Andere Länder der Region - Haiti
Haiti nach dem Wirbelsturm Matthew. Foto: UN Photo/Logan Abassi

Neuer Präsident von Haiti verspricht Entwicklung und Frieden

Von Harald Neuber

06.01.2017 Port-au-Prince (amerika21)- Der designierte Präsident von Haiti, Jovenel Moïse, hat nach der Bestätigung seines Wahlsieges versprochen, sich für die soziale Entwicklung und den Frieden im dem verarmten Karibikstaat einzusetzen. "Heute Nacht feiern wir ein historisches Ereignis", sagte der Geschäftsmann und Kandidat des Regierungslagers: "Das Volk hat den Weg von Entwicklung und Frieden gewählt und ich werde dafür arbeiten", sagte Moïse, der auf parteipolitischer Ebene bisher ein Neuling ist.

Mehr lesen

Die Region Aquin nach dem Hurrikan

Ein Aufruf zur Unterstützung

Im Kampf ums Überleben nach dem Wirbelsturm unterstützen wir CRESFED. Die Organisation ist schon lange in Haiti aktiv und gibt uns hier einen Einblick in die aktuelle Situation und beantwortet drängende Fragen wie: Kommt die Hilfe auch an?

Die Situation: Zerstörung und drohende Folgen

12. Oktober 2016 - CRESFED. Hurrikan Mathew hat am 4. und 5. Oktober 2016 in der Hälfte aller Verwaltungsbezirke Haitis schwerste Schäden verursacht. Das "Auge des Zyklons" fuhr über die Stadt Tiburon hinweg, was erklärt, warum der sogenannte  "Große Süden" (Departments Grand’Anse, Sud, Nippes und Sud Est) besonders betroffen sind.

Die genaue Bestandsaufnahme der Schäden ist noch nicht abgeschlossen, die Zahl der Todesopfer wird mit über 1.000 angegeben. Der Hurrikan hat auch die gesamte Infrastruktur dieser Departments zerstört. 60 Prozent der Straßen im Großen Süden (die unter der Regierung Preval gebaut wurden) sind zerstört, 350.000 Kühe, Ochsen und Ziegen sind ertrunken, fast alle Bananenstauden, Mangobäume und Palmen sind zerstört. Das hat mittelfristig noch schlimmere Auswirkungen auf das ohnehin fragile Ökosystem.

300 Schulen wurden teilweise oder komplett zerstört, 100.000 Schüler*innen können daher nicht mehr zur Schule gehen.175.000 Familien wurden obdachlos, weil ihre Häuser zerstört wurden, 1,4 Millionen Menschen sind unmittelbar von Katastrophenhilfe abhängig.
Diese Zerstörung hat unmittelbar Auswirkungen auf das Wiederaufflammen der Cholera in den betroffenen Gebieten, bis zum 12. Oktober wurden schon 940 neue Cholerainfektionen gezählt.

Gleichzeitig ist eine große Solidarität unter denen wahrzunehmen, die das wenige, was geblieben ist, teilen müssen und zusammen ums Überleben kämpfen. Es wurde und wird auch viel internationale Hilfe mobilisiert.

Was kommt jetzt?

Mehr lesen

Spendenaufruf: Hilfe für Haiti

Foto: UN Photo/Logan Abassi

10. Oktober 2016 - Am 4. Oktober fegte der Wirbelsturm Matthew über Haiti hinweg. In dem ärmsten Land des amerikanischen Kontinents hat er furchtbare Zerstörung angerichtet: Die Hälfte aller 9 Millionen Haitianer*innen scheinen betroffen zu sein, über 1000 haben ihr Leben verloren.

Die Organisation CRESFED in Haiti hat der CIR dieses Ausmaß bestätigt. Viele ihrer Partner*innen in der am meisten betroffenen Region Haitis hatten wenig und haben nun gar nichts mehr: Eine Familie hat den Ofen verloren, mit dem sie ihr Leben verdient und Brot für das Dorf gebacken haben, andere eine Kuh, deren Milch sie an eine kleine Genossenschaftsmolkerei lieferten. Anderen ist die kleine Ziegenherde ertrunken - einfach weggespült worden.

Mehr lesen

Ich möchte Haiti helfen!

© 2017 Christliche Initiative Romero e.V.