Partner & Projekte – Guatemala

Ixqik-Frauen: Kampf um mehr Gerechtigkeit
Unterstützung konkret
Die Ixqik-Frauen kämpfen im Petén gegen Gewalt in der Familie. Doch dieser Kampf hat Feinde. Anfang November 2005 wurde das Büro der Ixqik-Frauen zweimal überfallen. Die Ixqik wechselten darauf das Bürolokal. Ein ziviler Polizist ist als Wache im Büro abgestellt. Dies ermöglicht den Ixqik-Frauen weiterzuarbeiten. Auch im Jahr 2006 gab es manifeste Drohungen gegen einzelne Ixqik-Frauen, die daraufhin ihre Mitarbeit einstellten. Dies zeigt, wie wichtig die Arbeit der Ixqik-Frauen ist.
Die Ixqik-Frauen sind eine Frauenorganisation in der Petén-Region mit etlichen lokalen Komitees. Die CIR unterstützt das konkrete Vorhaben der IXQIK-Frauen in der Samtgemeinde Sayaxché: „Den Frauen einen besseren Zugang zum Justizsystem verschaffen“. Das Projekt wendet sich vor allem an die kekchí-Maya-Frauen in Sayaxché. Es wird von dem Weltgebetstag der Frauen über die CIR finanziert wird, und hat zum Ziel, dass Gewalt gegen Frauen eingedämmt und sanktioniert wird. Nach massiven Überfällen und Drohungen gegen die Ixqik-Frauen seit November 2005 ist die moralische und ökonomische Stärkung der Ixqik-Frauen vorrangig.
In dem Sayaxché-Projekt unterstützen sich die Frauen einerseits gegenseitig in Selbsthilfegruppen. Andererseits drängt Ixqik die Justizbehörden, besser zu arbeiten und das Gesetz gegen innerfamiliäre Gewalt auch umzusetzen. Um dies zu erreichen werden die Justizorgane für das Thema in speziellen Kursen sensibilisiert. Von Friedensrichtern und Bürgermeistern wird diese Arbeit unterstützt. Denn häufig handeln die Justizbeamten nicht und verschleppen eingereichte Anzeigen. Aber auch den betroffenen Frauen muss die Angst vor der Justiz genommen werden und sie müssen die staatlichen Stellen in Anspruch nehmen. Denn nur dadurch können sexuelle Übergriffe innerhalb der Familien zur Anzeige gebracht werden. Durch die Selbsthilfegruppe für Betroffene erreichen die Ixqik-Frauen, dass die Frauen besser untereinander zusammenhalten. Mit ihrer Arbeit verbessern die Ixqik-Frauen die Bedingungen für die Frauen innerhalb der Familien, aber auch gegenüber den Behörden. Dieses engagierte Eintreten für die Rechte der Frauen ruft auch Widerstände hervor. So wurde das Büro der Ixqik-Frauen überfallen, als Folge eines erfolgreichen Justizprozess gegen einen Vergewaltiger. Um den couragierten Ixqik-Frauen in ihrem Kampf zu helfen, brauchen sie Ihre Unterstützung.
Spendenstichwort: Frauen in Guatemala


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