ProNATs

Fabiola, Mitarbeiterin von MANTHOC, berichtet über die Rechte arbeitender Kinder und Jugendlicher.

Kinderarbeit in Bolivien: Ja, bitte!

Zigaretten verkaufen im Kneipenviertel

Henrys Arbeitsplatz ist das Kneipenviertel von El Alto. Er zieht fünf Tage die Woche durch heruntergekommene Bars und Clubs. Er verkauft Zigaretten für 25 Cent das Stück. Am Anfang läuft es immer schleppend, aber je später der Abend, desto besser wird es für Henry. Wenn die Gäste schon angetrunken sind, verkauft es sich leichter.

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LerhrerInnengewerkschaft fällt Kindergewerkschaft in den Rücken

Pressemitteilung von ProNATs e.V. zum Welttag der arbeitenden Kinder am 9.12.2012.

Am 9. Dezember 2012 jährt sich zum 16. Mal der Tag, an dem arbeitende Kinder und Jugendliche aus Afrika, Asien und Lateinamerika in Kundapur (Indien) erstmals gemeinsam mit eigenen Forderungen an die Öffentlichkeit traten. Sie forderten vor allem das Recht, in Würde zu arbeiten und Zeit zum Lernen, Spielen und Ausruhen zu haben.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) betreibt seit nunmehr zwei Jahren vorwiegend in ihrer Zeitschrift „Erziehung & Wissenschaft“ als Teil der europäischen Kampagne Stopp Kinderarbeit! Schule ist der beste Arbeitsplatz eine Offensive, die Kinderarbeit pauschal verurteilt.

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Brauchen Kinder ein Recht zu arbeiten?

Kindheitskonzepte und Kinderarbeit

Die Kinderrechtsexperten Manfred Liebel, Vorstandsmitglied der Christlichen Initiative Romero, sowie Philip Meade und Iven Saadi, Vereinsvorstände bei ProNATs e.V., werfen einen kritischen Blick auf die Forderung des totalen Verbots von Kinderarbeit. In diesen Diskussionen bleiben die Wünsche und Positionen der arbeitenden Kinder und Jugendlichen meistens unberücksichtigt.

Zum Artikel (Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 43, 22.10.2012)

Arbeitende Kinder appellieren an Arbeitsminister

Die Regierung Perus führt auf Veranlassung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) seit kurzem eine Kampagne gegen Kinderarbeit durch. Die Bewegung der arbeitenden Kinder und Jugendlichen Perus (MNNATSOP) sieht die arbeitenden Kinder dadurch diskriminiert und bedroht und wehrt sich dagegen.

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Deutschlands fleißige Kids

Auch deutsche Kinder und Jugendliche wollen und müssen arbeiten

Der Soziologe und Kinderrechtsexperte Manfred Liebel, Vorstandsmitglied der Christlichen Initiative Romero, fordert in einem Artikel für die FAS ein Umdenken beim Thema "Kinderarbeit" in Deutschland. "Liebel [..] sieht Kinder als soziale Akteure, die einen wirtschaftlichen Beitrag leisten und soziale Anerkennung verdienen". Auch die Christliche Initiative Romero setzt sich dafür ein, die Rechte arbeitender Kinder zu stärken und sieht im generellen Verbot daher keine Lösung.

Zum Artikel

Öffentliche Erklärung der Bewegung arbeitender Kinder und Jugendlichen aus Peru zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit

 

Lima, 12. Juni 2012

Wir sind die nationale Bewegung der organisierten arbeitenden Kinder und Jugendlichen aus Peru (MNNATSOP) und setzen uns seit 16 Jahren für die Verteidigung und Einhaltung unserer Rechte ein.

Anlässlich des so genannten „Internationalen Tages gegen Kinderarbeit” machen wir unseren Standpunkt zur Kinderarbeit und in Bezug auf die vorgeschlagenen Strategien zur Abschaffung von Kinderarbeit, die Kinderarbeit als  etwas Schlechtes, „eine Plage oder eine Geißel“  bezeichnen, deutlich.

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Arbeitende Kinder fordern Rechte ein

In Bolivien haben arbeitende Kinder und Jugendliche zum Internationalen Tag der arbeitenden Kinder einen Gesetzesentwurf vorgelegt

Im Kern der Gesetzesvorlage geht es um die Anerkennung ihrer Arbeit und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Während die ILO (Internationale Arbeitsorganisation) darauf abzielt Kinderarbeit zu ächten bzw. ganz zu beseitigen, fordert die Union arbeitender Kinder und Jugendlicher in Bolivien (UNATSBO) mehr Rechte und die Abschaffung eines Mindestalters in Bezug auf die Erwerbstätigkeit. Die Arbeitsgesetzgebung Boliviens regelt bisher die Erwerbstätigkeit von Jugendlichen ab 14 Jahren. Durch diese Altergrenze wird die Arbeit jüngerer Kinder offiziell illegalisiert. Den Kindern stehen keine rechtlichen Möglichkeiten zur Verfügung bessere Löhne und Arbeitsbedingungen einzufordern. Gleichzeitig haben sie keinen rechtlichen Schutz vor Diskriminierung, Misshandlung und Ausbeutung.

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Arbeitende Kinder stärken

Die Christliche Initiative Romero in der Kampagne ProNATs

In die Debatte über Kinderarbeit und Kinderrechte ist Bewegung gekommen: 1997 fanden sich verschiedene Organisationen und Personen – unter ihnen die Christliche Initiative Romero, terres des hommes, das Nord-Süd-Netz des DGB und der bekannte Kinderrechtsexperte Prof. Dr. Manfred Liebel – zusammen, um in die öffentliche Diskussion über Kinderarbeit einzugreifen und um ihr neue Impulse und Richtungen zu geben. Sie gründeten ProNATs. Das Kürzel steht für „Pro los Niños y Adolecentes Trabajadores” (Für die arbeitenden Kinder und Jugendlichen). ProNATs sieht sich mit den Bewegungen und Organisationen der arbeitenden Kinder und Jugendlichen in Lateinamerika, Afrika und Asien verbunden. Gemeinsam mit ihnen setzt sich ProNATs gegen jede Form der Ausbeutung, Ausgrenzung und Misshandlung ein, ohne hierbei jedoch Kinderarbeit grundsätzlich ächten zu wollen.

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Alternative zu Verboten: Kinderrechte stärken

Forderungen der Christlichen Initiative Romero und von ProNATs

Der Initiativkreis ProNATs möchte die Erfahrungen, Sichtweisen und Forderungen der arbeitenden Kinder des Südens in den deutschsprachigen Ländern Europas vermitteln und darauf hinwirken, dass Organisationen der arbeitenden Kinder in internationalen Gremien bei allen sie betreffenden Entscheidungen mitwirken können. Außerdem sollen Erfahrungen, Ideen und Vorstellungen der arbeitenden Kinder des Südens mit der Realität der Kinder und Jugendlichen in den deutschsprachigen Ländern in Beziehung gesetzt werden. Auf diese Weise können eingefahrene Bilder und Denkschablonen über das Verhältnis von Kindheit und Arbeit hinterfragt und Alternativen entwickelt werden.

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