Die Referent*innen der Herbsttagung

Antonia Reichwein, Germanwatch

Antonia Reichwein ist Referentin für Ressourcenpolitik und IT-Branche bei Germanwatch. Aktuell arbeitet sie in den Bereichen menschenrechtliche, soziale und ökologische Risiken in den Lieferketten von IT-Unternehmen sowie Ressourcenschonung durch Kreislaufwirtschaft und Reparatur.

Germanwatch ist eine Umwelt- und Entwicklungsorganisation und engagiert sich für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen. Dabei konzentriert sich Germanwatch auf die Politik und Wirtschaft des Nordens mit ihren weltweiten Auswirkungen.

Dr. phil. Markus Wissen, Professor, HWR-Berlin

Dr. phil. Markus Wissen ist seit 2012 Professor für Gesellschaftswissenschaften an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind die sozial-ökologische Transformation von Produktions- und Konsummustern und Krise und Transformation der gesellschaftlichen Naturverhältnisse.

Sein jüngstes Buch veröffentlichte Markus Wissen 2017 zusammen mit Ulrich Brand zum Thema „Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus“.

Heizel Torres, Referentin Centro Humboldt (Nicaragua)

Heizel Torres ist Referentin für Bergbau und Menschenrechte bei der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Centro Humboldt in Nicaragua. Sie koordiniert Protestaktionen gegen den industriellen Bergbau und begleitet Kleinschürfer*innen bei Auseinandersetzungen mit transnationalen Bergbaukonzernen.

Das Centro Alexander von Humboldt ist eine Nichtregierungsorganisation, die alternative Entwicklung aus der Zivilgesellschaft fördert. Die konkrete Arbeit der Organisation umfasst die territoriale Entwicklung und das Umweltmanagement.

Pedro Cabezas, Referent CRIPDES (El Salvador)

Pedro Cabezas arbeitet als Referent für Bergbau und Menschenrechte bei der Organisation CRIPDES in El Salvador. Er hat dabei erfolgreiche nationale und internationale Kampagnen organisiert. Aktuell koordiniert er das mittelamerikanische Netzwerk gegen Bergbau ACAFREMIN und gibt dabei Erfahrungen zur erfolgreichen politischen Arbeit in El Salvador an Gemeinden und Organisationen in den Nachbarländern weiter.

CRIPDES ist eine entwicklungspolitische Basisorganisation, an der sich über 300 Gemeinden in El Salvador beteiligen. CRIPDES unterstützte in den 1980ern und 1990ern Flüchtlinge des Bürgerkriegs. Heute arbeitet die Organisation zu ländlicher Entwicklung und Umweltschutz. Als Mitglied im Nationalen Rundtisch gegen Bergbau hat CRIPDES maßgeblich zur Verabschiedung des weltweit einzigartigen Anti-Bergbaugesetzes im März 2017 beigetragen.

Dr. Bettina von Reden, TransFair e.V.

Dr. Bettina von Reden arbeitet mit Unterbrechungen seit 2003 in verschiedenen Funktionen für TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland). Seit 2015 baut sie bei Fairtrade Deutschland den Bereich Internationale Projektpartnerschaften auf und begleitet in diesem Rahmen unter anderem die Zusammenarbeit mit Goldschürfergruppen in Ostafrika.

TransFair e.V. ist eine unabhängige Initiative zur Förderung des Fairen Handels und vertritt Fairtrade in Deutschland. Sie mobilisiert gegen Handelsungerechtigkeit und schließt Lizenzverträge mit Handelspartnern ab, die nach Fairtrade-Standards gehandelte Produkte anbieten.

Susanne Jordan, Referentin bei Nager IT

Susanne Jordan ist seit 2009 Referentin und Produzentin im Bereich Faire IT bei Nager IT.  Nach ihrem Geographiestudium mit Auslandssemestern in Malawi und Japan arbeitete sie bei der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research im Bereich Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie und im Bergbau. Sie ist Initiatorin des ersten Fairen IT Gerätes, der Fairen Computermaus, die seit 2012 vom Verein Nager IT e.V. produziert und vertrieben wird.

Der Verein NagerIT e.V. setzt sich dafür ein, die Arbeitsbedingungen in der Elektronik-industrie zu verbessern. Mit der Fairen Maus und begleitenden Bildungsarbeit soll der Grundstein für eine alternative, nämlich menschenwürdige und nachhaltige Produktionsweise von Computern, Handys, Mäusen usw.gelegt werden

Ralf Häußler, Handy-Aktion

Ralf Häußler ist seit 2002 Umweltbeauftragter der Bremischen Evangelischen Kirche und zudem Gemeindepastor. Als Umweltbeauftragter hat er die Aufgabe, die besondere  Verantwortung und das beispielhafte Verhalten der Gemeinden, Einrichtungen, Ämter und Werke zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensbedingungen beratend und gegebenenfalls auch finanziell zu unterstützen. Er ist maßgeblich am Umweltmanagment-Projekt „Grüner Hahn“ beteiligt, das auch  Klimaschutzteilkonzept der Bundesregierung ist. 

Die Bremische Evangelische Kirche ist eine Vorreiterin in der öko-sozialen Beschaffung und realisiert eine Vielzahl von Programmen zu fairem Einkauf und CO2-Reduzierung, weltweite Partnerschaften und Friedensaktionen.

Merle Groneweg, PowerShift

Merle Groneweg arbeitet bei PowerShift inhaltlich wie organisatorisch im Bereich Rohstoffpolitik. Derzeit befasst sie sich vor allem mit Rohstoffbedarfen für die Industrie 4.0 und Zukunftstechnologien. Zudem arbeitet sie an der Schnittstelle von Handels- und Rohstoffpolitik unter anderem zu Exportzöllen und ISDS-Klagen im Rohstoffsektor

"PowerShift – Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e.V."  möchte durch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Forschung und politische Aktivitäten zu einer globalen Energiewende sowie gerechteren weltwirtschaftlichen Beziehungen beitragen. PowerShift ist in drei Arbeitsbereichen aktiv: Handels- und Investitionspolitik, Rohstoffpolitik sowie Energiepolitik.

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