Puma - Der Fall Industrias Florenzi, El Salvador

Puma beharrt auf Verantwortungslosigkeit

Der Fall der Fabrik Industrias Florenzi in El Salvador

Auch nach zweimaliger Nachfrage von Seiten der CIR blieb Puma bei der Entscheidung, die Produktionsbeziehungen mit der Fabrik vollständig abzubrechen. In den Antworten des Unternehmens hieß es, dass es nicht in der Verantwortung von Puma läge, für stabile und sichere Arbeitsplätze in der Fabrik zu sorgen. Das Unternehmen begründete diese Entscheidung damit, dass es sich bei der Beziehung mit Florenzi um eine „nicht autorisierte Untervergabe“ durch die offiziell anerkannte Fabrik Confecciones del Valle gehandelt habe. Von dieser habe man in der zentralen Verwaltung des Konzerns nämlich nichts gewusst.

Mehr lesen

Massive Arbeitsrechtsverletzungen bei Puma Zulieferfabrik Florenzi in El Salvador

30. Juni 2014 - Gewerkschaft aus El Salvador sucht die Öffentlichkeit, um massive Missstände publik zu machen. Alleine die Qualität der Produkte wird kontrolliert, Arbeits- und Menschenrechte bleiben auf der Strecke.

Während Puma die Fußball-WM in Brasilien für einen Werbefeldzug nutzt und acht Nationalteams ausrüstet, herrscht bei der Produktion von Puma-Shirts in der Fabrik Industrias Florenzi in El Salvador alles andere als "Fair-Play". Eine Partnerorganisation der Christlichen Initiative Romero berichtet über extremen Arbeitsdruck, gestückelte Lohnzahlungen und dass die Beiträge für die Sozialversicherung und die Krankenkasse den ArbeiterInnen zwar vom Lohn abgezogen, jedoch nicht abgeführt würden. Den ArbeiterInnen wird deswegen die medizinische Versorgung verweigert. Die zuständige Gewerkschaft beklagt zudem offenliegende Kabel an den Maschinen, von denen die NäherInnen Stromschläge erhalten.

Die Tore zur Fabrik Florenzi in San Salvador
Mehr lesen

© 2017 Christliche Initiative Romero e.V.