ProNATs - Wer sind die NATs?

- Foto: André Hagel
Den eigenen Forderungen Geltung verschaffen
Arbeitende Kinder organisieren sich
Die arbeitenden Kinder und Jugendlichen in Lateinamerika haben sich in eigenen sozialen Bewegungen organisiert. Sie nennen sich NATs, in Abkürzung der spanischen Bezeichnung „Niños, Niñas y Adolescentes Trabajadores“. In Ländern, in denen Englisch oder Französisch gesprochen wird, haben sich andere Kurzbezeichnungen wie WCY (Working Children and Youth) oder EJT (Enfants et Jeunes Travailleurs) eingebürgert.
Kinderrechte auf allen Wellen
Der Club Infantil bietet Kindern eine wichtige Plattform
Im nicaraguanischen Jinotega kommen Kinder und Jugendliche, die arbeiten müssen und zum Teil auf der Straße leben, jeden Tag in den Kinder- und Jugendtreff, den Club Infantil. Dort können sie sich ausruhen und spielen, lesen und schreiben lernen oder eine Ausbildung als SchneiderIn oder SchreinerIn absolvieren. Angesichts von Armut sind die Familien im Norden Nicaraguas auf die Arbeit ihrer Kinder angewiesen. Die arbeitenden Kinder in Jinotega wollen, dass ihre Arbeit, die sie für sich und ihre Familien leisten, wertgeschätzt wird. Sie fordern ein Ende der Diskriminierung arbeitender Kinder. In einer eigenen Radiosendung bringen die KinderarbeiterInnen ihre Forderungen zum Ausdruck.
Unter würdigen Bedingungen arbeiten
MANTHOC tritt für arbeitende Kinder und Jugendliche ein
Seit mehr als 30 Jahren trägt in Peru die Bewegung der arbeitenden Kinder, Jugendlichen, Söhne und Töchter christlicher Arbeiter (Movimiento de Adolescentes y Niños Trabajadores Hijos de Obereros Cristianos) zur Selbstbestimmung und Stärkung der Rechte arbeitender Kinder und Jugendlicher bei. MANTHOC war die erste Kinderbewegung in Lateinamerika mit strukturiertem Charakter. Sie entstand Ende der 1970-er Jahre im Zuge einer Streikbewegung, als viele Kinder arbeiten mussten, um den Lohnausfall ihrer Väter auszugleichen.





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