Projekte gegen Gewalt in El Salvador
ORMUSA veranstaltete im Dezember 2010 einen Kongress zum Thema Gewalt gegen Frauen. Foto: CIR/Archiv

Organización de Mujeres Salvadoreñas por la Paz (ORMUSA)

ORMUSA arbeitet seit 1993 im Bereich der Prävention gegen Gewalt gegen Frauen. Die Frauen engagieren sich in ihrer Arbeit sowohl politisch als auch sozial. So arbeiten sie unter anderem in Selbsthilfegruppen mit Frauen, die Opfer von Gewalt wurden und geben diesen Rechtsberatung, um ihnen den Weg zu Gericht zu ermöglichen und zu erleichtern. Gleichzeitig nehmen sie durch gezielte Lobbyarbeit auf die Politik ihres Landes Einfluss. ORMUSA trug entscheidend zur Ausgestaltung und Einführung des Gesetzes gegen Gewalt gegen Frauen und Frauenmorde bei. Ein wichtiges Instrument, um Aufklärungsarbeit zu leisten und Druck auf die Politik auszuüben, ist für ORMUSA der „Observatorio” mit stetig aktualisierten Datensammlungen über Gewalt gegen Frauen. Darin führt ORMUSA im Besonderen genaue Statistiken über Frauenmorde und innerfamiliäre Gewalt. Diese Informationen werden nicht nur von ORMUSA genutzt, sondern einem breiten Publikum zugänglich gemacht. So wird es beispielsweise Journalist*innen leicht gemacht, zu dem Thema zu recherchieren und informierte Artikel zu schreiben.

Durch die Arbeit im sozialen Bereich werden salvadorianische Frauen in verschiedenen Munizipien ermutigt, sich stark zu machen und für ihre Rechte einzustehen. Begleitet wird dies zudem durch Einkommen schaffende Maßnahmen. Ziel ist für ORMUSA dabei, durch die gezielte Förderung von Frauen einen Beitrag zu einer gleichberechtigten Gesellschaft im Hinblick auf die ökonomischen, sozialen und politischen Rechte der Frau zu leisten.

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