaften im Bereich Bekleidung zusammenarbeitet.
Ziel des gemeinsamen Pilotprojekts ist die Überprüfung der Arbeitsbedingungen bei direkten und indirekten PUMA-Lieferanten sowie die Umsetzung und Ausweitung einer unabhängigen Kontrolle und Verifizierung der Einhaltung der Sozialstandards. Besondere Beachtung finden dabei frauenspezifische Themen und die direkte Beteiligung lokaler Organisationen.
Über den Zeitraum von einem Jahr werden zwei Hersteller von PUMA in El Salvador schwerpunktmäßig auf Frauendiskriminierung, Überstunden und Entlohnung sowie Vereinigungsfreiheit und die Umsetzung des Rechts auf Kollektivverhandlungen kontrolliert. Als Richtlinien gelten dabei der CCC-Kodex und der PUMA-eigene Code of Conduct. Neben der Durchführung von unangekündigten Fabrikkontrollen werden PUMA und die CCC auch Workshops und Schulungen abhalten mit dem Ziel, die Arbeiter und Arbeiterinnen stärker in die Sicherung der Sozialstandards mit einzubeziehen. Unterstützt werden PUMA und die CCC von der unabhängigen lokalen Organisation „Grupo de Monitoreo Independiente de El Salvador“ (GMIES), die unter den Beschäftigten in El Salvador großes Vertrauen genießt und unter anderem die Schulungen übernehmen wird, sowie der Frauenorganisation ORMUSA.
„Wir freuen uns auf diese neue Form der Zusammenarbeit mit der Clean Clothes Campaign und werden aus diesem Pilotprojekt wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung unserer Sozialstandards gewinnen. Dieses Projekt zeigt, dass der von uns eingeschlagene Weg des konstruktiven Dialogs zu einem gewachsenen Vertrauen in der Zusammenarbeit mit NGOs geführt hat. Die Zusammenarbeit mit der CCC wird dazu beitragen, noch mehr Transparenz und soziale Verantwortung bei unseren Zulieferern zu schaffen,“ so Martin Gänsler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der PUMA AG.
„Für die Clean Clothes Campaign ist die Zusammenarbeit Herausforderung und innovativer Schritt zugleich. Im Projekt mit PUMA stehen die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und die Organisationen der Zivilgesellschaft im Mittelpunkt. Die CCC verspricht sich von dem Projekt eine Überprüfung, Analyse und Verbesserung des Kontrollsystems von PUMA am Beispiel zweier Fabriken in El Salvador – insbesondere im Bereich Gender, sowie ein gemeinsames Angehen der Frage von Organisationsfreiheit und Arbeitszeiten,“ so Maik Pflaum von der CCC.



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